{"id":120,"date":"2023-11-15T19:19:17","date_gmt":"2023-11-15T18:19:17","guid":{"rendered":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/?p=120"},"modified":"2023-11-15T19:19:17","modified_gmt":"2023-11-15T18:19:17","slug":"anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-ueber-den-krieg-in-der-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/?p=120","title":{"rendered":"Anarchistischer Antimilitarismus und Mythen \u00fcber den Krieg in der Ukraine"},"content":{"rendered":"<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Wir Anarchisten <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Anarchistinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>, wo auch immer wir leben und welche Sprache wir auch immer sprechen, sind solidarisch mit ausgebeuteten Menschen, wo auch immer sie sind, und mit denen, die unter den schrecklichen Bedingungen des Krieges leben. Wir halten es f\u00fcr unsere Pflicht, zivile Stimmen zu unterst\u00fctzen und mit ihnen solidarisch zu sein, aber nicht mit politischen Parteien, Regierungen und Staaten.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u2013 <\/b><\/span><a href=\"https:\/\/www.anarchistcommunism.org\/2019\/10\/20\/kurdish-speaking-anarchist-forum-kaf-statement\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: das Kurdischsprachige Anarchistische Forum \u2013 <\/b><\/span><b><span lang=\"de-DE\">the Kurdish-speaking Anarchist Forum <\/span><\/b><span lang=\"de-DE\"><b>(KAF)<\/b><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left\" align=\"center\"><!--more--><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Dieser Text ist der Versuch einer kritischen Reflexion \u00fcber die gegenw\u00e4rtigen militaristischen Tendenzen in der anarchistischen Bewegung. <\/span><span lang=\"de-DE\">Gleichzeitig werden antimilitaristische Perspektiven <\/span><span lang=\"de-DE\">als eine M\u00f6glichkeit vorgestellt<\/span><span lang=\"de-DE\">, um den Krieg nicht nur <\/span><span lang=\"de-DE\">theoretisch<\/span><span lang=\"de-DE\"> zu bew\u00e4ltigen, sondern ihn auch praktisch zu sabotieren. <\/span><span lang=\"de-DE\">Es ist auff\u00e4llig, wie viele Menschen, die sich mit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine auf den Anarchismus berufen, sich die bourgeois-demokratische Propaganda zu eigen gemacht haben und die vom ukrainischen Staat koordinierte Kriegsmobilisierung unterst\u00fctzen. Wir teilen voll und ganz die Besorgnis der Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> in Oakland, San Francisco, New York und Pittsburgh, die in ihrer Erkl\u00e4rung sagten: \u201e<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Wir haben keine Lust, unter Anarchisten <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Anarchistinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> weitere militaristische Aufrufe zur Eskalation innerimperialistischer Kriege zu h\u00f6ren.\u201c<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> Wir freuen uns, dass diese emp\u00f6rte Stimme auch aus anderen Teilen der Welt zu h\u00f6ren ist, darunter aus den Regionen Mittel- und Osteuropas. Die Kriegspropagandisten versuchen, diese Stimme unsichtbar zu machen, sie niederzuschreien, sie an den Rand zu dr\u00e4ngen, aber sie taucht immer wieder auf, wie dieser Beitrag von uns zeigt.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Konventioneller Frontalkrieg zwischen gegnerischen Armeen ist eine Art des Kampfes, an dem sich Staaten beteiligen, der die Replikation staatlicher Organisationsformen erfordert und deshalb nicht gut genug mit revolution\u00e4rem Kampf koexistieren kann\u201c<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, so die Gruppe <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Antagonismus<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> in einer ihrer Analysen. Wir stimmen dem zu und wollen unsere Kritik an der Unterst\u00fctzung einer der Kriegsparteien in diesem Sinne weiterentwickeln, ohne dabei jedoch die vom Krieg betroffenen Menschen aus den Augen zu verlieren.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Unsere Abneigung gegen jegliche Art von Milit\u00e4r und Kriegsf\u00fchrung ist keine passive moralische Haltung. Die Ablehnung ist auch ein aktives Engagement in anderen Kampfformen als der milit\u00e4rischen, das die Probleme aus einer Klassenperspektive und nicht aus einer patriotischen, nationalistischen oder liberaldemokratischen Perspektive betrachtet. Wir verweigern nicht unsere Unterst\u00fctzung f\u00fcr Menschen, die durch den Krieg massakriert, traumatisiert und ihrer Zuhause beraubt werden. Wir teilen einfach nicht die militaristische Propaganda, die Kriegseins\u00e4tze als konstruktiven Weg zur Unterst\u00fctzung dieser Menschen ausgibt. Wir ermutigen die Menschen nicht, sich der imperialistischen Aggression nicht zu widersetzen. Aber wir warnen sie, dass sie im Krieg immer gegen einige Aggressoren k\u00e4mpfen, <\/span>w\u00e4hrend sie sich auf die Seite der anderen stellen <span lang=\"de-DE\">und die Mittel f\u00fcr zuk\u00fcnftige Aggressionen liefern. Aus diesem Grund sehen wir den einzigen Ausweg in der Umwandlung des innerimperialistischen Krieges in einen revolution\u00e4ren Kampf oder einen Klassenkrieg.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">In diesem Text versuchen wir, unsere Argumente zu verdeutlichen, indem wir die Mythen polemisch widerlegen, die wir lesen und h\u00f6ren, wenn sich verschiedene Leute zum Krieg in der Ukraine \u00e4u\u00dfern. Leider werden diese Mythen von einigen derjenigen gen\u00e4hrt, die sich als Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> bezeichnen. Auf der anderen Seite ist es erfreulich zu sehen, dass es auch einige gibt, die unsere antimilitaristischen, internationalistischen und revolution\u00e4r-def\u00e4tistisch<\/span><span lang=\"de-DE\">en<\/span><span lang=\"de-DE\"> Positionen teilen. Wir zitieren einige von ihnen in unserem Papier, um zu unterstreichen, dass der Antimilitarismus auch heute noch Bestand hat und nicht nur eine \u00fcberholte Ansicht l\u00e4ngst verstorbener anarchistischer Theoretiker <\/span><span lang=\"de-DE\">und Theoretikerinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> ist.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>EINIGE ANARCHISTEN<\/b><\/span><b> <\/b><span lang=\"de-DE\"><b>UND ANARCHISTINNEN<\/b><\/span><b> <\/b><span lang=\"de-DE\"><b>AUS DER MITTELEUROP\u00c4ISCHEN REGION (SEPTEMBER 2022)<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Theorie ohne Praxis ist tot, genauso wie Praxis ohne Theorie blind ist.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">###<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 1: Wir k\u00e4mpfen nicht<\/b><\/span> <span lang=\"de-DE\"><i>f\u00fcr den Staat, sondern zur Verteidigung der Menschen<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote1sym\" name=\"sdfootnote1anc\"><sup>1<\/sup><\/a> unter dem Feuer der imperialen Armee.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Es ist interessant, wie sich die Argumentation zur Unterst\u00fctzung der milit\u00e4rischen Mobilisierung allm\u00e4hlich \u00e4ndert, auch wenn der Inhalt immer noch derselbe ist. Zuerst hie\u00df es, dass die Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> in der ukrainischen Armee nur das Leben der Zivilbev\u00f6lkerung sch\u00fctzen, aber keinen Staat verteidigen. Nach ein paar Wochen war bereits von einem vor\u00fcbergehenden taktischen B\u00fcndnis mit den staatlichen Kr\u00e4ften die Rede, ohne das es angeblich unm\u00f6glich w\u00e4re, die Zivilbev\u00f6lkerung zu sch\u00fctzen. Jetzt sprechen sie wieder offen davon, f\u00fcr die liberale Demokratie zu k\u00e4mpfen, also f\u00fcr eine bestimmte Staatsform.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">All diese Formulierungen beabsichtigen uns davon zu \u00fcberzeugen, dass es m\u00f6glich ist, einen von staatlichen Strukturen koordinierten bourgeoisen Krieg zu f\u00fchren, aber zu vermeiden, dass diese Strukturen gest\u00e4rkt werden und somit kein Kampf f\u00fcr die Interessen der Bourgeoisie gef\u00fchrt wird. Es ist immer notwendig zu sehen, was tats\u00e4chlich passiert, was in manchen F\u00e4llen nicht mit dem \u00fcbereinstimmt, was die direkten <\/span><span lang=\"de-DE\">Teilnehmenden<\/span><span lang=\"de-DE\"> oder Beobachte<\/span><span lang=\"de-DE\">nden<\/span><span lang=\"de-DE\"> \u00fcber das Geschehen behaupten. Die Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> in den ukrainischen Armeeeinheiten k\u00e4mpfen tats\u00e4chlich f\u00fcr den Staat und ihre Behauptung, dass dies nicht der Fall ist, entspricht nicht der Realit\u00e4t. Es wirkt eher wie ein verzweifelter Versuch, mit Widerspr\u00fcchen umzugehen oder, schlimmer noch, den Eindruck zu erwecken, dass es in Wirklichkeit keine Widerspr\u00fcche gibt.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Wir betrachten die Beteiligung von Anarchisten und anarchistischen Frauen an diesem Krieg innerhalb der in der Ukraine operierenden Streitkr\u00e4fte als einen Bruch mit der Idee und der Sache des Anarchismus. Diese Kr\u00e4fte sind nicht unabh\u00e4ngig, sie sind der ukrainischen Armee unterstellt und f\u00fchren Aufgaben aus, die von den Beh\u00f6rden vorgegeben werden. Sie stellen keine sozialen Programme und Forderungen auf. Die Chancen, anarchistische Agitation zu betreiben, sind zweifelhaft. In der Ukraine gibt es keine soziale Revolution die zu verteidigen ist. Mit anderen Worten, diese Leute, die sich Anarchisten <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Anarchistinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> nennen, werden einfach geschickt, um \u201edas Vaterland\u201c und den Staat zu verteidigen, um die Rolle des Futters f\u00fcr das Kapital zu spielen und um nationalistische und militaristische Gef\u00fchle in der Bev\u00f6lkerung zu st\u00e4rken.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/priamaakcia.sk\/Ruska-sekcia-Medzinarodnej-asociacie-pracujucich-KRAS-odpoveda-na-otazky-tykajuce-sa-vojny-na-Ukrajine.html\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Die russische Sektion des Internationalen Arbeiterassoziation (KRAS) beantwortet Fragen zum Krieg in der Ukraine<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Es ist anzumerken, dass sich verschiedene ukrainische Anarchisten <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Anarchistinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden der Armee angeschlossen haben. Vielmehr wollte Black Flag<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote2sym\" name=\"sdfootnote2anc\"><sup>2<\/sup><\/a> eine anarchistische Agenda in den Reihen der Armee und der breiteren Verteidigungsbewegung f\u00f6rdern. Wir halten ihre Erfahrungen f\u00fcr wertvoll, auch wenn sie nicht erfolgreich waren, und <\/i><\/span><a href=\"https:\/\/libcom.org\/article\/invasion-ukraine-anarchist-media-call-kharkov\"><span lang=\"de-DE\">wir haben in einem Interview aus den ersten Tagen des Krieges<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><i> unsere Vermutungen dar\u00fcber ge\u00e4u\u00dfert. Andere hingegen sind eher dazu geneigt, den ukrainischen Staat vor anarchistischen Angriffen zu sch\u00fctzen \u2013 weshalb wir sie, wie den Staat insgesamt, genauso negativ <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>betrachten<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>. Verbal behaupten sie alle, dass sie nicht f\u00fcr den Staat, sondern nur f\u00fcr die ukrainische Bev\u00f6lkerung sind, aber selbst eine solche jesuitische Rhetorik kann nicht auf revolution\u00e4re Weise eingesetzt werden. Wenn du den Streitkr\u00e4ften helfen willst, von denen viele Soldaten nicht einmal kugelsichere Westen haben, geschweige denn Munition \u2013 nun, dann hilf ihnen, kn\u00fcpfe n\u00fctzliche Kontakte f\u00fcr die Nachkriegszeit, so wie Malatesta die kubanischen Rebellen gegen Spanien und die libyschen Rebellen gegen Italien unterst\u00fctzt hat\u2026 Aber warum scheuen nicht einmal Zelenskys rechte Gegner davor zur\u00fcck, jeden Fall solcher Ungerechtigkeit zu nutzen, um das Vertrauen in die ukrainischen Beh\u00f6rden zu untergraben, w\u00e4hrend sie auf der anderen Seite in anarchistischen Kreisen nur die Interessen des ukrainischen Staates verteidigen? Diejenigen, die keiner Regierung gehorchen wollen, haben keinen Grund, solche Gruppen als ihre wirkliche Alternative zu betrachten, und diejenigen, die den Staat lieben, haben keinen Bedarf an solch schizophrener Exotik \u2013 f\u00fcr sie gibt es normale nationalistische Parteien und Bewegungen.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/09\/13\/rozhovor-s-ukrajinskou-anarchistickou-skupinou-assembly\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Interview mit der ukrainischen anarchistischen Gruppe Assembly<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 2: <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Ohne Milit\u00e4reins\u00e4tze w\u00e4re es unm\u00f6glich, das Leben der ukrainischen Bev\u00f6lkerung zu sch\u00fctzen und dem Russischen Imperium Widerstand zu leisten.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Es ist v\u00f6llig legitim, das Leben der Menschen in bombardierten St\u00e4dten zu sch\u00fctzen. Aber dies in Form von konventioneller Kriegsf\u00fchrung zu tun, bedeutet, die Integrit\u00e4t des einen oder anderen Staates effektiv zu sch\u00fctzen. Au\u00dferdem ist es fragw\u00fcrdig zu behaupten, dass auf diese Weise die meisten Menschenleben gerettet werden k\u00f6nnen. Eine fortgesetzte Kriegsmobilisierung f\u00fchrt zu einer fortschreitenden Brutalisierung des Krieges und die Zahl der Toten steigt. Gleichzeitig erh\u00f6ht das Verbleiben am Ort der Bombardierung das Risiko, zu sterben. Au\u00dferdem ist es m\u00f6glich, die Bombardierung auf andere Weise zu stoppen als durch die Entsendung der eigenen Truppen an die Front.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Die ukrainische Armee hat sich f\u00fcr eine frontale milit\u00e4rische Auseinandersetzung entschieden, die naturgem\u00e4\u00df nicht stattfinden kann, ohne dass Menschen in gro\u00dfer Zahl ums Leben kommen. Sich nicht auf eine kriegerische Form des Kampfes einzulassen, bedeutet jedoch nicht, die bombardierte Bev\u00f6lkerung zu opfern, denn es geht nicht nur darum, sich dem Kampf zu verweigern, sondern auch darum, nicht-kriegerische Formen des Schutzes von bedrohten Leben zu organisieren. Einige organisieren die \u00dcberf\u00fchrung der am meisten gef\u00e4hrdeten Menschen an sichere Orte. Andere greifen die \u00f6konomische, politische und milit\u00e4rische Macht des russischen Imperiums an, oft von verschiedenen Orten auf der Welt aus.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Die Auswirkungen der militaristischen Propaganda sind verheerend. Manche Menschen sind wirklich zu der \u00dcberzeugung gelangt, dass ein staatlich gef\u00fchrter Krieg der beste Weg ist, um Leben zu retten, und in ihren Augen sogar der einzige Weg.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Wir weigern uns, in diese t\u00f6dliche Logik zur\u00fcckzufallen und stehen an der Seite all der mutigen Gegner, die sich trotz brutalster polizeilicher Repression gegen diesen wahnsinnigen Krieg in Russland und Belarus stellen. Wir unterst\u00fctzen jede Fahnenflucht und fordern Europa auf, seine Grenzen f\u00fcr alle zu \u00f6ffnen, die fliehen oder sich weigern, an diesem Krieg teilzunehmen.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/osip.cz\/prohlaseni-francouzske-cnt-map-k-valce-na-ukrajine-mir-chatrcim-valku-palacum\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: die Conf\u00e9d\u00e9ration Nationale du Travail \u2013 CNT, Mitgliedssektion der Internationalen Arbeiterassoziation<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Die umfassende Berichterstattung \u00fcber den Anti-<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>K<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>riegs-<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>B<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>oykott, <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>\u00fcber die <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Sabotage und andere direkte Aktionen ist seit den ersten Tagen der Invasion der Hauptschwerpunkt <\/i><\/span><a href=\"https:\/\/libcom.org\/tags\/assemblyorgua\"><span lang=\"de-DE\">unserer englischen internationalen Sektion<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><i>! Au\u00dferdem sollten wir verstehen, dass die nationale Einheit der Ukrainer um Zelenskys Macht nur auf der Angst vor einer \u00e4u\u00dferen Bedrohung beruht. Deshalb sind die subversiven Anti-Kriegs-Aktionen in Russland indirekt auch eine Bedrohung f\u00fcr die ukrainische herrschende Klasse, und deshalb betrachten wir ihre Unterst\u00fctzung <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>in Form der Verbreitung an Informationen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> als internationalistischen Akt.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/09\/13\/rozhovor-s-ukrajinskou-anarchistickou-skupinou-assembly\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Interview mit der ukrainischen anarchistischen Gruppe Assembly<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 3: Das<\/b><\/span> <span lang=\"de-DE\"><i>Russische Imperium kann nur mit milit\u00e4rischer Gewalt besiegt werden.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Die Stabilit\u00e4t eines Imperiums wird nicht nur durch milit\u00e4rische \u00dcberlegenheit garantiert, sondern vor allem durch die \u00f6konomische Basis, von der die Milit\u00e4rmaschinerie abh\u00e4ngt. Die anderen S\u00e4ulen sind die politischen Strukturen und die vorherrschende Ideologie der herrschenden Klasse.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Das Russische Imperium strebt nach den g\u00fcnstigsten Bedingungen im internationalen Handel und nach geopolitischem Einfluss. In dieser Hinsicht erstreckt sich seine Macht auf die ganze Welt, nicht nur auf die Regionen der Russischen F\u00f6deration. Die Menschen m\u00fcssen nicht an der Kriegsfront sein, um die Basis des Imperiums zu untergraben. Die Bomber des russischen Milit\u00e4rs k\u00f6nnen zum Beispiel gestoppt werden, indem man sie von den Ressourcen abschneidet, die sie f\u00fcr ihre Eins\u00e4tze ben\u00f6tigen. Ressourcen k\u00f6nnen enteignet, zerst\u00f6rt, ausgeschaltet oder an ihrer Bewegung gehindert werden. Die M\u00f6glichkeiten sind vielf\u00e4ltig.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Nationalismus und R\u00fcstung sind niemals emanzipatorische soziale Antworten, schon gar nicht unter diesen Umst\u00e4nden. Sie bieten keine Perspektive jenseits des Elends; im Gegenteil, sie halten es aufrecht und vertiefen es. Wir lehnen die Militarisierung des \u00f6ffentlichen Diskurses und die Wiederaufr\u00fcstung ab. Wir hoffen nicht auf mehr R\u00fcstung, die nur den kapitalistischen Wettbewerb, das globale Wettr\u00fcsten und regionale Konflikte f\u00f6rdert. Unsere Perspektive ist die Fahnenflucht und die Zerlegung des gesamten Kriegsger\u00e4ts.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013<\/span> <a href=\"https:\/\/zdola.org\/solidarita-s-dezertermi-a-emancipacnymi-protestnymi-hnutiami\/#more-784\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span lang=\"de-DE\">Que<\/span><\/a><a href=\"https:\/\/zdola.org\/solidarita-s-dezertermi-a-emancipacnymi-protestnymi-hnutiami\/#more-784\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span lang=\"de-DE\">lle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Solidarit\u00e4t mit Deserteuren und Emanzipationsprotestbewegungen!<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Der Punkt ist nicht, wie eine chaotische und rebellische Zivilbev\u00f6lkerung die gut organisierten, disziplinierten Armeen der kapitalistischen Staaten in einem erbitterten Kampf mit Waffengewalt besiegen k\u00f6nnte, sondern wie eine Massenbewegung die F\u00e4higkeit des Milit\u00e4rs, effektiv zu k\u00e4mpfen, von innen heraus l\u00e4hmen und den Zusammenbruch und die Aufl\u00f6sung der Streitkr\u00e4fte des Staates bewirken k\u00f6nnte.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kknihovna.wordpress.com\/2011\/02\/23\/khaki-rebelove-podvraceni-americkych-ozbrojenych-sil-za-vietnamske-valky\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: khaki rebels: Die Subversion der amerikanischen Streitkr\u00e4fte w\u00e4hrend des Vietnamkriegs<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"left\">\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>(\u2026) nachdem die russischen Truppen ihr Offensivpotenzial gr\u00f6\u00dftenteils verloren hatten, begann sich in der Ukraine eine Welle der sozialen Unzufriedenheit zu manifestieren (\u2026)\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/09\/13\/rozhovor-s-ukrajinskou-anarchistickou-skupinou-assembly\/\"><span lang=\"de-DE\">Quell<\/span><\/a><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/09\/13\/rozhovor-s-ukrajinskou-anarchistickou-skupinou-assembly\/\"><span lang=\"de-DE\">e<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Interview mit der ukrainischen anarchistischen Gruppe Assembly<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Die wichtigere Frage f\u00fcr uns als Revolution\u00e4re und Internationalisten ist, wie wir als Arbeiterklasse den Widerstand gegen diesen Krieg verbreiten und uns mit denjenigen unserer Klasse solidarisieren, die unter Beschuss stehen, um f\u00fcr die Interessen des Kapitals zu sterben? Def\u00e4tismus ist kein Pazifismus, das kann er sich nicht leisten \u2013 er ist eine aktive Verteidigung der Gemeinschaft und Widerstand gegen die Idee des kapitalistischen Sieges oder des kapitalistischen Friedens.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><i>Der Frieden, den sie sich vorstellen, wenn die Waffenindustrie und das Kapital ihn jemals zulassen, ist bereits als eingefrorener oder andauernder milit\u00e4rischer Konflikt vordefiniert. Eine unerbittliche Profitm\u00fchle, die die K\u00f6rper der Arbeiter <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Arbeiterinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> zermahlt, um die Macht des vom Westen unterst\u00fctzten Million\u00e4rs Zelensky und des kleptokratischen Diktators Putin zu st\u00e4rken.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/08\/02\/zadna-valka-zadny-mir\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Kein Krieg! Kein Frieden!<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 4:<\/b><\/span> <span lang=\"de-DE\"><i>Die ukrainische Bev\u00f6lkerung wird von einer gut bewaffneten russischen Armee unter Beschuss genommen, so dass eine Verteidigung ohne Waffenunterst\u00fctzung durch die Regierungen der NATO und der Europ\u00e4ischen Union nicht m\u00f6glich sein wird.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Die milit\u00e4rische Invasion von Putins Imperialismus kann und muss mit anderen Mitteln als Krieg bek\u00e4mpft werden. Das Problem mit dem Pro-Kriegs-Argument ist, dass es die Verteidigung gegen eine imperiale Aggression auf nur eine Option reduziert, und zwar die riskanteste: eine frontale milit\u00e4rische Auseinandersetzung. Es ber\u00fccksichtigt in keiner Weise die M\u00f6glichkeit der Zersetzung der Streitkr\u00e4fte von innen heraus, direkt durch diejenigen, die f\u00fcr die Zwecke des Krieges rekrutiert werden. In allen Kriegen gibt es fr\u00fcher oder sp\u00e4ter nicht nur Tendenzen zur Desertation\/<\/span><span lang=\"de-DE\">Fahnenflucht<\/span><span lang=\"de-DE\">, sondern auch verschiedene Arten von Sabotage durch einfache Soldaten, die einfach nicht mehr daran glauben, dass es einen legitimen Grund f\u00fcr ihren Einsatz gibt. Die Sabotage, die auftritt, erfordert keine teuren Ressourcen oder schweren Waffen. Doch ihre zerst\u00f6rerische Wirkung kann monstr\u00f6se Milit\u00e4rmaschinen au\u00dfer Gefecht setzen oder das Vorr\u00fccken von Armeeeinheiten erheblich verz\u00f6gern. Diese Sabotageakte sind gerade deshalb so einfach durchzuf\u00fchren, weil sie direkt von Mitgliedern milit\u00e4rischer Einheiten ausgef\u00fchrt werden, die in der Regel relativ leicht Zugang zu verwundbaren Stellen in Kriegsger\u00e4t und Infrastruktur haben. Manchmal reicht es aus, eine einzige Nuss in den Antriebsstrang zu werfen.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Das Problem bleibt, dass zu viel Aufwand in die Kriegspropaganda gesteckt wird, die alle russischen Soldaten als fanatische Anh\u00e4nger des Putin-Regimes darstellt. Obwohl immer wieder Informationen \u00fcber russische Soldaten durchsickern, die nicht mehr in den Krieg ziehen wollen, werden nur sehr wenige Ressourcen in die Agitation und Vernetzung gesteckt, um sie zur Fahnenflucht zu bewegen und die Kriegsanstrengungen zu sabotieren. Wenn es unz\u00e4hlige Initiativen zur Unterst\u00fctzung ziviler Fl\u00fcchtlinge gibt, sollte es auch genug geben, um Deserteure und Saboteure zu sch\u00fctzen. Solange der Geist der Kriegspropaganda alle Soldaten als loyale Fu\u00dfsoldaten des Staates ansieht, wird es f\u00fcr die einfachen Soldaten kaum einen Anreiz zur Sabotage geben.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Wir k\u00f6nnen uns ein Beispiel an den Makhnovisten nehmen, die in den Reihen der gegnerischen Armeen (sowohl der wei\u00dfen als auch der roten) Unruhe stifteten und so die H\u00e4ufigkeit von Fahnenflucht, \u00dcberl\u00e4ufen, Verbr\u00fcderung, Sabotage oder dem Aufhetzen der eigenen Reihen <\/span><span lang=\"de-DE\">gegen die <\/span><span lang=\"de-DE\">Offiziere erh\u00f6hten. Wie einfach und effektiv interne Sabotagetaktiken sind, zeigt das Beispiel der Sabotage im US-Milit\u00e4r w\u00e4hrend des Vietnamkriegs.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Um aus dem Text <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Khaki Rebels<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> zu zitieren: <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Die Subversion der amerikanischen Streitkr\u00e4fte w\u00e4hrend des Vietnamkriegs:<\/i><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Eine \u00e4u\u00dferst n\u00fctzliche Taktik war Sabotage. Am 26. Mai 1970 bereitete sich die USS Anderson darauf vor, von San Diego nach Vietnam auszulaufen. Doch jemand hatte Muttern, Bolzen und Spannglieder in das Hauptgetriebe geworfen. Dadurch kam es zu einer gr\u00f6\u00dferen Fehlfunktion, die einen Schaden von Tausenden von Dollar verursachte, und die Abfahrt wurde um mehrere Wochen verz\u00f6gert. Mehrere Matrosen wurden zwar angeklagt, aber aus Mangel an Beweisen wurde der ganze Fall vom Tisch gefegt. Als die Beteiligung der Marine am Krieg eskalierte, stieg auch die Zahl der Sabotageakte. Im Juli 1972 machten Sabotageakte zwei Flugzeugtr\u00e4ger der Navy innerhalb von drei Wochen funktionsunf\u00e4hig. Am 10. Juli brach in den Admiralsquartieren und der Radarstation der USS Forestall ein gro\u00dfes Feuer aus, das einen Schaden von mehr als 7 Millionen Dollar verursachte. Dadurch verz\u00f6gerte sich der Einsatz des Schiffes um zwei Monate und ein paar Tage. Ende Juli dockte die USS Ranger in Alameda, Kalifornien, an. Wenige Tage bevor das Schiff nach Vietnam auslaufen sollte, wurden ein Farbabstreifer und zwei 12-Zoll-Bolzen im Untersetzungsgetriebe des vierten Motors gefunden, die einen Schaden von fast 1 Million Dollar verursachten und den Einsatz wegen umfangreicher Reparaturen um dreieinhalb Monate verz\u00f6gerten. Der angeklagte Seemann wurde freigesprochen. In anderen F\u00e4llen warfen Seeleute wieder alle m\u00f6glichen Ger\u00e4te auf See \u00fcber Bord.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kknihovna.wordpress.com\/2011\/02\/23\/khaki-rebelove-podvraceni-americkych-ozbrojenych-sil-za-vietnamske-valky\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Der NATO geht es nicht um mehr oder weniger Freiheit f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung der Ukraine, sondern um geopolitische Verteidigungslinien, M\u00e4rkte und Einflusssph\u00e4ren, f\u00fcr die sie bereit ist, Milliarden von Euro und R\u00fcstungsg\u00fcter zu investieren.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/subverze.noblogs.org\/post\/2022\/07\/23\/proti-valce-a-vojenske-mobilizaci-predbezne-poznamky-k-invazi-na-ukrajinu\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Gegen Krieg und milit\u00e4rische Mobilmachung: Vorbemerkungen zum Einmarsch in die Ukraine<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 5:<\/b><\/span> <span lang=\"de-DE\"><i>Anarchisten <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Anarchistinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> in der Ukraine k\u00f6nnen nur k\u00e4mpfen, indem sie sich der Armee anschlie\u00dfen, weil es keine Massenbewegung der Arbeiter <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Arbeiterinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> gibt, die die Mittel und Kapazit\u00e4ten f\u00fcr anarchistische Organisationsformen hat.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Nach dieser Logik k\u00f6nnten wir argumentieren, dass Arbeiterinnen und Arbeiter \u00fcberall zu den Wahlen gehen, parlamentarischen Parteien beitreten und die Polizei und die Gerichte bitten sollten, Streitigkeiten mit den Arbeitgebern zu schlichten, bis sie die F\u00e4higkeit haben, dem gesamten bourgeoisen demokratischen System ihre eigenen Formen der Massenorganisation entgegenzusetzen. Das ist Bl\u00f6dsinn. Es ist so, als w\u00fcrde man uns sagen, dass wir uns heute in der Ukraine mit dem Staat verb\u00fcnden m\u00fcssen, um ihn irgendwann sp\u00e4ter zu bek\u00e4mpfen.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Tats\u00e4chlich besteht das Machtungleichgewicht zwischen dem Staat und den Arbeitern <\/span><span lang=\"de-DE\">und Arbeiterinnen <\/span><span lang=\"de-DE\">auch in L\u00e4ndern, in denen es Massenbewegungen der Arbeiterklasse gibt. Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> k\u00f6nnen nicht darauf warten, dass sich das Machtgleichgewicht zu ihren Gunsten verschiebt. Gerade indem sie jeden Tag au\u00dferhalb der staatlichen Strukturen und trotz dieser k\u00e4mpfen, k\u00f6nnen sie das Kr\u00e4ftegleichgewicht ver\u00e4ndern. Sich auf B\u00fcndnisse mit dem Staat zu verlassen, hilft dagegen, die Position des Staates zu festigen. Au\u00dferdem geschieht dies mit Hilfe derer, die sich vielleicht sogar gegen ihn definieren, aber nur rhetorisch, nicht praktisch.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> haben schon immer argumentiert, dass die Mittel dem Zweck entsprechen m\u00fcssen. Nicht-staatsbildende Ziele k\u00f6nnen nicht durch staatsbildende Strukturen erreicht werden. Eine Massenbewegung kann nicht aufgebaut werden, indem man die Arbeiterinnen und Arbeiter dazu auffordert, sich mit den Organen des Staates zu verb\u00fcnden, denn dadurch werden sie lernen, diese Organe zu akzeptieren und zu unterst\u00fctzen, anstatt sich gegen sie zu definieren und sie zu untergraben. Mit jedem B\u00fcndnis mit dem Staat l\u00e4hmen die Arbeiterinnen und Arbeiter allm\u00e4hlich die Tendenz, sich auf ihre eigene Kraft und ihre Ressourcen zu verlassen. Sie verlieren den Glauben daran, dass sie durch Selbstorganisation etwas erreichen k\u00f6nnen und n\u00e4hren damit den Glauben, dass sie ohne die Hilfe des Staates machtlos sind.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Das n\u00e4chste Kapitel k\u00f6nnte dann eine Auflistung all der Zugest\u00e4ndnisse sein, die wir machen m\u00fcssten, damit ein solches B\u00fcndnis zustande kommt, w\u00e4hrend der Staat nur ein geringes Zugest\u00e4ndnis im Sinne von \u201eIch dulde dich vor\u00fcbergehend\u201c macht. Aber er gibt keine Garantie daf\u00fcr, dass sich dieses Zugest\u00e4ndnis nicht in eine Tendenz des \u201eIch brauche euch nicht mehr\u201c verwandelt, wenn er mit Hilfe der Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> seine Ziele erreicht. \u201eAlso kann und will ich euch als potenzielle Gegner jetzt ausschalten.\u201c<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Putin versucht, seine autokratische Herrschaft auszuweiten und jeden Widerstand oder jede Rebellion sowohl innerhalb als auch au\u00dferhalb der russischen Grenzen zu zerschlagen. Nur wenn jetzt alle westlichen Demokraten im Chor von der Verteidigung der Freiheit und des Friedens singen, ist das organisierte Heuchelei: Es sind dieselben Demokraten, deren \u201eFriedenseins\u00e4tze\u201c oder Angriffskriege, Drohnen, Bomben und Besatzung koloniale Macht- und Ausbeutungsverh\u00e4ltnisse durchsetzen, Diktatoren und Folterknechten Waffen liefern und direkt oder indirekt f\u00fcr die Massaker an Fl\u00fcchtlingen und Rebellen verantwortlich sind.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/subverze.noblogs.org\/post\/2022\/07\/23\/proti-valce-a-vojenske-mobilizaci-predbezne-poznamky-k-invazi-na-ukrajinu\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Gegen Krieg und milit\u00e4rische Mobilisierung: Vorbemerkungen zum Einmarsch in die Ukraine<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Beispiele f\u00fcr praktische Ma\u00dfnahmen, die Anarchisten <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Anarchistinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> gegen den Krieg ergreifen k\u00f6nnen, sind der Kampf gegen kriegsbef\u00fcrwortende Propaganda, Arbeitsk\u00e4mpfe, Sabotage, die Unterst\u00fctzung von Fl\u00fcchtlingen, gegenseitige Hilfe und der Kampf gegen das System der Einwanderungskontrolle, das Menschen daran hindert, die Kriegsgebiete zu verlassen und sich niederzulassen, wo immer sie wollen, und sie im Gegenzug dazu zwingt, sich auf Menschenh\u00e4ndler zu verlassen.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/07\/01\/anarchismus-nacionalismus-valka-a-mir\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Anarchismus, Nationalismus, Krieg und Frieden<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote3sym\" name=\"sdfootnote3anc\"><sup>3<\/sup><\/a><\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 6:<\/b><\/span> <span lang=\"de-DE\"><i>Indem sie sich nicht am Krieg beteiligt, gibt die Arbeiterklasse die Waffen auf, mit denen sie sich selbst verteidigen kann.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Die Weigerung, den bourgeoisen Krieg zu unterst\u00fctzen, bedeutet nicht, die Waffen aufzugeben. Aber es ist wichtig, die strategische Frage zu beantworten, gegen wen und wie die Waffen eingesetzt werden sollen. In diesem Krieg werden sie gegen einen derzeit aggressiveren imperialen Block zur Verteidigung eines anderen imperialen Blocks eingesetzt. Die Arbeiterklasse wird in den Krieg hineingezogen und erleidet dabei die gr\u00f6\u00dften Verluste. Ein solcher Einsatz von Waffen ist kontraproduktiv.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Aber wenn sich die Waffen gegen die Bourgeoisie, die Armeeoffiziere oder die Strukturen der Staatsmacht (sowohl in Russland als auch in der Ukraine) richten, haben wir kein Problem damit. Gl\u00fccklicherweise gibt es auch solche F\u00e4lle auf beiden Seiten der Kriegslinie. Wenn die Arbeiterklasse Blut vergie\u00dft, dann nur f\u00fcr ihre eigenen Interessen, was nicht dasselbe ist wie das Bluten f\u00fcr das Vaterland, die Nation, die Demokratie oder den bourgeoisen Reichtum.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Der ukrainische Staat sorgt daf\u00fcr, dass die Streitkr\u00e4fte unter dem zentralen Kommando seiner Beh\u00f6rden und seiner Armee stehen, dem sich selbst jene \u201eAnarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\">\u201c unterwerfen, die kopf\u00fcber in militaristische Tendenzen verfallen sind. Es ist davon auszugehen, dass der ukrainische Staat selbst dann, wenn die russische Armee milit\u00e4risch besiegt wird, versuchen wird, die Bev\u00f6lkerung zu entwaffnen, die sich jetzt unter dem wachsamen Auge der staatlichen Beh\u00f6rden bewaffnet. Wenn ein Staat in der Vergangenheit Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> erlaubt hat, sich in gr\u00f6\u00dferem Umfang zu bewaffnen, hat er sp\u00e4ter alles getan, um sie zu entwaffnen. Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> haben mehr als einmal die Rolle von n\u00fctzlichen Idioten gespielt, die zun\u00e4chst f\u00fcr die Interessen des Staates und der Bourgeoisie k\u00e4mpften, die sie f\u00e4lschlicherweise als die Interessen der Arbeiterklasse definierten, um dann, nachdem sie ihre K\u00e4mpfe ausgefochten hatten, in Gef\u00e4ngnissen und Folterkammern, vor den Gerichten und auf den Hinrichtungspl\u00e4tzen eben jener Institutionen zu landen, die sie mit Waffen versorgt hatten.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Angesichts der Schrecken des Krieges kann man leicht den Fehler machen, hilflos nach Frieden zu rufen. Aber kapitalistischer Frieden ist kein Frieden. Ein solcher \u201eFrieden\u201c ist in Wirklichkeit ein anders angek\u00fcndigter Krieg gegen die <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Arbeiterinnen und <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Arbeiter. In dieser Situation bedeutet eine konsequente antimilitaristische Position, direkte Anstrengungen zu unternehmen, um den kapitalistischen Krieg zu beenden (\u2026)<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><i>Da es die Aufgabe aller Revolution\u00e4re ist, gegen ihre herrschende Klasse und deren militaristische Verbrechen w\u00e4hrend der kapitalistischen Kriege zu k\u00e4mpfen, wird sich die Anarcho-Syndikalistische Initiative in diesem Zusammenhang weiterhin auf den Widerstand gegen alle imperialistischen und kapitalistischen Kr\u00e4fte in Serbien konzentrieren, von denen die NATO derzeit den st\u00e4rksten Einfluss hat. Wir werden auch gegen alle Versuche k\u00e4mpfen, die Neutralit\u00e4t nicht zu wahren und in allen Kriegen, die gegen die Menschen auf der Welt gef\u00fchrt werden, Partei zu ergreifen.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><i>Gleichzeitig rufen wir die Soldatinnen und Soldaten aller Kriegf\u00fchrenden auf, die Befehle ihrer Offiziere zu verweigern und die Kontrolle aller kapitalistischen Armeen unm\u00f6glich zu machen. Wir rufen die Menschen in den kriegf\u00fchrenden L\u00e4ndern auf, sich dem Krieg zu widersetzen und die Kriegsanstrengungen \u201eihrer\u201c L\u00e4nder so weit wie m\u00f6glich zu sabotieren.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/osip.cz\/prohlaseni-srbskych-odboraru-z-asi-map-k-valce-na-ukrajine-promente-kapitalisticke-valky-v-revoluci-pracujicich\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Anarchosyndikalistische Initiative, Sektion der Internationalen Arbeiterassoziation (Anarchosyndicalist Initiative \u2013 International Workers\u2018 Association)<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Wenn ukrainische Anarchisten <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Anarchistinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> sich jetzt entscheiden, sich mit Waffen zu verteidigen \u2013 um sich selbst und ihre Angeh\u00f6rigen zu verteidigen, nicht den ukrainischen Staat \u2013 dann stehen wir solidarisch hinter ihnen. Aber eine anarchistische Haltung gegen den Krieg, selbst gegen den imperialistischen Angriffskrieg, darf nicht zu einer Verteidigung des Staates und seiner Demokratie ausarten oder dazu f\u00fchren, dass wir zu seinen Handlangern werden. Wir w\u00e4hlen nicht die Seite des geringeren \u00dcbels oder die der demokratischeren Herrscher, denn auch diese Demokratien sind nur an der Ausweitung ihrer Macht interessiert und bauen ebenfalls auf Unterdr\u00fcckung und Imperialismus auf.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/subverze.noblogs.org\/post\/2022\/07\/23\/proti-valce-a-vojenske-mobilizaci-predbezne-poznamky-k-invazi-na-ukrajinu\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Gegen Krieg und milit\u00e4rische Mobilisierung: Vorbemerkungen zum Einmarsch in die Ukraine<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Die Anarchisten <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Anarchistinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> sind nicht gegen den Militarismus, weil sie alle Pazifisten sind. Sie haben nichts gegen das Symbol der Waffe, und ebenso wenig k\u00f6nnen sie eine Verurteilung des bewaffneten Kampfes im Generellen akzeptieren, um hier diesen streng technischen Begriff zu gebrauchen, der eine ausgedehnte Betrachtung verdienen w\u00fcrde. Sie sind hingegen v\u00f6llig einverstanden mit einem bestimmten Gebrauch der Waffen\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/anarchistischebibliothek.org\/library\/alfredo-m-bonanno-wie-ein-dieb-in-der-nacht\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a> <span lang=\"de-DE\">(A.d.\u00dc., auf Deutsch)<\/span><span lang=\"de-DE\"><b>: Alfredo M. Bonanno in \u201eWie ein Dieb in der Nacht\u201c.<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Indem wir die Analyse unserer effektiven Kriegsf\u00fchrungsoptionen auf die Spitze treiben, geben wir das antimilitaristische Engagement und das Problem des Krieges nicht auf; im Gegenteil, wir sind in der Lage, eine viel pr\u00e4zisere und aussagekr\u00e4ftigere Antwort, einen Hinweis und ein viel detaillierteres Projekt der Intervention zu geben, als es derzeit der Fall ist, wenn wir lediglich die theoretischen \u00dcbertreibungen der herrschenden Klasse und billige Schw\u00e4tzer eines humanistischen Maximalismus propagieren, den jeder teilen kann(\u2026)\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/www.edizionianarchismo.net\/library\/riccardo-d-este-la-guerra-e-il-suo-rovescio\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a> <span lang=\"de-DE\">(A.d.\u00dc., auf Italienisch)<\/span><span lang=\"de-DE\"><b>: Krieg und seine Kehrseite \u2013 Alfredo Maria Bonanno<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 7: Die <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Beteiligung der ukrainischen Bev\u00f6lkerung am Krieg wurde durch den Einmarsch der russischen Truppen erzwungen.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Die ukrainische Bev\u00f6lkerung hatte die Wahl, aber einige entschieden sich daf\u00fcr, in den Krieg einzutreten, indem sie sich verschanzten und ihr Gebiet verteidigten. Niemand hat diese Entscheidung f\u00fcr diese Menschen getroffen. Die Entscheidung h\u00e4ngt mit der starken patriotischen und nationalistischen Tendenz der ukrainischen Bev\u00f6lkerung zusammen und nicht damit, dass sie durch die Umst\u00e4nde gezwungen wurde und es keine andere M\u00f6glichkeit gab. Kurz gesagt, die ukrainischen Nationalisten ziehen es vor, das patriotische Sterben an der Kriegsfront zu w\u00e4hlen, anstatt einen weniger riskanten, aber effektiven Kampf von Positionen au\u00dferhalb des \u201eHeimatlandes\u201c oder innerhalb des Landes zu f\u00fchren, aber anders als durch eine frontale milit\u00e4rische Auseinandersetzung.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Anstelle einer milit\u00e4rischen Niederlage, die zu viele Opfer erfordert, kann ein anderer Widerstand gegen das Imperium mit weniger Opfern organisiert werden. Wir k\u00f6nnen Widerstand leisten, ohne unn\u00f6tig an der Kriegsfront zu sterben.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Wir lesen Berichte dar\u00fcber, wie viel Geld die Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> gesammelt haben, um milit\u00e4rische Ausr\u00fcstung f\u00fcr ukrainische Soldaten zu kaufen. Wir fragen uns, wie viele erfolgreiche direkte Aktionen gegen den Krieg h\u00e4tten durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen, wenn diese Gelder nicht von der Kriegsmaschinerie verschluckt worden w\u00e4ren? Selbst von Orten, die so weit von der Front entfernt sind wie zum Beispiel Dresden, ist es m\u00f6glich, der russischen Armee, der \u00d6konomie und der B\u00fcrokratie Schl\u00e4ge zu versetzen. Es ist frustrierend zu sehen, wie Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> ihre Ressourcen in das Milit\u00e4r stecken, statt in Aktivit\u00e4ten, die den Krieg sabotieren, blockieren und untergraben.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Die Gr\u00f6\u00dfe der ukrainischen Armee <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>UMFASST<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> fast eine Million Menschen, und ein paar Dutzend K\u00e4mpfer der Black Flag<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote4sym\" name=\"sdfootnote4anc\"><sup>4<\/sup><\/a> sind ein Tropfen auf den hei\u00dfen Stein, die nichts anderes als ihre eigene Vergeblichkeit und Hilflosigkeit demonstrieren k\u00f6nnen.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/09\/13\/rozhovor-s-ukrajinskou-anarchistickou-skupinou-assembly\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Interview mit der ukrainischen anarchistischen Gruppe Assembly<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Russlands Einmarsch in die Ukraine ist ein Angriffskrieg, der die autorit\u00e4re Innenpolitik Russlands fortsetzt und auf eine Machtergreifung abzielt, die ideologisch an die vor-sowjetische, zaristische Zeit ankn\u00fcpft. Der Krieg ist auch Teil des kapitalistischen Wettbewerbs um Hegemonie, Marktanteile und Einflusssph\u00e4ren zwischen den globalen Machtbl\u00f6cken Russland, China, den USA und der EU. Auch die geostrategischen Ziele der NATO werden von dieser Wettbewerbslogik geleitet. Es handelt sich um ein internationales Milit\u00e4rb\u00fcndnis, das seine eigenen Interessen vertritt. Letztlich handelt es sich um ein Milit\u00e4rb\u00fcndnis von Staaten und nicht um eine demokratische Institution der \u201eFreiheit\u201c, wie sie derzeit erkl\u00e4rt wird. Es gab und gibt keine \u201ehumanit\u00e4ren\u201c Kriege. Es gibt nur Kriege. Und auf dieser Ebene des Konflikts k\u00f6nnen soziale Bewegungen nur verlieren. Der Hauptfeind steht daher immer im eigenen Land.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/zdola.org\/solidarita-s-dezertermi-a-emancipacnymi-protestnymi-hnutiami\/#more-784\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Solidarit\u00e4t mit Deserteuren und emanzipatorischen Protestbewegungen!<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Das aus der Ferne projizierte Grauen des Krieges l\u00f6st unweigerlich Wellen der Wut, des Mitleids, des Bedauerns und des Gef\u00fchls der Ohnmacht aus, die unsere Bosse und ihre Staaten selbst ausnutzen, um jeden erwachenden Widerstand in eine Sackgasse der N\u00e4chstenliebe zu lenken. Sie manipulieren uns zu falschen parteiischen Entscheidungen zugunsten der einen oder anderen Kriegspartei. Das ist der wahre Nebel des Krieges, der versucht, uns f\u00fcr das zu blenden, was offensichtlich sein sollte \u2013 die Bosse auf beiden Seiten sind unsere Feinde, weil die <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Arbeiterinnen und <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Arbeiter beider Seiten in Erwartung unserer Klassensolidarit\u00e4t in Aktion leiden und sterben.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/06\/24\/revolucni-defetismus\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Revolution\u00e4rer Def\u00e4tismus<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 8:<\/b><\/span> <span lang=\"de-DE\"><i>Indem man sich auf ukrainischer Seite in den Krieg einmischt, verteidigt man die Interessen der Arbeiterklasse in der ukrainischen Region.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Fragen wir uns, was milit\u00e4rische Operationen tats\u00e4chlich retten. Wir haben bereits erw\u00e4hnt, wie problematisch die Behauptung ist, dass es sich um Menschenleben handelt. Als n\u00e4chstes k\u00f6nnten wir uns mit den materiellen Einrichtungen befassen, die durch Beschuss und Bombardierung zerst\u00f6rt werden. F\u00fcr diejenigen, die in der Ukraine arbeiten, sind das vor allem H\u00e4user, Wohnungen, Kulturzentren, Gesch\u00e4fte, die Infrastruktur des st\u00e4dtischen Verkehrs und andere Dienstleistungen. All das ist meist im Besitz der Bourgeoisie oder des Staates und dient der Anh\u00e4ufung von Profiten, die aus den Arbeitern <\/span><span lang=\"de-DE\">und Arbeiterinnen<\/span><span lang=\"de-DE\">, die es nutzen, herausgepresst werden. Selbst wenn sie zum Teil dazu dienen, die Bed\u00fcrfnisse der Arbeiter <\/span><span lang=\"de-DE\">und Arbeiterin<\/span><span lang=\"de-DE\">nen<\/span><span lang=\"de-DE\"> zu befriedigen, geschieht dies auf der Grundlage ausbeuterischer Prinzipien.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Wir haben Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Situationen, in denen Milizion\u00e4re im spanischen B\u00fcrgerkrieg f\u00fcr die Rettung von Geb\u00e4uden und Infrastruktur unter der Kontrolle der Arbeiter <\/span><span lang=\"de-DE\">und Arbeiterin<\/span><span lang=\"de-DE\">nen<\/span><span lang=\"de-DE\"> gek\u00e4mpft haben. Aber warum sollten Arbeiter <\/span><span lang=\"de-DE\">und Arbeiterinnen <\/span><span lang=\"de-DE\">in der Ukraine sterben, um bourgeoises Eigentum und vom Staat verwaltete Gebiete zu retten? Die Arbeiter <\/span><span lang=\"de-DE\">und Arbeiterinnen <\/span><span lang=\"de-DE\">der Ukraine besitzen und verwalten nur einen winzigen Prozentsatz des lokalen Reichtums. Wir glauben, dass die internationale Solidarit\u00e4t einen angemessenen Ausgleich f\u00fcr die Einrichtungen bieten kann, die den Arbeitern <\/span><span lang=\"de-DE\">und Arbeiterinnen <\/span><span lang=\"de-DE\">durch den Krieg genommen wurden. Wir verstehen, wie schwer es ist, das aufzugeben, was wir als Zuhause und Lieblingspl\u00e4tze betrachten. Aber unser Leben f\u00fcr die Verteidigung solcher Orte aufs Spiel zu setzen, scheint uns ein unangemessenes Opfer zu sein, vor allem wenn wir wissen, dass es sich dabei haupts\u00e4chlich um die Verteidigung des Eigentums der Kapitalisten handelt, an dessen Verwaltung die Arbeiter <\/span><span lang=\"de-DE\">und Arbeiterinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> nur einen geringen Anteil haben.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Andere Objekte, die verteidigt werden, sind Industrie-, Produktions- und Lagergeb\u00e4ude sowie landwirtschaftliche Felder, Bergbau- und Bauunternehmen. Diese Orte werden in der Regel von Arbeitern <\/span><span lang=\"de-DE\">und Arbeiterinnen <\/span><span lang=\"de-DE\">besetzt, und schon lange vor dem Krieg sind viele ukrainische Arbeiter <\/span><span lang=\"de-DE\">und Arbeiterinnen <\/span><span lang=\"de-DE\">von dort auf der Suche nach einem besseren Leben in andere L\u00e4nder geflohen. Welches Interesse haben die Arbeiter <\/span><span lang=\"de-DE\">und Arbeiterinnen <\/span><span lang=\"de-DE\">daran, diese Orte zu verteidigen, die direkt mit ihrem Elend verbunden sind, Orte, an denen sie ausgebeutet, gedem\u00fctigt und <\/span><span lang=\"de-DE\">fertiggemacht<\/span><span lang=\"de-DE\"> werden?<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Der Krieg zielt auch darauf ab, das bestehende politische und \u00f6konomische Establishment zu verteidigen, d. h. die besondere kapitalistische Form, die von der Ausbeutung der Arbeiter, <\/span><span lang=\"de-DE\">Arbeiterinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> und der Herrschaft des Staates \u00fcber die Bev\u00f6lkerung abh\u00e4ngt. Dieser Krieg zielt auf nichts anderes ab als auf das Funktionieren des Kapitalismus, und es liegt nicht im Interesse der Arbeiter <\/span><span lang=\"de-DE\">und der Arbeiterinnen<\/span><span lang=\"de-DE\">, ihr eigenes Blut zur Verteidigung einer solchen Einrichtung zu vergie\u00dfen.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Wir sagen nicht, dass die ukrainischen Arbeiter <\/span><span lang=\"de-DE\">und Arbeiterinnen <\/span><span lang=\"de-DE\">durch einen Krieg nichts retten k\u00f6nnen, was f\u00fcr sie von Bedeutung ist. Wir sehen nur, dass der Krieg viel mehr darauf ausgerichtet ist, bourgeoises Eigentum und Privilegien sowie die Infrastruktur der Staatsmacht zu sch\u00fctzen. Und das ist nicht wirklich im Interesse der Arbeiterinnen und Arbeiter. Wir sagen ja zur Verteidigung des Lebens und des pers\u00f6nlichen Hintergrunds der Arbeiterklasse. Wir sagen Nein zum Sterben und Verst\u00fcmmeln bei der Verteidigung von bourgeoisem Eigentum und Privilegien. Im Fall des Krieges in der Ukraine wird vor allem Letzteres verteidigt.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Gl\u00fccklicherweise oder ungl\u00fccklicherweise sind wir das einzige anarchistische Kollektiv in der Ukraine, dessen Stimme in diesen sechs schrecklichen Monaten deutlich gewachsen ist. Wahrscheinlich, weil wir den Arbeitern <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Arbeiterinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> in ihrer t\u00e4glichen Konfrontation mit Bossen oder Beamten n\u00fctzliche Informationen zur Verf\u00fcgung stellen <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>sowie<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> unsere Position in der Verurteilung der beiden kriegf\u00fchrenden Staaten. Der Aggressor begeht einen offenen Genozid an allen Ukrainern und das \u201ekleine leidende demokratische Opfer\u201c h\u00e4lt die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung als Geisel, um im Ausland noch mehr blutige Bilder zu zeigen und mehr Geld zu verlangen. Es beraubt seine Untertanen mit allen Mitteln, w\u00e4hrend noch keine einzige russische Rakete in das Regierungsviertel eingeschlagen ist. Wir sind ganz auf der Seite derer, die in diesem trostlosen Loch ohne klare Zukunft nichts zu verteidigen haben.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/09\/13\/rozhovor-s-ukrajinskou-anarchistickou-skupinou-assembly\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Interview mit der ukrainischen anarchistischen Gruppe Assembly<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Wir sind keine Experten in Geopolitik, nicht einmal Amateure; wir sind keine Experten f\u00fcr Energiereserven, Industrie oder Landwirtschaft. In Wirklichkeit sind wir Experten in so gut wie nichts, nur in unserem Handwerk und unserer Arbeit als die Arbeiter <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Arbeiterinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>, die wir sind. Und genau DAS gibt uns die Legitimation, den Krieg gegen uns in der Realit\u00e4t der Arbeiterklasse zu verunglimpfen. Denn dabei geht es, auch wenn sie uns etwas anderes erz\u00e4hlen, nicht um die Heimat oder gar um historische Gebiete, sondern um den Kapitalismus und den versch\u00e4rften Hass dieses Systems gegen die Menschen, einen Hass, der aus dem Wunsch entsteht, immer mehr Geld zu verdienen und immer mehr Macht zu erlangen. Sie k\u00f6nnen uns erz\u00e4hlen, dass der eine oder andere der B\u00f6sewicht ist, aber die Realit\u00e4t ist viel einfacher: Die Realit\u00e4t ist wieder das, worunter die Arbeiterklasse leidet, unabh\u00e4ngig von ihrer Nationalit\u00e4t: Tod, Leid, Emigration\u2026\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/osip.cz\/prohlaseni-spanelskych-odboru-cnt-map-ne-valce-ne-militarismu-proti-kazdemu-imperialismu\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Confederaci\u00f3n Nacional del Trabajo \/ <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b>CNT-AIT<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Putin ist nicht zum Wohle der russischen Arbeiter <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Arbeiterinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> in die Ukraine einmarschiert. Weder die USA, noch Europa, noch die NATO haben Truppen vor der Nase Russlands im Interesse der ukrainischen Arbeiter<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> und Arbeiterinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> oder im Interesse der europ\u00e4ischen und amerikanischen Arbeiter <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Arbeiterinnen <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>stationiert. Die Ausweitung der NATO auf die Ukraine oder irgendwo anders ist kapitalistischer Militarismus und feindlich gegen\u00fcber den Interessen der Arbeiter <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Arbeiterinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>. Genauso wie die russische Milit\u00e4roffensive kapitalistischer Militarismus ist und sich gegen alle Arbeiter <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Arbeiterinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> richtet. Die NATO-Pr\u00e4senz in der Ukraine oder die russische Invasion in der Ukraine sind Pl\u00e4ne, die zu Gunsten der Kapitalisten der Welt enden. Das Blut und die Leben der einfachen Menschen gehen dabei verloren. Unsere H\u00e4user werden ruiniert, aber sie machen ihre Profite. \u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/07\/21\/antimilitaristicke-prohlaseni-delniku-z-haft-tappeh-iran\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Antimilitaristische Erkl\u00e4rung von Arbeitern aus Haft Tappeh (Iran)<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote5sym\" name=\"sdfootnote5anc\"><sup>5<\/sup><\/a><\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Wenn wir den von der Regierung kontrollierten Teil der Ukraine mit den EU-L\u00e4ndern vergleichen\u2026 Ob ihr es glaubt oder nicht, selbst das historische Zentrum einer typischen ukrainischen Stadt, einschlie\u00dflich unserer, kann viel weniger bev\u00f6lkert sein als die westlichen Slums. Wir haben hier nichts zu verteidigen, au\u00dfer die Throne der Beh\u00f6rden und die Gebiete der Konzerne. Deshalb haben unsere Beamten so viel Angst davor, dass die Menschen freiwillig gehen: In der Armee zu dienen, um die Plantagen der Oligarchie zu verteidigen, ist f\u00fcr viele Soldaten nicht die erstrebenswerteste Option, aber das einzige verf\u00fcgbare Einkommen unter diesen Bedingungen.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/09\/13\/rozhovor-s-ukrajinskou-anarchistickou-skupinou-assembly\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Interview mit der ukrainischen anarchistischen Gruppe Assembly<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 9: Eine<\/b><\/span> <span lang=\"de-DE\"><i>offene Diktatur ist ein weniger g\u00fcnstiges Terrain f\u00fcr Selbstorganisation als die liberale Demokratie, f\u00fcr die die Ukraine k\u00e4mpft.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Diese Behauptung ist rein spekulativ. Es l\u00e4sst sich nicht nachweisen, dass sich die Arbeiterklasse auf demokratischem Terrain mehr und besser organisieren wird als auf nicht-demokratischem Terrain. Wenn eine solche spekulative Argumentation im Rahmen einer Diskussion akzeptabel ist, kann sie nicht als Rechtfertigung f\u00fcr die Selbstaufopferung der Arbeiterklasse f\u00fcr den Krieg akzeptiert werden. Wie das Projekt Proletarchiv treffend bemerkt hat: <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>\u201eDas Proletariat in der Tschechischen Republik war in den letzten 30 Jahren nicht in der Lage, das Terrain der Demokratie zu nutzen, und in der Ukraine sollte das Proletariat f\u00fcr das vermeintliche demokratische Terrain (eine rein ideologische Idee) sterben.\u201c<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote6sym\" name=\"sdfootnote6anc\"><sup>6<\/sup><\/a><\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">In der Welt k\u00f6nnen wir verschiedene mehr oder weniger demokratische oder autorit\u00e4re Terrains sehen. An manchen Orten ist der Klassenkampf r\u00fcckl\u00e4ufig oder stagniert, an anderen entwickelt er sich qualitativ und quantitativ. Daraus zu schlie\u00dfen, dass es in Diktaturen automatisch zu einem Niedergang und in Demokratien zu einem Aufstieg kommt, ist sehr ungenau. In der Debatte ist eine solche Position lediglich das Ergebnis einer fehlerhaften Analyse. In der Praxis bedeutet sie jedoch das vergie\u00dfen des Blutes von Tausenden von Menschen, die durch eben diese fehlerhafte Analyse gerechtfertigt sind.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">F\u00fcr die liberale Demokratie mit der Begr\u00fcndung zu k\u00e4mpfen, dass wir ein besseres Terrain haben werden, ist so, als w\u00fcrde man sein Leben bei einer Lotteriewette riskieren, bei der es zwar die M\u00f6glichkeit eines gro\u00dfen Gewinns gibt, aber nichts das hohe Risiko eines tragischen Verlusts wie den Tod ausschlie\u00dft.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Was n\u00fctzt den toten Proletariern das demokratische Terrain?\u201c<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, stellt das Projekt <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Proletarchiv<\/i><\/span> <a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/06\/28\/zadnou-valku-krome-tridni-valky\/\"><span lang=\"de-DE\">treffend fest<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\">.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Um zu verstehen, warum manche den Militarismus als gerechtfertigt ansehen, um die ukrainische \u201aDemokratie\u2018 zu verteidigen, m\u00fcssen wir die Tendenz unter Anarchiste<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>n,<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> Anarchistinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> und Linken untersuchen, die implizit oder explizit gegen die westliche liberale Demokratie eingestellt sind. Diese Tendenz beruht auf der \u00dcberzeugung, dass die Bedingungen der kapitalistischen Klassenherrschaft, die die liberale Demokratie bietet, f\u00fcr den Befreiungskampf g\u00fcnstiger sind. Dies impliziert jedoch eine progressivistische Sicht der Geschichte, die die M\u00f6glichkeit der Anarchie ausschlie\u00dft. Anarchie ist die Untrennbarkeit von Mitteln und Zielen. Wie die Gef\u00e4hrten in At Daggers Drawn<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote7sym\" name=\"sdfootnote7anc\"><sup>7<\/sup><\/a> schrieben, bedeutet die Aufl\u00f6sung der L\u00fcgen der \u00dcbergangszeit (Diktatur vor Kommunismus, Macht vor Freiheit, L\u00f6hne vor \u00dcbernahme, Ergebnissicherheit vor Aktion, Forderungen nach Finanzierung vor Enteignung, \u201eethische Banken\u201c vor Anarchie usw.), dass die Revolte selbst eine andere Art ist, die Verh\u00e4ltnisse zu begreifen. Es gibt keinen Weg \u201evon der Demokratie zur Freiheit\u201c. Echte kollektive Befreiung <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>steht<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> nur <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>antagonistisch zur<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> liberalen Demokratie.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u2013 Anarchisten <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b>und Anarchistinnen<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b> in Oakland, San Francisco, New York und Pittsburgh<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Der ukrainische Staat seinerseits ist nicht \u201ebesser\u201c, \u201eweniger schlecht\u201c, weder mehr noch weniger \u201efaschistisch\u201c oder demokratisch als der russische Staat, da er sich nicht qualitativ, sondern nur quantitativ von letzterem unterscheidet, da er kleiner ist und \u00fcber weniger imperialistische Macht verf\u00fcgt, aber genauso bourgeois und antiproletarisch ist.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u2013 [Proletarios Revolucionarios] \u00dcber den revolution\u00e4ren Def\u00e4tismus und den proletarischen Internationalismus im aktuellen Russland-Ukraine\/NATO-Krieg<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote8sym\" name=\"sdfootnote8anc\"><sup>8<\/sup><\/a><\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Was die Kollektive angeht, die ihr erw\u00e4hnt, ist ihr Gejammer \u00fcber \u201eeine freie Ukraine, die die gesamte zivilisierte Welt verteidigt\u201c zu langweilig, um Zeit mit der Analyse zu verschwenden. Denjenigen, die sich aus dem Ausland gro\u00dfe Sorgen um die ukrainische Demokratie machen, k\u00f6nnen wir nur raten, auf ihre europ\u00e4ische\/amerikanische Staatsb\u00fcrgerschaft zu verzichten, eine ukrainische Aufenthaltskarte zu beantragen und schnell hierher zu ziehen, um das Leben zu genie\u00dfen!\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u2013 <\/b><\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/09\/13\/rozhovor-s-ukrajinskou-anarchistickou-skupinou-assembly\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Interview mit der ukrainischen anarchistischen Gruppe Assembly<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Als sozialrevolution\u00e4re Proletarier, Kommunisten, Anarchisten\u2026 haben wir absolut kein materielles Interesse daran, uns in irgendeiner Weise auf die Seite des kapitalistischen Staates und seiner Demokratie zu stellen, was auch immer das sein mag, auf die Seite unserer Klassenfeinde, auf die Seite unserer Ausbeuter, auf die Seite derer, die uns immer nur \u201eKugeln, Maschinengewehre und Gef\u00e4ngnis\u201c zur\u00fcckgeben, wenn wir k\u00e4mpfen und auf die Stra\u00dfe gehen, um unsere Menschlichkeit zu fordern. \u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/www.autistici.org\/tridnivalka\/manifest-internacionalistu-proti-kapitalisticke-valce-a-miru-na-ukrajine\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\">: <\/span><span lang=\"de-DE\"><b>Internationalistisches Manifest gegen <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b>den<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b> kapitalistischen Krieg und Frieden in der Ukraine\u2026<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote9sym\" name=\"sdfootnote9anc\"><sup>9<\/sup><\/a><\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 10:<\/b><\/span> <span lang=\"de-DE\"><i>Die Unterst\u00fctzung der ukrainischen Bev\u00f6lkerung wird oft mit dem Hinweis auf die Pr\u00e4senz rechtsextremer Kr\u00e4fte bestritten, die in dem Land gar nicht so stark sind.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Die blo\u00dfe Pr\u00e4senz von Neonazis und Neofaschisten in der Ukraine sollte kein Grund sein, sich nicht auf ukrainischer Seite in den Krieg einzumischen. Wir sind in erster Linie aus ganz anderen Gr\u00fcnden motiviert, den Krieg nicht zu unterst\u00fctzen. Gleichzeitig f\u00e4llt uns aber auf, wie dieselben Leute, die den Krieg als Kampf f\u00fcr Demokratie gegen Diktatur darstellen, auch die ukrainische extreme Rechte herabsetzen. Schon vor dem Krieg hatte diese einen starken Einfluss auf die politische Ausrichtung des Landes in Richtung totalit\u00e4rer Formen. Warum sollten wir glauben, dass diese Kraft und Tendenz nach dem Krieg verschwindet und durch eine freie Alternative ersetzt wird?<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Es ist nicht gut, das Problem der extremen Rechten in der Ukraine mit Zahlen herunterzuspielen oder auf ihre schwache Vertretung im Parlament hinzuweisen, denn es ist klar, dass neofaschistische und neonazistische Kr\u00e4fte hier die Oberhand haben, vor allem auf der Stra\u00dfe. Dies wird von den parlamentarischen Kr\u00e4ften genutzt, um den Kurs der Regierungspolitik in Richtung autorit\u00e4rerer Formen zu lenken.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>F\u00fcr diejenigen von uns, die mit den \u201eamerikanischen\u201c Neonazis, die zur Ausbildung in die Ukraine kamen, in Konflikte auf Leben und Tod gerieten, <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>machte <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>es <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>uns <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>w\u00fctend zu sehen, zu welchen Kr\u00e4mpfen sich einige Anarchisten <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Anarchistinnen <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>hinrei\u00dfen lie\u00dfen, um die Dominanz der Faschisten und Neonazis dort herunterzuspielen. Die ukrainische rechtsextreme Bewegung hat sich innerhalb der ukrainischen Regierung institutionalisiert. Neonazi-Bataillone wurden vollst\u00e4ndig in die Streitkr\u00e4fte des Landes integriert. Faschistische Milizen haben in der Hauptstadt und anderen Gro\u00dfst\u00e4dten Stra\u00dfenpatrouillen gebildet, die von den Stadtverwaltungen angeheuert wurden. Ehemalige Anf\u00fchrer und Mitglieder von Neonazi-Milizen und paramilit\u00e4rischen Gruppen haben sich als \u201eStaatsb\u00fcrgeraktivisten\u201c etabliert und die liberale Besessenheit vom abstrakten Diskurs der \u201eMenschenrechte\u201c genutzt, um den ukrainischen \u201edritten Sektor\u201c als legitime Interessengruppe zu unterwandern. Mit dem Zugang zu Waffen, einer \u00fcber viele Jahre aufgebauten Infrastruktur und verschiedenen privaten, staatlichen und kommunalen Finanzierungsquellen verschafft die formale (aber nicht vollst\u00e4ndige) Eingliederung in den Staat der ukrainischen extremen Rechten eine Macht und einen Einfluss, die im Kontext der globalen extremen Rechten beispiellos sind.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><i>Die Behauptung, die ukrainische extreme Rechte sei im Parlament kaum vertreten, t\u00e4uscht \u00fcber die wachsende Pr\u00e4senz und Macht dieser Bewegung nicht nur in staatlichen Gremien, sondern auch auf der Stra\u00dfe hinweg. Volodymyr Ishchenko, ein Soziologe am Polytechnischen Institut in Kiew, sagte: \u201eBei den Wahlen sind sie schwach, aber au\u00dferparlamentarisch sind sie eine der st\u00e4rksten Gruppen in der Zivilgesellschaft. Die extreme Rechte dominiert die Stra\u00dfe. Sie haben die st\u00e4rkste Stra\u00dfenbewegung in Europa.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><i>Die Bedeutung dieser Vorherrschaft auf der Stra\u00dfe sollte Anarchisten <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Anarchistinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> klar sein.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><i>(\u2026) Wir behaupten nicht, dass \u201edie Ukraine ein faschistischer Staat ist\u201c. Wir argumentieren f\u00fcr die wachsende Macht der ukrainischen rechtsextremen Bewegung (voller Faschisten und Neonazis), weil der ukrainische Staat entweder unf\u00e4hig oder nicht willens zu sein scheint, mehr zu tun, als die Macht mit ihr zu teilen. Diese Teilung der Macht zeigt sich nicht nur in der Pr\u00e4senz der extremen Rechten im Staat und auf den Stra\u00dfen, sondern auch in dem Versuch des Staates, die Geschichte durch die im Fr\u00fchjahr 2015\u2033 verabschiedeten \u201eEntkommunisierungsgesetze\u2033 zu legitimieren.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u2013 Anarchisten <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b>und Anarchistinnen <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b>in Oakland, San Francisco, New York und Pittsburgh<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 11: <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Anarchisten <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Anarchistinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> sind gegen Kriege, aber dieser hier ist anders als die anderen, also m\u00fcssen wir uns einmischen.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Das Interessante an diesem Ansatz ist, dass er in vielen Kriegskonflikten zu finden ist, obwohl seine Vertreter <\/span><span lang=\"de-DE\">und Vertreterinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> so tun, als sei er etwas Einzigartiges. Der Erste und der Zweite Weltkrieg, die verschiedenen nationalen Befreiungskriege und in j\u00fcngster Zeit der Rojava-Krieg. In all diesen Kriegen kommen einige Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> mit dem gleichen Argument: Wir weigern uns, die anderen Kriege zu unterst\u00fctzen, aber dieser ist anders und wir m\u00fcssen uns auf die Seite einer der Kriegsparteien stellen. Jedes Mal erw\u00e4hnen sie, dass diese Unterst\u00fctzung kritisch ist, doch je l\u00e4nger die Unterst\u00fctzung andauert, desto mehr schwindet die Kritikf\u00e4higkeit, bis wir schlie\u00dflich nur noch reine Kriegspropaganda sehen, die bestimmte Aspekte besch\u00f6nigt, aber andere sehr wichtige <\/span><span lang=\"de-DE\">auch <\/span><span lang=\"de-DE\">besch\u00f6nigt, ignoriert oder herunterspielt.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Ist der Krieg in der Ukraine also anders als andere? Ja und nein. Jeder Krieg unterscheidet sich in mancher Hinsicht von anderen. Andere Akteure, andere Orte, andere Waffen, andere ideologische Begr\u00fcndungen. Gleichzeitig sind alle Kriege au\u00dfer dem Klassenkrieg in ihrem Grundger\u00fcst gleich. Es handelt sich immer um einen Wettstreit zwischen verschiedenen Machtbl\u00f6cken, in dem die Arbeiterklasse von verschiedenen Ideologien geballt wird, dass es in ihrem Interesse ist, auf der einen oder anderen Seite der Kriegslinie zu k\u00e4mpfen. Alle Kriege \u2013 und der in der Ukraine ist keine Ausnahme \u2013 sind insofern gleich, als dass die Arbeiterklasse ihr Leben f\u00fcr die Interessen dieser oder jener Fraktion der Bourgeoisie opfert, aber oft in dem naiven Glauben, dass sie dies zum Wohle ihres eigenen Lebens tut.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Angenommen, die Ukraine \u201egewinnt\u201c den Krieg, was werden die Menschen dort gewonnen haben? Die \u201eEhre der Nation\u201c? Die Freiheit? Nach dem Ende des Krieges werden Zelensky und die ukrainischen \u201eOligarchen\u201c immer noch wohlhabend sein, aber auf die \u201enormalen\u201c Ukrainer wartet nur tiefes Elend. (\u2026) Die gro\u00dfe Mehrheit der ukrainischen Bev\u00f6lkerung war bereits arm und wird nach dem Krieg noch viel \u00e4rmer sein. Ihre Interessen und die der herrschenden Klasse sind nicht die gleichen. Genau wie in Russland. In der Ukraine t\u00f6ten sich russische und ukrainische Soldaten gegenseitig f\u00fcr Interessen, die antagonistisch zu ihren eigenen sind. \u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/06\/29\/nebojuj-za-svou-zemi\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: K\u00e4mpfe nicht f\u00fcr \u201edein\u201c Land<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote10sym\" name=\"sdfootnote10anc\"><sup>10<\/sup><\/a><\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Die Kapitulation vieler Sozialisten, Anarchisten <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Anarchistinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> vor dem staatlichen Nationalismus w\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs und der anschlie\u00dfende Schaden f\u00fcr den weltweiten Klassenkampf bleibt eine der tragischsten mahnenden Erz\u00e4hlungen der modernen Geschichte. Der Krieg spaltete die radikale Linke, Sozialisten, Anarchisten<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> und Anarchistinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> aller Couleur. Keine Str\u00f6mung war gegen den Krieg geeint. Vielmehr waren alle Gegner von Imperialismus und staatlichem Nationalismus gezwungen, kriegsbef\u00fcrwortende Elemente in ihren eigenen Reihen anzugreifen. Mit der Bedrohung durch einen weiteren Weltkrieg befinden wir uns leider in einer Situation, in der wir gezwungen sind, bei vielen Anarchisten <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Anarchistinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> von heute \u00e4hnlich zu handeln.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u2013 Anarchisten<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b> und Anarchistinnen<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b> in Oakland, San Francisco, New York und Pittsburgh<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Diejenigen, die sich auf den Krieg vorbereiten, sind immer die eifrigsten Bef\u00fcrworter des Friedens. Mehr noch, sie st\u00fctzen ihre Friedenspropaganda auf die Notwendigkeit, um jeden Preis alles zu tun, um die Werte der Zivilisation zu retten, die durch das, was im feindlichen Lager geschieht, systematisch bedroht sind (der Feind verh\u00e4lt sich und handelt genauso). Es muss alles getan werden, um einen Krieg zu verhindern, und die Menschen sind oft davon \u00fcberzeugt, dass sie, wenn sie alles tun m\u00fcssen, in den Krieg ziehen k\u00f6nnen, um eine gro\u00dfe Katastrophe zu verhindern. Nach dem Ausbruch des ersten so genannten Weltkriegs kamen Kropotkin, Grave, Malato und andere prominente Anarchisten zu dem Schluss, dass es notwendig sei, in den Krieg zu ziehen, um die Demokratien (insbesondere Frankreich) zu verteidigen, die von den Mittelm\u00e4chten (insbesondere Deutschland) angegriffen wurden. Dieser tragische Irrtum war m\u00f6glich und wird immer m\u00f6glich sein, weil damals wie heute dieselbe Argumentation verwendet wurde: Es wurde keine anarchistische Analyse erstellt, sondern man verlie\u00df sich auf anarchistische \u00dcberarbeitungen der Analysen, die von den Gelehrten und Verbreitern (Popularisierern) im Dienste der Bosse geliefert wurden. So kam man zu dem Schluss, dass der Krieg zwar immer noch eine gro\u00dfe und schreckliche Trag\u00f6die war, aber besser als der gr\u00f6\u00dfere Schaden, der durch den Sieg des teutonischen Militarismus entstanden w\u00e4re. Nat\u00fcrlich waren nicht alle Anarchisten blind f\u00fcr die schwerwiegenden Abweichungen von Kropotkin und seinen Mitstreitern; Malatesta reagierte scharf auf sie und schrieb aus London, aber das \u00dcbel war begangen worden und hatte ungeahnte Folgen f\u00fcr die gesamte anarchistische Bewegung in der ganzen Welt. In gleicher Weise bleiben viele anarchistische Zeitgenossen heute nicht bei den Oberfl\u00e4chlichkeiten stehen, die wir in einigen unserer Zeitungen und Zeitschriften lesen k\u00f6nnen, sondern gehen dem Problem auf den Grund.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/www.edizionianarchismo.net\/library\/riccardo-d-este-la-guerra-e-il-suo-rovescio\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a> <span lang=\"de-DE\">(A.d.\u00dc., auf Italienisch)<\/span><span lang=\"de-DE\"><b>: Krieg und seine Kehrseite \u2013 Alfredo M. Bonanno<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 12: Der <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Krieg hat den ukrainischen Staat destabilisiert und den Arbeitern <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Arbeiterinnen <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>neue M\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnet, ihre Bed\u00fcrfnisse und Interessen zu verteidigen.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Interessanterweise wird dies oft von denselben Leuten behauptet, die als Antwort auf unsere Kritik an Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> in der staatlichen Armee behaupten, dass sich Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> in der ukrainischen Region nicht in autonomen, nicht-hierarchischen Einheiten organisieren k\u00f6nnen, weil der ukrainische Staat dies nicht zul\u00e4sst und nicht bereit ist, ihnen Ressourcen zu \u00fcberlassen.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Wenn der Staat wirklich destabilisiert w\u00e4re, w\u00fcrde nichts die Menschen daran hindern, autonome Initiativen zu ergreifen. Stattdessen versucht der Staat, die Aktivit\u00e4ten im Land zentral zu kontrollieren und Ausdrucksformen der Autonomie zu unterdr\u00fccken. Das Gerede von der Destabilisierung des ukrainischen Staates spiegelt eher einen Wunsch als die Realit\u00e4t wider. Die Bewaffnung der ukrainischen Bev\u00f6lkerung unterliegt der Kontrolle des Staates, der damit sicherstellt, dass die Waffen nicht gegen ihn selbst eingesetzt werden. Das bringt uns wieder darauf zur\u00fcck, warum der Abwehrkampf der ukrainischen Truppen als Verteidigung und St\u00e4rkung der Rolle des Staates und nicht als blo\u00dfer Schutz der bombardierten Bev\u00f6lkerung gesehen werden muss.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>D<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>ie Anarchisten sind gegen den Militarismus. Daran besteht kein Zweifel. Sie sind gegen den Militarismus, und dies nicht im Namen von einer einstimmigen pazifistischen Auffassung. Sie sind vor allem gegen den Militarismus, weil sie eine andere Auffassung des Kampfes haben. Das heisst, sie haben nichts gegen Waffen, sie haben nichts gegen das Konzept der Verteidigung vor der Unterdr\u00fcckung. Aber sie haben hingegen viel gegen einen bestimmten, vom Staat gewollten und befehligten, und von den repressiven Strukturen organisierten Gebrauch der Waffen.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/anarchistischebibliothek.org\/library\/alfredo-m-bonanno-wie-ein-dieb-in-der-nacht\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a> <span lang=\"de-DE\">(A.d.\u00dc., auf Deutsch) <\/span><span lang=\"de-DE\"><b>\u2013 Alfredo M. Bonanno. \u201eWie ein Dieb in der Nacht.\u201c<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Die Beh\u00f6rden versuchen, diejenigen strafrechtlich zu verfolgen, die sich der Mobilisierung entziehen. Nach offiziellen Angaben wurden bis zum 31. August bereits 66 Verurteilungen in F\u00e4llen von Dienstverweigerung ausgesprochen. Die meisten davon befinden sich in der Region Transkarpatien, 31. In den meisten F\u00e4llen verh\u00e4ngen die Gerichte Haftstrafen von 3 Jahren mit einer Bew\u00e4hrungszeit von 1 Jahr. Das bedeutet, dass die Verurteilten wieder verpflichtet werden k\u00f6nnen!\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/socportal.info\/ua\/news\/vozroslo-kolichestvo-prigovor-za-uklonenie-ot-prizyva-podrobnosti\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: die <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b>Z<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b>ahl der <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b>J<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b>ungfrauen f\u00fcr die <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b>U<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b>hlens wurde erh\u00f6ht. <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b>UNTERWERFUNG<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b> \u2013 <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b>the number of virgins for the uhlens was increased. SUBMISSIONS<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote11sym\" name=\"sdfootnote11anc\"><sup>11<\/sup><\/a><\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 13: <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Den Kampf der ukrainischen Truppen zu bek\u00e4mpfen, weil er den westlichen Eliten n\u00fctzt, ist so, als w\u00fcrde man Industriestreiks bek\u00e4mpfen, weil sie der kapitalistischen Konkurrenz n\u00fctzen.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Stellen wir uns folgende hypothetische Situation vor:<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Auf dem globalen Markt konkurrieren viele Unternehmen, die alle versuchen, den n\u00e4chsten Konkurrenten zu schlucken, um sich einen Vorteil gegen\u00fcber allen anderen Wettbewerbern zu verschaffen. Irgendwann greift ein Unternehmen ein anderes so aggressiv an, dass sogar dessen Angestellte zu sterben beginnen. Die umliegenden Firmen versorgen die Besch\u00e4ftigten mit Waffen, um den Arbeitsplatz gegen die Angreifer zu verteidigen, aber nicht in erster Linie, um ihr nacktes Leben zu retten, sondern um die teilweise Kontrolle \u00fcber die Ressourcen des Arbeitsplatzes und die \u00fcberlebenden Besch\u00e4ftigten zu erlangen, die ihn so heftig mit ihrem Leben verteidigen, indem sie den aggressiveren Konkurrenten besiegen.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Wer, au\u00dfer den konkurrierenden Unternehmen, h\u00e4tte in einem solchen Fall ein Interesse daran, dem angegriffenen Unternehmen Waffen zu liefern? Schlie\u00dflich liegt es nicht im Interesse der Arbeiter <\/span><span lang=\"de-DE\">und Arbeiterinnen<\/span><span lang=\"de-DE\">, das Unternehmen ihres Arbeitgebers zu verteidigen, um einen Teil der Ressourcen des Unternehmens an einen anderen Kapitalisten zu \u00fcbertragen.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Das Beispiel des Arbeitskampfes ist irrelevant. Denn wir haben noch keinen kapitalistischen Konkurrenten gesehen, der eine Streikpatrouille von Arbeitern <\/span><span lang=\"de-DE\">und Arbeiterinnen <\/span><span lang=\"de-DE\">mit Waffen versorgt, um sich gegen das Sicherheitspersonal des Arbeitgebers zu verteidigen, der einen Streikfonds bereitstellt, um den Streik fortzusetzen, und der diese Unterst\u00fctzung davon abh\u00e4ngig macht, dass das Unternehmen, in dem der Streik stattfindet, seine Produkte und Ressourcen dem Konkurrenten zur Verf\u00fcgung stellt, wenn der Streik den bisherigen Eigent\u00fcmer in die Enge treibt. Wenn diese Art von Streik irgendwo stattfinden w\u00fcrde, glauben wir, dass die Arbeiter <\/span><span lang=\"de-DE\">und Arbeiterinnen <\/span><span lang=\"de-DE\">sich weigern w\u00fcrden, das Spiel der kapitalistischen Konkurrenten mitzuspielen und f\u00fcr ihre Interessen zu k\u00e4mpfen. Genauso wie es im Falle des Krieges in der Ukraine eine gute Sache w\u00e4re.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Dass Streiks in gewisser Weise von den kapitalistischen Konkurrenten ausgenutzt werden, ist ein Nebeneffekt und nicht der Hauptinhalt des Streikkampfes. Im Fall des Krieges in der Ukraine geht es in erster Linie darum, Ressourcen f\u00fcr den einen oder anderen bourgeoisen Konkurrenten zu gewinnen, wobei haupts\u00e4chlich proletarische Leben geopfert werden. Um dieses Opfer zu erreichen, werden die Proletarier durch nationalistische Ideologie f\u00fcr den Kampf mobilisiert. Wenn der Kampf, den sie dabei f\u00fchren, dazu f\u00fchrt, dass einige Menschenleben gerettet werden, ist das ein Nebeneffekt des Hauptziels des Krieges, n\u00e4mlich der Umverteilung des Territoriums und der Ressourcen der Ukraine zwischen den kapitalistischen Konkurrenten.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Fassen wir noch einmal zusammen. Ein bourgeoiser Krieg und ein Streik der Arbeiter <\/span><span lang=\"de-DE\">und Arbeiterinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> sind zwei inhaltlich v\u00f6llig verschiedene Arten von Konflikten. Der Krieg verfolgt in erster Linie bourgeoise Interessen, f\u00fcr die er die Arbeiter <\/span><span lang=\"de-DE\">und Arbeiterinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> mobilisiert. Ein Streik verfolgt in erster Linie die Interessen der Arbeiter <\/span><span lang=\"de-DE\">und Arbeiterinnen<\/span><span lang=\"de-DE\">, auch wenn kapitalistische Konkurrenten versuchen, ihnen etwas abzuringen. In einem Krieg werden die Mittel f\u00fcr den Konflikt von rivalisierenden bourgeoisen Fraktionen bereitgestellt; in einem Streik verlassen sich die Arbeiter <\/span><span lang=\"de-DE\">und Arbeiterinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> in erster Linie auf ihre eigenen Mittel, weil sie keinen Grund haben, sie von der Bourgeoisie zu erwarten, und die Bourgeoisie hat keinen Grund, sie zu liefern, weil sie riskieren w\u00fcrde, dass sie gegen sie selbst gerichtet werden.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Einige sagen, Putin sei unschuldig, weil die NATO die Grenzen Russlands infiltriert habe; andere sagen, die ukrainischen, europ\u00e4ischen oder amerikanischen Pr\u00e4sidenten seien unschuldig, weil sie etwas gegen Putins Vorgehen untern\u00e4hmen. (\u2026) Dieser Krieg ist kein Krieg f\u00fcr die Interessen der russischen Arbeiter <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Arbeiterinnen <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>oder zur Verteidigung der Interessen der ukrainischen Arbeiter <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Arbeiterinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>. Dieser Krieg ist kein Krieg f\u00fcr die Interessen irgendeines Arbeiters <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>oder irgendeiner Arbeitrin<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>. Er ist ein Krieg gegen unsere Interessen. Der gegenw\u00e4rtige Krieg zwischen Russland und den anderen M\u00e4chten auf ukrainischem Boden ist ein reaktion\u00e4rer und arbeiterfeindlicher Krieg. Wir m\u00fcssen alle gegen diesen Krieg sein. Wir d\u00fcrfen nicht nur gegen Putin sein, nicht nur gegen Biden und die europ\u00e4ischen Pr\u00e4sidenten, nicht nur gegen den ukrainischen Pr\u00e4sidenten. Wir Arbeiter, <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Arbeiterinnen,<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> Lohnabh\u00e4ngige und Werkt\u00e4tige m\u00fcssen uns gegen den Krieg vereinen. Wir sind gegen euch Kapitalisten und Kriegstreiber. Dies ist nicht unser Krieg. Es ist ein Krieg gegen uns alle, die Arbeiter <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Arbeiterinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/07\/21\/antimilitaristicke-prohlaseni-delniku-z-haft-tappeh-iran\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Antimilitaristische Erkl\u00e4rung von Arbeitern aus Haft Tappeh (Iran)<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Die Behauptung, dass \u201adie Wahrheit das erste Opfer des Krieges ist\u2018, ist die erste von vielen L\u00fcgen, die den Mord an unserer Klasse begleiten. Damit der Krieg stattfinden kann, muss die Wahrheit lange im Voraus gut begraben werden. Die gr\u00f6\u00dfte L\u00fcge, aus der alle anderen entspringen, ist, dass wir, die Arbeiterklasse, die Nahrung der Lohnarbeit und des Krieges, einige gemeinsame Interessen mit denen haben, die uns befehlen zu k\u00e4mpfen.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/07\/13\/kampan-za-skutecnou-valku\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: \u201aCampaign for Real War\u2018 \u2013 <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b>Kampagne f\u00fcr Realen Krieg<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 14: <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Es handelt sich nicht um einen Krieg imperialer Bl\u00f6cke, sondern um die Invasion eines einzigen Imperiums, das seine Nachbarn unterjochen will, die nichts mit dem Imperialismus zu tun haben.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Putins Russland als den einzigen imperialen Aggressor in diesem Krieg zu sehen, ist genau das, was uns oft vorgeworfen wird: der Versuch, die Realit\u00e4t an unsere eigenen ideologischen Schlussfolgerungen anzupassen.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Offenbar wird der Imperialismus von einigen auf die Tendenz zur Machtaus\u00fcbung durch milit\u00e4rische Invasion, brutale Aneignung der Ressourcen der Invasoren und deren gewaltsame Unterwerfung reduziert. Aber der Imperialismus hat noch andere Expansionsmechanismen als die aggressive milit\u00e4rische Invasion. Er nimmt auch die Form von \u00f6konomischem Druck oder Druck auf die politischen Strukturen der Nachbarl\u00e4nder an, damit das politische Terrain so g\u00fcnstig wie m\u00f6glich f\u00fcr die Interessen der transnationalen \u00f6konomischen Akteure ist. Genau das passiert, wenn der imperiale Block, der von den USA, den westlichen L\u00e4ndern und der Europ\u00e4ischen Union repr\u00e4sentiert wird, Waffen und andere Kriegsmittel liefert, um ein \u00f6konomisches und politisches Arrangement in der Ukraine zu sichern, das ihm die T\u00fcr zur Pl\u00fcnderung der lokalen Ressourcen und zur Beg\u00fcnstigung \u00f6konomischer Aktivit\u00e4ten offen l\u00e4sst.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Im Moment will der westliche Imperialismus die ukrainische Bev\u00f6lkerung nicht mit milit\u00e4rischer Gewalt unterwerfen, wie es das Russische Imperium tut, aber das bedeutet nicht, dass er sie nicht f\u00fcr seine imperialen Interessen ausbeutet und sich nicht einen bequemen Zugang zu den Ressourcen auf ukrainischem Gebiet sichern will.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Hier f\u00fchren mehrere imperiale Bl\u00f6cke einen Krieg um die Neuaufteilung des Territoriums und der Ressourcen des postsowjetischen Raums. Einige Imperialisten tun dies durch direkte milit\u00e4rische Intervention in der Ukraine, andere durch Waffenlieferungen, um die ukrainische Bev\u00f6lkerung an der Front f\u00fcr ihre Sache bluten zu lassen.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Einige Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen <\/span><span lang=\"de-DE\">gehen in ihrem Zynismus sehr weit. Sie behaupten, dass \u201ekeine NATO-Armee in der Ukraine k\u00e4mpft\u201c. Damit kauen sie lediglich die Propaganda der westlichen Imperialisten wieder und verschleiern die Tatsache, dass die NATO in der Ukraine durch die ukrainische Bev\u00f6lkerung k\u00e4mpft, die sie mit Waffen aus ihren eigenen Lagerh\u00e4usern versorgt. Wenn wir das imperialistische Russland sehen und verurteilen, sollte dies nicht so geschehen, dass wir den imperialistischen Westen unterst\u00fctzen, w\u00e4hrend wir dessen imperialistische Natur, Strategien und Ziele verbergen.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Die Unterst\u00fctzung der bewaffneten demokratischen Bewegung in der Ukraine ist in Wirklichkeit eine Unterst\u00fctzung des westlichen Imperialismus mit seiner ukrainischen Regierung.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Die Zapatisten haben gleich zu Beginn des Krieges <\/i><\/span><a href=\"https:\/\/enlacezapatista.ezln.org.mx\/2022\/03\/07\/after-the-battle-no-landscape-will-remain\/\"><span lang=\"de-DE\">zu Recht <\/span><\/a><a href=\"https:\/\/enlacezapatista.ezln.org.mx\/2022\/03\/07\/after-the-battle-no-landscape-will-remain\/\"><span lang=\"de-DE\"><i><u>u<\/u><\/i><\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><i><u>nterstrichen<\/u><\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>: \u201eDas Gro\u00dfkapital und seine \u201ewestlichen\u201c Regierungen haben sich hingesetzt, um die Verschlechterung der Lage zu betrachten und sogar zu beschleunigen. Sobald die Invasion begann, beobachteten sie \u00e4ngstlich, ob die Ukraine Widerstand leisten w\u00fcrde, und kalkulierten, was sie von jedem m\u00f6glichen Ergebnis profitieren k\u00f6nnten. Jetzt, wo sich die Ukraine wehrt, machen sie eifrig \u201eHilfsangebote\u201c, f\u00fcr die sie sp\u00e4ter bezahlt werden wollen.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/09\/13\/rozhovor-s-ukrajinskou-anarchistickou-skupinou-assembly\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Interview mit der ukrainischen anarchistischen Gruppe Assembly<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Im Gegenteil, revolution\u00e4re Kommunisten und Anarchisten verstehen, dass der Imperialismus nicht die \u201eh\u00f6chste Stufe des Kapitalismus\u201c ist, sondern eines seiner inh\u00e4renten und permanenten Merkmale als welthistorisches System; dass jeder Nationalstaat imperialistisch ist, aber dass es Hierarchien oder verschiedene Ebenen der imperialistischen Macht unter den Staaten gibt; dass der imperialistische Krieg ein kriegerischer Wettbewerb zwischen kapitalistischen Staaten mit h\u00f6herer imperialistischer Macht und vor allem ein Krieg der internationalen Bourgeoisie gegen das internationale Proletariat ist; dass der Feind nicht der Imperialismus, sondern der Weltkapitalismus ist; und dass die Position revolution\u00e4rer Kommunisten und Anarchisten angesichts aller imperialistischen Kriege nicht Antiimperialismus und \u201enationale Befreiung\u201c, sondern revolution\u00e4rer Def\u00e4tismus, proletarischer Internationalismus und soziale Weltrevolution ist.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/www.autistici.org\/tridnivalka\/proletarios-revolucionarios-o-revolucnim-defetismu-a-proletarskem-internacionalismu-v-prave-probihajici-valce-mezi-ruskem-ukrajinou-a-nato\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Internationalistische Proletarier aus der Region Ecuadors<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Anarchisten <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Anarchistinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> k\u00e4mpfen nicht f\u00fcr die Schaffung oder Verteidigung der Souver\u00e4nit\u00e4t von Staaten. Wir k\u00e4mpfen f\u00fcr die Beseitigung der materiellen und ideologischen Widerspr\u00fcche, die sie hervorbringen. In diesem Sinne stellen wir uns dagegen, wenn es innerhalb unserer Bewegungen zur Herausforderung wird, die au\u00dfenpolitischen Interessen der USA und der R\u00fcstungskonzerne von unseren eigenen zu unterscheiden. Die Gefahr von reaktion\u00e4ren und konterrevolution\u00e4ren Tendenzen erfordert Wachsamkeit. Wir begr\u00fc\u00dfen die grunds\u00e4tzliche Weigerung, im Krieg zwischen den imperialistischen Staaten auf einer der beiden Seiten Partei zu ergreifen.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u2013 Anarchisten <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b>und Anarchistinnen<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b> in Oakland, San Francisco, New York und Pittsburgh<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 15: <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Die Analyse von Anarchisten, <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Anarchistinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> und Linken, besonders im Westen, ist kurzsichtig, weil sie den Imperialismus nur in den USA, der NATO und ihren Verb\u00fcndeten sehen, nicht aber in Russland.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Wir sind sicher, dass nicht jeder, der die Unterst\u00fctzung der ukrainischen Armee kritisiert, die imperiale Position Russlands \u00fcbersieht. Wir sind uns auch sicher, dass einige Menschen den Imperialismus nur auf der russischen Seite sehen. Sie erkennen seine Existenz auf der westlichen Seite nicht an oder spielen sie herunter, indem sie sagen, dass sich der westliche Imperialismus in diesem Konflikt nicht so invasiv und herrschs\u00fcchtig zeigt wie Russland. Wir haben bereits festgestellt, dass der westliche Imperialismus in der Tat genauso expansionistisch ist wie der russische, aber dass er seine Interessen indirekt verfolgt, indem er die ukrainische Armee unterst\u00fctzt, die f\u00fcr seine Interessen k\u00e4mpft.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Wenn es kurzsichtig ist, den Imperialismus nur auf der Seite der USA und ihrer Verb\u00fcndeten zu sehen, sollten wir diejenigen, die den Imperialismus nur in Russland sehen, mit der gleichen Messlatte messen. Unsere Weigerung, den Krieg zu unterst\u00fctzen, besteht weder darin, Russlands imperiale Rolle zu leugnen, noch darin, die imperiale Rolle \u201edes Westens\u201c zu verteufeln. Wir weigern uns, alle imperialen M\u00e4chte zu unterst\u00fctzen. Wir weigern uns, das Imperium nur auf einer Seite der Kriegslinie zu sehen, denn wir sehen es in jedem Staat, der den Krieg unterst\u00fctzt und damit vor allem seine eigenen imperialen Interessen verfolgt. Ja, wir sehen Unterschiede im Grad der Brutalit\u00e4t, die von jedem Staat angewandt wird. Dies spiegelt jedoch ihre aktuellen Kapazit\u00e4ten wider, die eine Variable sind. Staaten, die heute weniger aggressiv sind, weil sie in die Defensive gedr\u00e4ngt werden, k\u00f6nnen morgen genauso brutal sein wie Russland, wenn sie heute nicht die Mittel dazu haben. Wer sich daf\u00fcr entscheidet, ein Imperium im Krieg gegen ein anderes zu unterst\u00fctzen, sollte sich dar\u00fcber im Klaren sein, dass er damit dem schw\u00e4cheren Imperium die Mittel f\u00fcr eine zuk\u00fcnftige Aggression liefert.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Wir erkennen keine Rechtfertigung f\u00fcr diesen Krieg, bei dem die Arbeiterklasse \u2013 in Russland und der Ukraine \u2013 nur verloren hat. Die Reaktion auf den russischen Imperialismus und die Interessen seiner oligarchischen Elite, die brutale Bombardierung der Zivilbev\u00f6lkerung und den zerm\u00fcrbenden Krieg war das Aufkommen nationalistischer und militaristischer Gef\u00fchle. Viele f\u00fcrchten um ihr Leben und ihre Sicherheit und nehmen die Verbrechen des Imperialismus nicht wahr, solange es \u201eunser\u201c Imperialismus ist. Viele sind bereit, die Anwesenheit von Neonazis zu akzeptieren, solange es sich um \u201eunsere\u201c Neonazis handelt. Auch wenn diese Angst verst\u00e4ndlich ist \u2013 sie kann nur dazu f\u00fchren, dass die kriegsbef\u00fcrwortende Stimmung gest\u00e4rkt und der Autoritarismus der Beh\u00f6rden dauerhaft gefestigt wird, mit katastrophalen Folgen f\u00fcr die Arbeiterklasse.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/zsp.net.pl\/przeciw-wojnie\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Union der Polnischen Syndikalisten ZSP \u2013 Warschau<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Ihre Interessen! Unsere Toten! Wir ergreifen keine Partei f\u00fcr einen der Staaten, die sich im Konflikt befinden, unabh\u00e4ngig davon, ob der eine nach der herrschenden bourgeoisen politischen Moral als \u201eder Aggressor\u201c und der andere als \u201eder Angegriffene\u201c eingestuft wird oder umgekehrt. Die jeweiligen Interessen, die auf dem Spiel stehen, sind ausschlie\u00dflich die eigenen und stehen in v\u00f6lligem Gegensatz zu denen der ausgebeuteten Klasse, d. h. zu denen von uns Proletariern. Deshalb bekr\u00e4ftigen wir au\u00dferhalb und gegen jeden Nationalismus, jeden Patriotismus, jeden Regionalismus, jeden Lokalismus und jeden Partikularismus laut und deutlich unseren Internationalismus!<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><i>Das Proletariat als revolution\u00e4re Klasse zeigt keine Neutralit\u00e4t gegen\u00fcber seinen Ausbeutern, die sich bei der Umverteilung ihrer Marktanteile gegen\u00fcberstehen, sondern lehnt sie im Gegenteil als zwei Seiten derselben Realit\u00e4t ab, der Welt der Ausbeutung einer Klasse durch eine andere, und es bekundet seine tiefe Solidarit\u00e4t mit allen Sektoren unserer Klasse, die den vielfachen Angriffen des einen oder anderen ihrer historischen Feinde ausgesetzt sind. Aber wir werden den Proletariern niemals die Notwendigkeit absprechen, sich gegen jede Art von Aggression, Unterdr\u00fcckung, Folter, Massaker usw. zu verteidigen.<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/www.autistici.org\/tridnivalka\/manifest-internacionalistu-proti-kapitalisticke-valce-a-miru-na-ukrajine\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Internationalistisches Manifest gegen <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b>den <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b>kapitalistischen Krieg und Frieden in der Ukraine\u2026<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 16: <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Die Behauptung, dass die beiden kriegf\u00fchrenden Seiten gleich sind, ist eine g\u00e4ngige ideologische Rechtfertigung daf\u00fcr, sich nicht f\u00fcr die massakrierte ukrainische Bev\u00f6lkerung einzusetzen.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Dieser Mythos basiert offensichtlich auf einer Fehlinterpretation der Aussage, dass es sich um einen Krieg zwischen imperialen M\u00e4chten handelt und es ein Fehler ist, f\u00fcr eine von ihnen Partei zu ergreifen. Das soll nicht hei\u00dfen, dass die beiden Seiten in jeder Hinsicht gleich sind. Gemeint ist, dass sie beide bourgeois sind und es daher den Interessen der Arbeiterklasse zuwiderl\u00e4uft, sich gegen die eine bourgeoise Fraktion zu stellen und gleichzeitig die andere bourgeoise Fraktion zu verteidigen.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Beide Seiten sind in ihrem bourgeoisen Inhalt identisch. Jede wendet jedoch unterschiedliche Formen und Mittel an, um diese Inhalte zu f\u00f6rdern. Dass die einen dies auf aggressivere und brutalere Weise tun, sollte kein Argument daf\u00fcr sein, sich mit den kleineren Aggressoren zu verb\u00fcnden und f\u00fcr deren Interessen zu bluten.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Mit wem wir uns solidarisch zeigen und mit wem nicht, liegt an den Bedingungen des globalen Klassenkampfes und nicht an der Moral, die wir hier als eine Erfindung des liberalen Gewissens definieren, ein universalisierendes System von Werten und Prinzipien des individuellen Verhaltens, das mit dem Kapitalismus und der Klassengesellschaft vereinbar ist. Die Kriegspropaganda beruft sich auf die Moral als Instrument des staatlichen Nationalismus. Wir m\u00fcssen darauf vorbereitet sein, dagegen zu k\u00e4mpfen. Die Staaten stellen Kriege als moralische Fragen dar, indem sie die kriegf\u00fchrenden Staaten mit Begriffen wie \u201egut\u201c und \u201eb\u00f6se\u201c, \u201eunschuldig\u201c und \u201eschuldig\u201c umschreiben, um die \u00f6ffentliche Unterst\u00fctzung f\u00fcr das zu gewinnen, was im Interesse des Kapitals und des Staates auf Kosten der \u00d6ffentlichkeit getan wird. Es ist kein Zufall, dass Anarchisten <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Anarchistinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>, die den ukrainischen Nationalismus unterst\u00fctzen, ihn als \u201ekleineres \u00dcbel\u201c bezeichnen. Es ist bezeichnend, dass sie die sich vertiefende Zusammenarbeit zwischen dem ukrainischen Staat und der NATO, einem Instrument des US-Imperialismus, als Teil eines \u201eVerteidigungskrieges\u201c bezeichnen, w\u00e4hrend sie die Zusammenarbeit zwischen den russischen Separatisten im Donbas-Teil der Ukraine (auch als \u201eVolksrepubliken\u201c bekannt) und Russland als \u201eimperialistische Aggression\u201c bezeichnen.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u2013 Anarchisten <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b>und Anarchistinnen<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b> in Oakland, San Francisco, New York und Pittsburgh<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>MTNW will sich nicht auf die Seite eines Staates stellen, der in einen kriegerischen Konflikt verwickelt ist, denn wir stimmen nicht mit der Ansicht \u00fcberein, dass einige der beteiligten Staaten Aggressoren und andere lediglich unschuldige Opfer einer Aggression sind. Auch wenn einige Staaten im Krieg aggressivere Tendenzen zeigen als andere, so handeln sie doch alle aggressiv und unterdr\u00fcckerisch gegen\u00fcber der Bev\u00f6lkerung, die sie regieren. Bei der MTNW-Kampagne geht es nicht darum, einen bestimmten Staat zu unterst\u00fctzen, sondern denjenigen zu helfen, die durch die Politik des Staates in eine unterdr\u00fcckerische Situation geraten sind. Der laufende Krieg ist eine Rivalit\u00e4t zwischen verschiedenen Fraktionen der herrschenden Klasse und verfolgt in erster Linie deren Interessen. Als solcher steht er im Widerspruch zu den Interessen von Arbeitern, <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Arbeiterinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>, Arbeitslosen, Studierenden, Rentnern und anderen nicht privilegierten Teilen der Bev\u00f6lkerung.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u2013 Make Tattoo Not War: eine Kampagne zur Unterst\u00fctzung von Menschen, die vom Krieg betroffen sind<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Wir m\u00fcssen uns darauf einstellen, dass die politische Situation im Land noch lange Zeit so sein k\u00f6nnte wie in Afghanistan, Jemen oder Somalia und dass nichts das Wachstum des Einflusses des Anarchismus garantiert. Die einzige Chance besteht darin, den Flirt mit dieser oder jener Macht\/Politik als \u201akleineres \u00dcbel\u2018 abzulehnen und sich entschlossen und bedingungslos gegen sie alle zu stellen. Andernfalls werden die Massen Anarchisten <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Anarchistinnen <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>zunehmend als seltsame und unverst\u00e4ndliche Witzfiguren ansehen, denen man keine Beachtung schenken muss.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/09\/13\/rozhovor-s-ukrajinskou-anarchistickou-skupinou-assembly\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Interview mit der ukrainischen anarchistischen Gruppe Assembly<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 17: <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Menschen, die die Besetzung durch die Truppen einer imperialen Macht nicht erlebt haben, werden nur schwer verstehen, warum sich die Bev\u00f6lkerung der Ukraine durch eine Kriegsmobilisierung verteidigt.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Dieser Mythos basiert auf dem Stereotyp, dass diejenigen, die etwas nicht erlebt haben, es nicht verstehen k\u00f6nnen und schon gar nicht mit denjenigen mitf\u00fchlen k\u00f6nnen, die es erlebt haben. In Wirklichkeit handelt es sich um eine Art Hierarchisierung, bei der die Meinung von \u00dcberlebenden einen hohen Stellenwert hat, w\u00e4hrend die Meinung von Menschen ohne direkte Erfahrung als wertlos und grunds\u00e4tzlich fehlgeleitet gilt. Die Anarchist<\/span><span lang=\"de-DE\">ische<\/span><span lang=\"de-DE\"> F<\/span><span lang=\"de-DE\">\u00f6<\/span><span lang=\"de-DE\">deration erkl\u00e4rt zum Beispiel auf ihrer Website:<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Die historische Erfahrung der Besatzung in den L\u00e4ndern Mittel- und Osteuropas ist eindeutig nicht \u00fcbertragbar und schwer zu verstehen in Gebieten, die nicht besetzt waren oder sogar eine eigene imperiale Vergangenheit haben.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/www.afed.cz\/text\/7721\/o-lidi-musi-jit-predevsim\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b>People must come first, Czech Anarchist Federation<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote12sym\" name=\"sdfootnote12anc\"><sup>12<\/sup><\/a><\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Wir sind nicht einverstanden mit Aussagen wie \u201eDu hast es nicht erlebt, also wird deine Einstellung immer unpassend sein\u201c. Tats\u00e4chlich gehen die Meinungen zu diesem Thema sogar unter den \u00dcberlebenden der Besatzungsaggression selbst stark auseinander. \u00dcbrigens leben wir in einem Land, das von den Nazis und sp\u00e4ter von den Truppen des Warschauer Pakts besetzt wurde. Dennoch stimmen wir mit der Aussage der FAI (Anarchistische F\u00f6deration Italiens) \u00fcberein, der die tschechische Anarchistische F\u00f6deration entgegenzuhalten versucht, dass die Position der italienischen Sektion auf einem Missverst\u00e4ndnis beruht, weil sie die Besatzungserfahrung nicht miterlebt hat. Menschen m\u00fcssen nicht selbst vergewaltigt worden sein, um eine einf\u00fchlsame Verbindung zu denjenigen zu haben, die eine Vergewaltigung erlebt haben. Genauso k\u00f6nnen Menschen, die vergewaltigt wurden, gef\u00fchllos und fehlgeleitet sein. Wenn die Erfahrung der Besatzung automatisch zu mehr Empathie und einer angemessenen Analyse f\u00fchren sollte, wie erkl\u00e4ren wir dann den Rechtspopulismus und Nationalismus, der w\u00e4hrend der nationalsozialistischen und stalinistischen Besatzung der Tschechoslowakei um sich griff?<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Wenn die Menschen sich mit oder ohne Waffen von der staatlichen Kriegslogik abwenden, wenn Einzelne sich mit oder ohne Waffen gegen jede staatliche Besatzung wehren, wenn Menschen Fl\u00fcchtlingen und Deserteuren helfen und sie unterst\u00fctzen, wenn Menschen sich \u00fcber Grenzen und Kriegslinien hinweg zusammenschlie\u00dfen, dann kann etwas getan werden, um sich gegen staatliches Blutvergie\u00dfen zu wehren. Wenn der Staat, seine Gener\u00e4le und Politiker nur die Sprache der Unterdr\u00fcckung kennen, kennen die Unterdr\u00fcckten die Sprache der Empathie und <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>der <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Solidarit\u00e4t.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/subverze.noblogs.org\/post\/2022\/07\/23\/proti-valce-a-vojenske-mobilizaci-predbezne-poznamky-k-invazi-na-ukrajinu\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Gegen Krieg und milit\u00e4rische Mobilmachung: Vorbemerkungen zum Einmarsch in die Ukraine<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 18:<\/b><\/span> <span lang=\"de-DE\"><i>Der Widerstand der ukrainischen Truppen beruht auf der freiwilligen Beteiligung der ukrainischen Bev\u00f6lkerung, die sich entschieden hat, sich dem Kampf anzuschlie\u00dfen.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">So etwas zu behaupten ist genauso dumm, wie zu behaupten, dass alle russischen Staatsb\u00fcrger den Einmarsch Putins in die Ukraine unterst\u00fctzen. Es gibt Tausende von Menschen, die sich sowohl in der ukrainischen als auch in der russischen Armee freiwillig melden. Genauso wie es viele gibt, die sich der Einberufung entziehen, desertieren oder auswandern, um nicht in der Armee dienen zu m\u00fcssen.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Nicht alle Ukrainerinnen und Ukrainer sind Feuer und Flamme daf\u00fcr, f\u00fcr \u201eihre\u201c bourgeoisen Eliten und die kapitalistischen Oligarchen, die sie regieren, zu k\u00e4mpfen. Der ukrainische Staat ist sich dessen bewusst und versucht deshalb, die Teilnahme an der Armee durch unfreiwillige Rekrutierung zu erzwingen.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Laut der unabh\u00e4ngigen Charkiwer Website \u201eassembly<\/span><span lang=\"de-DE\">\u201c<\/span><span lang=\"de-DE\"> werden die Vorladungen meist an den gleichen Orten in der Stadt verteilt. Die Zwangsvorladungen werden von Milit\u00e4rpolizisten, bewaffneten Soldaten, K\u00e4mpfern der \u201eTerritorialen Verteidigung\u201c und Polizeibeamten durchgef\u00fchrt \u2013 in Autos und auf Patrouille.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Einem Augenzeugen zufolge waren diejenigen, die die Vorladungen am Eingang von Klas in Odessa verteilten, sehr lautstark emp\u00f6rt dar\u00fcber, dass sie niemanden erwischen konnten. Nach den R\u00fcckmeldungen der Nutzer auf dem Telegram-Kanal zu urteilen, sorgen diese Aktionen f\u00fcr wachsende \u00f6ffentliche Emp\u00f6rung.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Die Rekrutierungsjagd findet an Tankstellen, in Autowerkst\u00e4tten, auf Stra\u00dfen und Kreuzungen, in Gesch\u00e4ften, an Orten, an denen humanit\u00e4re Hilfe verteilt wird, statt\u2026 Manche Menschen versuchen, dem Aufruf nicht zu folgen, indem sie zum Beispiel in ihren Autos sitzen bleiben und ihre Fenster nicht \u00f6ffnen. Manche versuchen, sich zu wehren. Als Reaktion darauf wurden den Frauen der aufgerufenen M\u00e4nner die Arme gebrochen und sie wurden bedroht.\u201c<\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/assembly.org.ua\/kak-vruchayut-povestki-na-uliczah-kharkova-i-chto-ob-etom-govoryat-yuristy\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\">:<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Das russische anarchistische Portal <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>a2day.org<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> stellt fest:<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Obwohl es viele Menschen gibt, die gegen den Aggressor k\u00e4mpfen wollen, ist es in der Ukraine g\u00e4ngige Praxis, M\u00e4nner im Wehrpflichtalter auf der Stra\u00dfe zu erwischen und ihnen einen Einberufungsbefehl zu erteilen, sie dann in f\u00fcnf Minuten medizinisch zu untersuchen und sie zu einer Milit\u00e4reinheit zu schicken, wo solche unvorbereiteten und oft untauglichen Rekruten nicht willkommen sind. Nach Ansicht des Aktivisten der Freiwilligenbewegung, Valery Markus, sind solche zwangsmobilisierten Soldaten, die nicht k\u00e4mpfen wollen, eine potenzielle Bombe; sie k\u00f6nnen jederzeit desertieren und ihre Stellungen aufgeben; sie sind eine Verschwendung wertvoller Ressourcen und ohnehin nutzlos.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/a2day.org\/armiya-sluzhba-i-otkaz\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\">:<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Wir zweifeln nicht daran, dass sich viele Menschen ganz freiwillig an Kriegsaktivit\u00e4ten beteiligen. Das ist jedoch kein Beweis daf\u00fcr, dass es nicht auch viele gibt, die dazu gezwungen werden oder sich davor dr\u00fccken. W\u00e4hrend der Fall der Ersteren von der pro-ukrainischen Kriegspropaganda immer wieder in den Vordergrund der Medien ger\u00fcckt wird, werden die Letzteren meist ignoriert. Wenn \u00fcberhaupt auf sie eingegangen wird, geschieht dies in Form von Verharmlosung und Herunterspielen. Es gibt eine starke Tendenz, solche Menschen als eine Randerscheinung darzustellen. Eine Art Abweichung oder Ausnahme von der Regel, dass sich die ukrainische Bev\u00f6lkerung freiwillig den Armeeeinheiten anschlie\u00dft und freudig an die Front eilt.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Wenn der russische Staat zu Recht der kriegspropagandistischen Manipulation von Tatsachen beschuldigt wird, sollte die gleiche Messlatte an die pro-ukrainische Kriegspropaganda angelegt werden, die sich der gleichen manipulativen Mechanismen bedient.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Vor allem die Arbeiterklasse macht sich jetzt \u00fcber andere Dinge Sorgen: die bereits erw\u00e4hnten Stra\u00dfenrazzien zur Ausstellung von Vorladungen (am aktivsten in den \u00f6stlichen und westlichen Grenzgebieten) und die Notwendigkeit, den Wehrpflichtigen die Ausreise aus dem Land zu erm\u00f6glichen.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/09\/13\/rozhovor-s-ukrajinskou-anarchistickou-skupinou-assembly\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Interview mit der ukrainischen anarchistischen Gruppe Assembly<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Die Medien verschweigen, dass ein gro\u00dfer Teil der m\u00e4nnlichen Fl\u00fcchtlinge, die in den Westen fliehen, Deserteure sind, und sie versuchen schamlos, die Existenz der gro\u00dfen Masse an Fl\u00fcchtlingen, die aus dem Osten des Landes nach Russland oder Belarus geflohen sind, zu verschleiern. (\u2026) Alles deutet darauf hin, dass die Zelenski-Regierung nicht nur die Jagd auf \u201eDeserteure\u201c unterst\u00fctzt, sondern mit Hilfe von paramilit\u00e4rischen Einheiten eine regelrechte ethnische S\u00e4uberung in mehreren Regionen des Landes in Angriff genommen hat. Dies wird jedoch nicht auf die Titelseiten kommen. Den europ\u00e4ischen Medien geht es nur darum, <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>\u201e<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>die Einheit und den Mut des ukrainischen Volkes gegen Russland\u201c zu zeigen.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/08\/17\/falesny-internacionalismus-vladnoucich-trid-a-jejich-medii\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Der falsche \u201eInternationalismus\u201c der herrschenden Klassen und ihrer Medien<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Als Reaktion auf den russischen Angriff hat die Ukraine angek\u00fcndigt, ihre Grenzen f\u00fcr alle \u201ewehrf\u00e4higen\u201c M\u00e4nner zwischen 18 und 60 Jahren zu schlie\u00dfen und sie zum Milit\u00e4rdienst einzuberufen. Wir fordern offene Grenzen und sind solidarisch mit allen Deserteuren aus der Logik des Krieges, ob aus Russland, der Ukraine oder anderen L\u00e4ndern.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/zdola.org\/solidarita-s-dezertermi-a-emancipacnymi-protestnymi-hnutiami\/#more-784\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Solidarit\u00e4t mit Deserteuren und emanzipatorischen Protestbewegungen!<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 19:<\/b><\/span> <span lang=\"de-DE\"><i>Sich zu weigern, die ukrainischen Streitkr\u00e4fte zu unterst\u00fctzen, bedeutet, die Bev\u00f6lkerung dem Bombardement der russischen Truppen zu opfern.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Wir wollen nicht weiter darauf eingehen, warum die Ablehnung des Krieges nicht zwangsl\u00e4ufig bedeutet, den Menschen, die sich gegen die Aggressoren \u2013 sowohl die russischen als auch die ukrainischen \u2013 wehren, die Hilfe zu verweigern. Wir f\u00fcgen nur die Information hinzu, dass es der ukrainische Staat ist, der dem m\u00e4nnlichen Teil der ukrainischen Bev\u00f6lkerung unter Androhung von Strafe verbietet, das Land zu verlassen, und Tausende von M\u00e4nnern in die Armee rekrutiert, damit sie dort bleiben, wo die Bombardierung stattfindet. Es ist der ukrainische Staat, der diese Menschen gegen ihren Willen opfert, indem er sie m\u00f6glicherweise unter dem Druck patriotischer und nationalistischer Propaganda mobilisiert. Wir hingegen sagen, dass niemandem die M\u00f6glichkeit verwehrt werden sollte, sich an einen sicheren Ort zu begeben, wenn er Gefahr l\u00e4uft, von den Bomben der angreifenden imperialen Armee verst\u00fcmmelt oder get\u00f6tet zu werden.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Man kann sich nur vorstellen, wie viele Ukrainerinnen und Ukrainer sich freuen w\u00fcrden, wenn der Staat aufgrund der Kampagne der internationalen anarchistischen Bewegung seinen Griff um die Macht lockern w\u00fcrde. H\u00e4tte diese Bewegung ihre Anti-Kriegs-Erkl\u00e4rungen ernster genommen als blo\u00dfe Worte, w\u00e4ren wir schon vor vielen Monaten Zeuge ihrer Massenkundgebungen in der N\u00e4he ukrainischer Botschaften f\u00fcr offene Grenzen geworden. Was gibt es zu besprechen, wenn es sogar am 1. Mai wichtigere Angelegenheiten gab? Auf Hilfe scheint man nirgendwo warten zu k\u00f6nnen, und man kann nur erahnen, wie viele ukrainische Familien noch sterben werden, weil sie sich nicht verabschieden wollen. Wie unterscheidet ihr euch von Politikern, wenn ihr Dinge verk\u00fcndet, die ihr nicht zu erf\u00fcllen gedenkt?\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/09\/13\/rozhovor-s-ukrajinskou-anarchistickou-skupinou-assembly\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Interview mit der ukrainischen anarchistischen Gruppe Assembly<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Wof\u00fcr k\u00e4mpfen wir? Ein SCHNELLES Beispiel: Ein Kollege wachte am 24. Februar auf und erfuhr, dass die Besetzung weiterging. Er sa\u00df vierzehn Tage lang zu Hause im Keller, es war unm\u00f6glich, nach Charkow zu fahren. <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>E<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>r floh durch Russland, er hatte nichts au\u00dfer Dija. In Russland, an der Grenze zu den baltischen Staaten, wollten sie ihn zuerst nicht gehen lassen, aber schlie\u00dflich lie\u00dfen sie ihn gehen. Von dort ging er nach Polen, n\u00e4her an seiner Heimat Ukraine. Er kaufte sich einen Laptop, bekam einen Fernarbeitsplatz, mietete eine Wohnung und arbeitete! Und dann kam der Anruf: Alle M\u00e4nner im Ausland \u2013 entweder gehst du zur\u00fcck in die Ukraine oder du wirst gefeuert! Er \u00fcberlegte es sich und beschloss, nach Kanada auszuwandern!\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/www.aitrus.info\/node\/6013\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Neue Arbeit und soziale Konflikte<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Die h\u00e4ufigste Form des Protests ist nach wie vor die Vermeidung von Mobilisierung. Allein nach offiziellen ukrainischen Angaben haben seit Beginn des Krieges mehr als 8.000 Wehrpflichtige versucht, das Land zu verlassen, 5.600 davon au\u00dferhalb der Kontrollpunkte. Wir sprechen hier von aufgekl\u00e4rten F\u00e4llen. Es ist nicht bekannt, wie viele ungel\u00f6st bleiben.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/assembly.org.ua\/voennoobyazannye-ishchut-novye-sposoby-vyezda-iz-ukrainy-vo-vremya-voiny\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Vojen\u0161t\u00ed branci hledaj\u00ed zp\u016fsoby, jak opustit Ukrainu b\u011bhem v\u00e1le\u010dn\u00e9ho stavu: co \u0159\u00edkaj\u00ed obyvatel\u00e9 Kharkova (Wehrpflichtige suchen nach Wegen, die Ukraine w\u00e4hrend des Kriegsrechts zu verlassen: Was sagen die Bewohner von Kharkov)<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 20: <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Menschen, die <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>die Schnauze voll haben<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>, den Widerstand der ukrainischen Armee zu unterst\u00fctzen, klammern sich an abstrakte ideologische Dogmen, die den betroffenen Menschen praktisch nicht helfen k\u00f6nnen.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Diejenigen, die den Krieg ablehnen, sind oft dieselben Menschen, die den vom Krieg Betroffenen helfen. Gleichzeitig sabotieren einige aktiv die Fortf\u00fchrung des Krieges, behindern die Kriegsindustrie und st\u00f6ren die Kriegsmobilisierung durch praktische Aktionen. Der italienische anarchistische Verband FAI wirbt zum Beispiel f\u00fcr die Nichtteilnahme am Krieg und erkl\u00e4rt:<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Die erste Verpflichtung der Kriegsgegner besteht darin, Praktiken der gegenseitigen Hilfe aufzubauen und zu verbreiten, wie z. B. Solidarit\u00e4tsnetzwerke an der Basis, um die unmittelbaren Bed\u00fcrfnisse der Menschen zu befriedigen, die am meisten unter den Auswirkungen des Konflikts leiden, seien es Lebensmittel oder medizinische Hilfe. Au\u00dferdem brauchen wir Unterst\u00fctzungsnetzwerke f\u00fcr diejenigen, die Streiks, Sabotage und Fahnenflucht begehen, sowie internationale Netzwerke f\u00fcr diejenigen, die sich auf beiden Seiten der Front verstecken oder fliehen.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/08\/15\/fai-novy-anarchisticky-manifest-proti-valce\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: die FAI \u2013 Federazione Anarchica Italiana<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Dies ist keine Ideologie, die sich von Leben abwendet. Es sind konkrete praktische Schritte, die Leben retten und helfen, sie gerechter zu organisieren, als es bei jeder Kriegsmobilisierung durch widerstreitende M\u00e4chte denkbar ist.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Als Revolution\u00e4re aus anderen L\u00e4ndern m\u00fcssen wir wachsam sein und uns mit solchen Aktionen solidarisieren, wenn sie stattfinden, nicht nur indem wir sie \u00fcbersetzen, verbreiten und sichtbar machen, sondern auch indem wir gegen die Bourgeoisien \u201eunserer\u201c L\u00e4nder k\u00e4mpfen; das hei\u00dft, durch die Internationalisierung des proletarischen Kampfes gegen den imperialistischen Krieg, denn die Isolierung solcher Aktionen wird unweigerlich zu ihrer Niederlage f\u00fchren \u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\"><b>[Proletarios Revolucionarios] \u00dcber revolution\u00e4ren Def\u00e4tismus und proletarischen Internationalismus im laufenden Krieg zwischen Russland, der Ukraine und der NATO<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>All den Kriegstreibern auf der Linken und der extremen Linken des Kapitals, die die Revolution\u00e4re erneut beschuldigen werden, \u201eneutral\u201c zu sein und \u201ekeine Seite zu ergreifen\u201c, antworten wir, dass wir in diesem Manifest und in unserer k\u00e4mpferischen T\u00e4tigkeit im Allgemeinen das Gegenteil tun: Wir stellen uns unersch\u00fctterlich auf die Seite des Proletariats und der Verteidigung seiner historischen und unmittelbaren Interessen; wir stellen uns auf die Seite seiner Aktionen zur Umw\u00e4lzung dieser Welt des Krieges und des Elends; wir stellen uns auf die Seite der Entwicklung, Verallgemeinerung, Koordinierung und Zentralisierung der bereits bestehenden Akte der Verbr\u00fcderung, Desertion und Revolte auf beiden Seiten der Front, gegen beide Kriegsparteien, gegen beide Staaten, gegen beide Nationen, gegen beide lokalen Fraktionen der Weltbourgeoisie\u2026 Wir unterst\u00fctzen die Ausweitung dieser K\u00e4mpfe und ihre organische Verbindung mit den K\u00e4mpfen, die seit Monaten \u00fcberall unter der schwarzen Sonne der Sozialdiktatur des Kapitals gef\u00fchrt werden, ob in Sri Lanka, Peru, Iran, Ecuador oder Libyen\u2026\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 Quelle<\/span><span lang=\"de-DE\"><b>: Internationalistisches Manifest gegen kapitalistischen Krieg und Frieden in der Ukraine\u2026<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 21: <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Menschen, die den milit\u00e4rischen Widerstand der Ukrainer ablehnen, sind nur an ideologischer Reinheit interessiert und k\u00fcmmern sich nicht um die wirklichen Menschen.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Der Vorwurf der Missachtung der Opfer der Kriegsaggression ist an dieser Stelle eher emotional gef\u00e4rbt als auf der Wahrheit basierend. Denn die Ablehnung des Krieges in unserer Vorstellung ist nicht durch die Sorge um abstrakte Ideen und das Desinteresse an den konkreten Menschen in den bombardierten St\u00e4dten motiviert. Im Gegenteil, diese Menschen stehen bei unserer Analyse im Mittelpunkt.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Die Schwarz-Wei\u00df-Sichtweise, die die Menschen in r\u00fccksichtsvolle Bef\u00fcrworter der ukrainischen Armee und r\u00fccksichtslose Gegner der Unterst\u00fctzung unterteilt, ist sehr irref\u00fchrend. In Wirklichkeit werden beide Meinungslager oft von dem gleicherma\u00dfen aufrichtigen Wunsch angetrieben, einer verst\u00fcmmelten und ermordeten Bev\u00f6lkerung so hilfreich wie m\u00f6glich zu sein. Was sich unterscheidet, ist ihre Position in der Frage, was eine angemessene und effektive Hilfe ist. Einige sehen sie in der Unterst\u00fctzung der Kriegsanstrengungen auf ukrainischer Seite, andere in der Untergrabung der Kriegsanstrengungen auf allen Seiten der Kriegslinie.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Wir werden unseren Gegnern nicht vorwerfen, dass sie sich nicht um die Menschen k\u00fcmmern, die im Krieg geopfert wurden. Wir denken nicht, dass sie skrupellos sind, sondern nur, dass sie sich in ihren Einsch\u00e4tzungen irren. Sie liegen falsch, wenn sie sagen, dass das Leben der bombardierten Bev\u00f6lkerung am besten gesch\u00fctzt wird, indem man sich den Kriegsanstrengungen anschlie\u00dft.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Wie das Sprichwort sagt: \u201eDer Weg ins Verderben ist mit guten Vors\u00e4tzen gepflastert.\u201c Und deshalb k\u00f6nnen wir die Kriegspropagandisten in anarchistischen Kreisen nicht mit der Kritik verschonen, dass \u201esie es gut meinen\u201c. Unsere Analyse geht tiefer als die Absichten selbst und untersucht, wer die Behauptungen aufstellt. Uns interessiert vor allem, was tats\u00e4chlich geschieht. Wenn also Menschen auf dem Schlachtfeld Leben f\u00fcr bourgeoise Interessen opfern und andere dies als Verteidigung von zivilen Leben vor einem t\u00f6dlichen Krieg interpretieren, dann sagen wir: Krieg f\u00fchrt zu eskalierender Verrohung und Massenmord, nicht zum Schutz von Leben.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>F\u00fcr das Vaterland zu k\u00e4mpfen ist nicht im Interesse der gro\u00dfen Mehrheit der Bev\u00f6lkerung der Ukraine. Was auch immer die Vorteile sein m\u00f6gen, in einem Land zu leben, das in die NATO und die EU integriert ist, sie \u00fcberwiegen nicht die Nachteile eines Krieges. In ein paar Wochen, Monaten oder Jahren, wenn die Waffen schweigen und sich der Rauch \u00fcber den zerbombten St\u00e4dten verzieht, wird den Ukrainern ein vergiftetes Land voller Tr\u00fcmmer und Massengr\u00e4ber hinterlassen. Und die westlichen L\u00e4nder werden wahrscheinlich weniger gro\u00dfz\u00fcgig mit Geld f\u00fcr den Wiederaufbau sein, als sie es jetzt mit Waffenlieferungen sind.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/06\/29\/nebojuj-za-svou-zemi\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: K\u00e4mpfe nicht f\u00fcr \u201edein\u201c Land<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Die \u00f6ffentliche Debatte scheint uns zu zwingen, uns entweder auf die Seite des russischen Imperialismus oder auf die Seite des NATO-Expansionismus und der herausragenden Rolle der Vereinigten Staaten zu stellen. Wir sollen uns auf die Seite des einen oder des anderen Nationalismus stellen. Beide Systeme organisieren jedoch mit unterschiedlichen Mitteln die Ausbeutung und machen Grenzen zu einem t\u00f6dlichen Werkzeug. Es ist kein Zufall, dass die erneute Militarisierung der Grenzen zuerst gegen Migranten eingesetzt wurde, die ein besseres Leben suchten. Es ist kein Zufall, dass es in den Erkl\u00e4rungen der beiden Seiten derzeit nicht um echte Menschenleben geht.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/k115.org\/2022\/03\/ne-valce-za-transnacionalni-politiku-miru\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: F\u00fcr eine transnationale Politik des Friedens<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 22:<\/b><\/span> <span lang=\"de-DE\"><i>Die Kritik an der Beteiligung am Krieg basiert oft auf veralteten Zitaten aus anarchistischen Klassikern, die nicht auf den heutigen Kontext \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Es stimmt, dass manchmal Figuren wie Malatesta, Bakunin, Goldman und andere zitiert werden, die sich gegen die bourgeoise Auffassung von Krieg ausgesprochen haben. Aber es stimmt auch, dass die aktuellen Bef\u00fcrworter des Krieges auf der Seite der ukrainischen Armee die gleiche Tendenz haben, Zitate zu verwenden, um ihren eigenen Positionen Gewicht zu verleihen.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Es ist leicht, nur einen Teil des Gesamtwerks einer Person herauszugreifen und andere zu ignorieren. Man interpretiert seine Worte auf seine Weise, weil es keine M\u00f6glichkeit gibt, zu \u00fcberpr\u00fcfen, wie er diesen Teil wirklich gemeint hat. Die Toten k\u00f6nnen nicht mehr debattieren oder ihre Positionen im Lichte der aktuellen Zeit und Situation neu definieren. Deshalb sehen wir ihr Zitat als Erg\u00e4nzung zu dem Argument, nicht als dessen Kern. Wir finden es wichtiger, den Stimmen unserer Zeitgenossen zuzuh\u00f6ren und unsere Ansichten mit ihnen zu teilen, als dar\u00fcber zu debattieren, was Malatesta vor hundert Jahren (falsch) gesehen hat. Genau das passiert, wenn wir versuchen, die antimilitaristischen und revolution\u00e4r-def\u00e4tistischen Manifestationen der Proletarier in der Ukraine, Russland und anderswo auf der Welt unter der Schicht der Kriegspropaganda zu suchen.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Unsere Haltung zum Krieg wird nicht durch die Aussagen eines klassischen Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen <\/span><span lang=\"de-DE\">bestimmt. Vielmehr beruhen die theoretische Ablehnung des Krieges und seine praktische Sabotage auf den Tendenzen derjenigen, die sich heute im Strudel des Krieges befinden oder bald in ihn hineingezogen zu werden drohen. So wie Maletesta zitiert wird, k\u00f6nnten wir auch die Tausenden von Deserteuren aus der ukrainischen Armee anf\u00fchren, die Frauen, die den ukrainischen Staat daran hindern, ihre Partner zwangszuverpflichten, die Saboteure, die sich aus den zerbombten St\u00e4dten zur\u00fcckgezogen haben, um die Kriegsinfrastruktur au\u00dferhalb der Ukraine mit Guerillataktiken zu untergraben.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Aber hier geht es nicht in erster Linie um Zitate, sondern darum, eine Strategie zu finden, um die Auswirkungen des Krieges zu minimieren und wie man die Situation am besten nutzt, um die Bed\u00fcrfnisse der Arbeiterklasse zu organisieren. Wir definieren Krieg als die Verweigerung dieser Bed\u00fcrfnisse zugunsten der Bed\u00fcrfnisse der Bourgeoisie. Nicht, weil irgendein Anarchist <\/span><span lang=\"de-DE\">oder irgendeine Anarchistin<\/span><span lang=\"de-DE\"> das vor hundert Jahren gesagt hat, sondern weil wir selbst Teil der Arbeiterklasse sind, die in den Krieg hineingezogen wird und gezwungen ist, f\u00fcr Interessen, die uns fremd sind, die gr\u00f6\u00dften Opfer zu bringen.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 23:<\/b><\/span> <span lang=\"de-DE\"><i>Antimilitarismus ist wichtig, aber er ist ein Problem, wenn er zum Dogma wird.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Auf dieses Argument sto\u00dfen oft Menschen, die erst unz\u00e4hlige Proklamationen und Publikationen mit antimilitaristischen Themen herausgeben, wenn der Krieg auf der anderen Seite der Welt ist, aber wenn er vor ihrer Haust\u00fcr stattfindet, fangen sie an, Kriegspropaganda zu reproduzieren. Der Grund f\u00fcr dieses Meinungsgef\u00e4lle liegt vermutlich im unterschiedlichen Kontext, im Pragmatismus und im Nicht-Dogmatismus. Die Geschichte der Klassenk\u00e4mpfe ist voll von Beispielen, in denen einige Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> versucht haben, ihre Praxis mit denselben Begr\u00fcndungen neu zu definieren. Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\">, die sich der republikanischen Regierung in Spanien anschlossen, oder die tschechischen Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\">, die in der ersten republikanischen Regierung sa\u00dfen und der kommunistischen Partei beitraten. Wir k\u00f6nnen uns auch an die Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> erinnern, die es nach 1917 vorzogen, sich den Bolschewiki anzuschlie\u00dfen, oder an diejenigen, die im Ersten Weltkrieg Partei ergriffen. All diese Beispiele zeigen, dass ihre Akteure zwar von Pragmatismus sprachen, die Praxis ihre Behauptungen aber widerlegte. Vielmehr waren ihre Handlungen letztlich pragmatisch f\u00fcr die herrschende Klasse, die diese Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> als n\u00fctzliche Idioten benutzte, wie es einigen jetzt im Fall des Krieges in der Ukraine passiert.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Zweifellos gibt es unterschiedliche Kontexte f\u00fcr Kriege. Aber der Kern ist unver\u00e4ndert, egal ob es sich um zwei Weltkriege, verschiedene \u201enationale Befreiungskriege\u201c oder den aktuellen Krieg in der Ukraine handelt. Die Variablen sind unterschiedliche Faktoren. Zum Beispiel das Machtgleichgewicht zwischen den kriegf\u00fchrenden Bl\u00f6cken, wer invasiver und aggressiver agiert oder in welche Id<\/span><span lang=\"de-DE\">e<\/span><span lang=\"de-DE\">ologie sie ihre Aktionen verpacken. Was sich jedoch nicht \u00e4ndert, ist die grundlegende Natur von Kriegen. Es sind immer blutige Konflikte, die von verschiedenen Fraktionen der herrschenden Klasse f\u00fcr ihre Interessen ausgefochten werden, und die Arbeiterklasse ist gezwungen, dabei die gr\u00f6\u00dften Opfer zu bringen. Der einzige Krieg, den wir unterst\u00fctzen k\u00f6nnen, ist ein Klassenkrieg.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Antimilitarismus ist kein abstraktes ideologisches Konstrukt, das von der Realit\u00e4t abgekoppelt ist. Im Gegenteil, er ist ein lebendiger Prozess, der aus dem Leben und den K\u00e4mpfen der Arbeiterklasse hervorgeht. Aus den Erfahrungen der Menschen aus Fleisch und Blut. Wenn wir \u00fcber Antimilitarismus sprechen, geht es um praxiserprobte Prinzipien und nicht um theoretische Abhandlungen, die von den Schreibtischen der Akademiker fallen. Wir halten uns nicht an ein Dogma. Im Gegenteil, wir konfrontieren unsere Positionen st\u00e4ndig mit der Realit\u00e4t, die uns immer wieder beweist, dass Antimilitarismus w\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs sinnvoll war, genauso wie im Fall des aktuellen Krieges in der Ukraine.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Ukrainer, Russen und Menschen aus jedem anderen Teil der Welt sind unsere Schwestern und Br\u00fcder; Klassenschwestern und -br\u00fcder, und ihnen versprechen wir, f\u00fcr sie erheben wir unsere Stimmen, um weiter zu schreien: NEIN ZUM KRIEG! NEIN ZUM MILITARISMUS!<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><i>Genug davon, dass wir uns gegenseitig umbringen, um ihre schmutzigen Gesch\u00e4fte zu erledigen. Genug von eurem Kapitalismus. (\u2026)<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><i>STOPPT DEN KRIEG! STOPP<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>T<\/i><\/span><i> <\/i><span lang=\"de-DE\"><i>IHN<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> JETZT! WEDER PUTIN NOCH BIDEN! <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>KEINE<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> NATO!<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><i>SOLDATEN ALLER ARMEEN: <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>DESERTIERT<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>!\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/osip.cz\/prohlaseni-spanelskych-odboru-cnt-map-ne-valce-ne-militarismu-proti-kazdemu-imperialismu\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Confederaci\u00f3n Nacional del Trabajo \/ CNT-<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b>AIT<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Gr\u00fc\u00dfe daher an die proletarischen Frauen in der Ukraine, sowohl in der westlichen Region Transkarpatien (also unter ukrainischer Milit\u00e4rverwaltung) als auch im Donbass, in den \u201e\u00f6stlichen Provinzen\u201c (also unter russischer Milit\u00e4rverwaltung), die auf die Stra\u00dfe gegangen sind, um ihre Verachtung f\u00fcr die \u201eVerteidigung des Vaterlandes\u201c zum Ausdruck zu bringen und die R\u00fcckkehr ihrer S\u00f6hne, ihrer Br\u00fcder, ihrer Verwandten zu fordern, die an eine der Fronten geschickt wurden, um Interessen zu verteidigen, die nicht die eigenen sind.<\/i><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><i>Gr\u00fc\u00dfe an die Proletarier in der Ukraine, die heimlich desertierten russischen Soldaten Unterschlupf gew\u00e4hren, und zwar auf eigene Gefahr, denn wenn sie verhaftet werden, entweder von den russischen oder von den ukrainischen Milit\u00e4rbeh\u00f6rden, wird ihnen klar gemacht, wo in dieser dreckigen Welt die Rechtskraft liegt, welche Seite und welches Heimatland sie zu verteidigen haben und dass keine Verbr\u00fcderung geduldet wird.<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><i>Gr\u00fc\u00dfe an die Proletarier in der Ukraine, die sich trotz der Wehrpflicht mit allen ihnen zur Verf\u00fcgung stehenden Mitteln, ob legal oder nicht, ihrer Eingliederung in die Milit\u00e4reinheiten entziehen und sich somit weigern, sich zu opfern und unter den Falten des ukrainischen Nationaltuches zu dienen.<\/i><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><i>Gr\u00fc\u00dfe an die russischen Soldaten, die seit Beginn der \u201eSpezialoperationen\u201c in der Ukraine vor dem Krieg und seinen Massakern fliehen, Panzer und gepanzerte Fahrzeuge in funktionst\u00fcchtigem Zustand zur\u00fccklassen und ihr Heil in der Flucht suchen, \u00fcber Netzwerke der Solidarit\u00e4t mit Deserteuren aus beiden Armeen.<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u201c<\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/www.autistici.org\/tridnivalka\/manifest-internacionalistu-proti-kapitalisticke-valce-a-miru-na-ukrajine\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Internationalistisches Manifest gegen kapitalistischen <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b>den<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b> Krieg und Frieden in der Ukraine\u2026<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 24:<\/b><\/span> <span lang=\"de-DE\"><i>Die Weigerung, sich am Kampf auf der Seite des ukrainischen Kriegswiderstands zu beteiligen, ist Ausdruck der kulturellen Hybris der westlichen Linken.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Dieser Mythos ist nur deshalb seltsam, weil die Menschen, die hinter diesem Text stehen, aus Mitteleuropa kommen, so dass man ihnen kaum westliche Herablassung vorwerfen kann. In Wirklichkeit ist der Widerspruch zwischen westlicher und mittel-osteurop\u00e4ischer Mentalit\u00e4t ein falscher Widerspruch. Nicht, dass es keine Faktoren g\u00e4be, die die Meinung der Menschen beeinflussen, je nachdem, wo sie leben. Es gibt sie, sie sollten nur nicht als allgemeing\u00fcltige Schablonen stereotypisiert werden.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Hier geht es nicht um einen Gegensatz zwischen dem unempathischen Westen und der empathischen Mitte oder dem Osten. Es ist ein Gegensatz zwischen zwei verschiedenen Perspektiven, durch die das Problem des Krieges betrachtet wird. Die eine ist liberal-reformistisch und damit konterrevolution\u00e4r, die andere ist revolution\u00e4r. Beide Perspektiven werden von Menschen vertreten, die sich zum Anarchismus bekennen, was zeigt, dass dieses Etikett allein keine \u00dcbereinstimmung in grundlegenden Fragen impliziert. Wichtig ist, dass sich beide Pole dieser ideologischen Rahmen \u00fcber den gesamten Globus erstrecken. Die Reproduktion von Stereotypen wie \u201eWest\u201c und \u201eOst\u201c hilft uns sicherlich nicht dabei, die imperialistische Denkweise zu untergraben, die durch die Schaffung solcher territorial definierten Gegens\u00e4tze gekennzeichnet ist.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Tatsache ist, dass die revolution\u00e4r-def\u00e4tistische Position, d.h. die Weigerung, f\u00fcr eine der Kriegsparteien Partei zu ergreifen, nicht nur unter westlichen Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> zu finden ist, auch wenn sie hier st\u00e4rker artikuliert wird. Ihre Spuren sind auch in der Tschechischen Republik, der Slowakei, Russland, der Ukraine selbst und anderen Orten in Mittel- und Osteuropa zu finden.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Wir sehen die Suche nach nicht existierenden Widerspr\u00fcchen eher als einen Versuch, einige Leute heimlich aus der Arena der internationalen Debatte und der praktischen Koordination anarchistischer Aktivit\u00e4ten zu entfernen. Es reicht aus, jemanden als herablassend oder skrupellos zu bezeichnen, um viele zu dem Schluss zu bringen, dass es nicht legitim ist, mit solchen Menschen zu diskutieren, geschweige denn mit ihnen zusammenzuarbeiten. Wir sehen eine gewisse Tendenz zur Manipulation.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Vergessen wir nicht, dass der beste Weg, die Akzeptanz des Krieges zu f\u00f6rdern, darin besteht, Angst vor ihm zu verbreiten. Morgen, nach ein paar geschickten Modifikationen der Propaganda des Regimes, wird sich diese Angst vor dem totalen Krieg leicht in den Wunsch verwandeln, einen begrenzten Krieg zu akzeptieren, um den totalen Krieg zu vermeiden, und wer wei\u00df, vielleicht finden wir einen neuen Kropotkin (unter den vielen Neokropotkinisten, die unsere anarchistischen Publikationen bev\u00f6lkern), der in der Lage ist, die Notwendigkeit eines kleinen Krieges im Angesicht des totalen Krieges zu unterst\u00fctzen (schlie\u00dflich \u201epiccolo \u00e8 bello\u201c \u2013 \u201eklein ist sch\u00f6n\u201c)\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><a href=\"https:\/\/www.edizionianarchismo.net\/library\/riccardo-d-este-la-guerra-e-il-suo-rovescio\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><b> <\/b><span lang=\"de-DE\"><b>(A.d.\u00dc., auf Italienisch)<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b>: Krieg und seine Kehrseite \u2013 Alfredo Maria Bonanno<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 25:<\/b><\/span> <span lang=\"de-DE\"><i>Es ist leicht, die Teilnahme am Krieg von Menschen abzulehnen, die ihre Meinung an einem sicheren Ort fernab des Krieges \u00e4u\u00dfern und nicht auf die Bombardierung ihrer St\u00e4dte reagieren m\u00fcssen.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Es stimmt, dass es einfacher ist, seine eigene Sichtweise des Krieges aus sicherer Entfernung zu organisieren, als wenn Bomber \u00fcber dir fliegen. Aber ist eine solche Sichtweise minderwertig und sollte nicht ber\u00fccksichtigt werden? Ist die Sicht der Menschen in bombardierten Orten anderen Sichtweisen \u00fcberlegen, weil die Menschen in einem Kriegsgebiet mehr Schrecken und Leid erfahren?<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Wir k\u00f6nnten genauso gut sagen, dass es einfach ist, mehr Waffenlieferungen an die ukrainische Armee und Unterst\u00fctzung f\u00fcr die K\u00e4mpfer der Territorialverteidigung von Menschen zu fordern, die dies aus der Sicherheit ihrer H\u00e4user heraus tun, die in ihrem Leben noch nie eine Schusswaffe in der Hand hatten und nicht in der Lage w\u00e4ren, sie zu benutzen, wenn der Krieg hierher kommt. Wir sehen und respektieren ihre Meinung, auch wenn wir sie nicht unterst\u00fctzen, weil wir eine andere Meinung haben. Warum sollte ein anderer Ma\u00dfstab an Menschen angelegt werden, die sich weigern, in einem Krieg Partei zu ergreifen und nicht zur Unterst\u00fctzung der Truppen aufrufen?<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Im Namen der \u201enationalen Befreiung\u201c, des \u201eNationalismus der Unterdr\u00fcckten\u201c oder des \u201eAntiimperialismus\u201c unterst\u00fctzt die Linke schlie\u00dflich den imperialistischen Krieg, unterst\u00fctzt den organisierten und gegenseitigen Mord an den verschiedenen Nationalit\u00e4ten der Arbeiterklasse unter \u201eihren\u201c Flaggen. Das tr\u00fcgerische Ideal der \u201enationalen Befreiung\u201c hat in der Geschichte zu nichts anderem gef\u00fchrt als zur Entstehung korrupter, b\u00fcrokratischer Regime, die schlie\u00dflich die Arbeiter <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>und Arbeiterinnen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> unterdr\u00fccken, sobald sie die Kontrolle \u00fcber die Maschinerie des kapitalistischen Staates erlangen.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/07\/01\/anarchismus-nacionalismus-valka-a-mir\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Anarchismus, Nationalismus, Krieg und Frieden<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 26:<\/b><\/span> <span lang=\"de-DE\"><i>Menschen, die die Teilnahme am Krieg aus sicherer Entfernung kritisieren, sind unempathisch und herablassend, weil sie den Menschen vor Ort nicht zuh\u00f6ren.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Obwohl wir die herablassenden Tendenzen einiger Menschen wahrnehmen, denken wir, dass das Etikett \u201eherablassend\u201c oft mechanisch auf jeden angewendet wird, der sich kritisch \u00fcber die Unterst\u00fctzung der ukrainischen Armee f\u00fcr den Krieg \u00e4u\u00dfert. Es geht darum, die Stimme der Kritiker herabzusetzen, zu stigmatisieren und aus der Debatte auszuschlie\u00dfen. Am st\u00e4rksten betroffen sind dann Menschen aus Westeuropa oder den USA, deren Meinung oft schon allein deshalb nicht ber\u00fccksichtigt wird, weil sie nicht aus Mittel- oder Osteuropa stammen. Im Kern ist ein solcher Mechanismus tats\u00e4chlich diskriminierend, stereotypisierend und vorurteilsbehaftet, auch wenn seine Bef\u00fcrworter andere beschuldigen, genau das zu tun.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Zu sagen, dass wir gegen den Krieg sind und uns weigern, in dem Konflikt Partei zu ergreifen, bedeutet nicht automatisch, dass uns die Meinung der Menschen in der Ukraine egal ist und dass es uns gleichg\u00fcltig ist, wenn sie unter Beschuss von russischen Truppen stehen. Tats\u00e4chlich h\u00f6ren wir diesen Menschen zu und sehen, dass es nicht nur eine einheitliche Stimme gibt, sondern einen riesigen Flickenteppich aus vielen Meinungen, die oft an der Basis auseinandergehen. Tats\u00e4chlich nehmen dieselben Leute, die uns vorwerfen, wir w\u00fcrden nicht zuh\u00f6ren, oft nur eine Tendenz aus dem vielschichtigen Ganzen heraus und ignorieren die anderen oder spielen sie herunter. Wir versuchen, so vielen Stimmen wie m\u00f6glich zuzuh\u00f6ren, aber wir unterst\u00fctzen nur die, die wir konstruktiv finden. Andere kritisieren wir und weigern uns, sie zu unterst\u00fctzen. Kurz gesagt, wir nehmen unterschiedliche Tendenzen wahr und versuchen nicht, die Kriegspropaganda zu unterst\u00fctzen, die die ukrainische Bev\u00f6lkerung als eine geeinte Gemeinschaft darstellt, die einstimmig zur Beteiligung am Krieg aufruft.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Einige unserer Kritiker werfen uns vor, nicht zuzuh\u00f6ren, aber sie ignorieren die Stimmen des Teils der Bev\u00f6lkerung, der sich weigert, die ukrainische Armee zu unterst\u00fctzen und sich gegen die Zwangseinberufung von M\u00e4nnern wendet, die nicht k\u00e4mpfen wollen. Die Stimme der ukrainischen Deserteure wird ignoriert, w\u00e4hrend die Stimme der ukrainischen Soldaten so wiedergegeben wird, als w\u00e4re sie die einzige, die geh\u00f6rt wird. Das nennt man Kriegspropaganda, nicht Zuh\u00f6ren und Empathie.<\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u2013 EINWOHNER VON CHARKOW SAGEN:<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Die Menschen w\u00e4hlen die beste L\u00f6sung f\u00fcr die aktuelle Situation. Warum sollten sie etwas sch\u00fctzen wollen, das ihnen nicht geh\u00f6rt? Die Beh\u00f6rden haben sich 30 Jahre lang die Taschen vollges<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>topft<\/i><\/span><i> <\/i><span lang=\"de-DE\"><i>mit<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> Pal\u00e4ste und Yachten im Ausland. Jetzt soll die Elite ihren hart erarbeiteten Reichtum sch\u00fctzen, w\u00e4hrend die arbeitende Bev\u00f6lkerung einen sicheren Hafen im Ausland genie\u00dft. Wenn die herrschende Klasse sich nicht verteidigen will, sie schickt nicht einmal ihre Kinder an die Front, warum sollte dann die ausgebeutete Klasse k\u00e4mpfen? Zeig mir einen Oligarchen (egal ob russisch oder ukrainisch), der seinen Besitz verkauft hat, sich und sein Wachbataillon bewaffnet hat und jetzt pers\u00f6nlich mit Panzern an die Front f\u00e4hrt und schie\u00dft.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/www.aitrus.info\/node\/6013\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Neue Arbeit und soziale Konflikte<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 27:<\/b><\/span> <span lang=\"de-DE\"><i>Den Widerstand der ukrainischen Armee von au\u00dferhalb der Ukraine zu kritisieren, bedeutet, der ukrainischen Bev\u00f6lkerung die Selbstbestimmung und die F\u00e4higkeit abzusprechen, selbstbestimmt Ver\u00e4nderungen herbeizuf\u00fchren.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Wir glauben nicht, dass wir ein Vorrecht haben, \u00fcber die Zukunft der ukrainischen Bev\u00f6lkerung zu entscheiden. Aber wir denken auch nicht, dass man ihnen dieses Recht verweigert, wenn jemand bestimmte Ma\u00dfnahmen kritisiert, die sie als Teil ihrer Selbstbestimmung ergreifen wollen. Die Rede vom Recht auf Selbstbestimmung wird sehr oft zu einem Argument, um \u00fcber die Schrecken hinwegzusehen, die jemand gew\u00e4hlt hat. Manche sehen darin auch eine Rechtfertigung f\u00fcr die Unterst\u00fctzung reaktion\u00e4rer Tendenzen, die emanzipatorische Bewegungen behindern. Deshalb nehmen manche Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> Ansto\u00df daran, dass ein Staat die Souver\u00e4nit\u00e4t eines anderen Staates nicht respektiert, als ob es die Aufgabe von Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> sein sollte, f\u00fcr den Staat und seine Souver\u00e4nit\u00e4t zu k\u00e4mpfen. Dieselben Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> rufen auch zur Unterst\u00fctzung des Teils der ukrainischen Bev\u00f6lkerung auf, der sich entschieden hat, f\u00fcr die bourgeoise Demokratie zu k\u00e4mpfen und zu sterben. Sie haben sich daf\u00fcr entschieden, sagen sie, und wir m\u00fcssen sie dabei unterst\u00fctzen, damit wir nicht respektlos, paternalistisch und skrupellos sind. Kurz gesagt, dieser Teil der liberalen Demokraten, die sich aus irgendeinem Grund Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> nennen, sind bereit, selbst die dem Anarchismus feindlichsten Tendenzen zu unterst\u00fctzen, mit der Begr\u00fcndung, dass wir die Selbstbestimmung und die Meinungen der Menschen, die diese Tendenzen zum Ausdruck bringen, respektieren m\u00fcssen. Wenn wir diese Perspektive zum Beispiel auf die Tschechische Republik \u00fcbertragen wollten, w\u00fcrde das bedeuten, dass wir den sehr gro\u00dfen Teil der dortigen Bev\u00f6lkerung unterst\u00fctzen sollten, der die parlamentarische Demokratie als eine M\u00f6glichkeit sieht, seine Interessen zu verteidigen. Vor jeder Wahl w\u00fcrden wir zu ihrer Unterst\u00fctzung aufrufen und Mittel f\u00fcr den Wahlkampf von Politikern bereitstellen, denn das ist es, was diese Menschen wollen und wir wollen nicht respektlos gegen\u00fcber ihrer Selbstbestimmung sein. Und wenn es jemand aus einem anderen Land wagt, die Wahlbeteiligung der tschechischen Arbeiter <\/span><span lang=\"de-DE\">und Arbeiterinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> zu kritisieren, sollten wir <\/span><span lang=\"de-DE\">sie<\/span><span lang=\"de-DE\"> als hochm\u00fctige Person verurteilen, die den tschechischen Arbeitern <\/span><span lang=\"de-DE\">und Arbeiterinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> nicht zuh\u00f6rt und ihnen aus einem Gef\u00fchl der kulturellen \u00dcberlegenheit heraus vorschreiben will, wie sie ihre Zukunft zu gestalten haben. Das w\u00e4re unsinnig und wir teilen diese Sichtweise nicht. Deshalb werden wir, genauso wie wir die Wahlbeteiligung der tschechischen Arbeiter <\/span><span lang=\"de-DE\">und Arbeiterinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> kritisieren, die Wahlbeteiligung der ukrainischen Arbeiter <\/span><span lang=\"de-DE\">und Arbeiterinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> im Krieg kritisieren. Wenn jemand das als herablassend bezeichnet, dann soll es so sein. Wir organisieren uns nicht, um die ganze Welt zu \u00fcberzeugen, dass wir wunderbar sind, sondern um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Dazu brauchen wir sicherlich Verbindungen zu anderen Menschen, aber nicht unbedingt zu allen und um jeden Preis. Wir erliegen nicht dem Quantit\u00e4tswahn, der besagt, je mehr Menschen du zusammenbringst, desto mehr Erfolg hast du. Vielmehr schauen wir auf den Inhalt und darauf, zu welchem Zweck die Menschen sich verbinden. Reaktion\u00e4re und konterrevolution\u00e4re Positionen werden von uns nicht unterst\u00fctzt, selbst wenn sie von der gro\u00dfen Mehrheit der Menschheit gew\u00e4hlt werden, denn wir sehen das nicht als einen Weg, unsere Emanzipation anzugehen.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Die Streitkr\u00e4fte sind den sozialen Kr\u00e4ften in der Gesellschaft, aus der sie hervorgehen, schutzlos ausgeliefert. Die Revolte in der zivilen Gesellschaft dringt durch die Fassade der Armee bis in die Reihen der Rekruten vor. Das Verh\u00e4ltnis zwischen Offizieren und Rekruten ist ein Spiegelbild des Verh\u00e4ltnisses zwischen Chefs und Angestellten, und sowohl in der milit\u00e4rischen als auch in der zivilen Version des Arbeitsplatzes treten \u00e4hnliche Dynamiken des Klassenkonflikts auf. Das Milit\u00e4r ist niemals eine hermetisch abgeschlossene Organisation. Und unsere Machthaber wissen das alles. Unsere Herrscher wissen, dass sie dem Widerstand der Massen ausgesetzt sind und dass ihr Reichtum und ihre Macht die Frauen und M\u00e4nner der Arbeiterklasse, von denen sie abh\u00e4ngig sind, von innen heraus zerst\u00f6ren k\u00f6nnen. Und wir sollten das auch wissen.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kknihovna.wordpress.com\/2011\/02\/23\/khaki-rebelove-podvraceni-americkych-ozbrojenych-sil-za-vietnamske-valky\/\"><span lang=\"de-DE\">Q<\/span><\/a><a href=\"https:\/\/kknihovna.wordpress.com\/2011\/02\/23\/khaki-rebelove-podvraceni-americkych-ozbrojenych-sil-za-vietnamske-valky\/\"><span lang=\"de-DE\">uelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: khaki rebels: Die Subversion der amerikanischen Streitkr\u00e4fte w\u00e4hrend des Vietnamkriegs<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Betonen wir auch die Tatsache, dass die Positionen des proletarischen Internationalismus und des revolution\u00e4ren Def\u00e4tismus angesichts des ung\u00fcnstigen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisses f\u00fcr unsere Klasse im Moment oder angesichts ihrer Niederlage nach der Weltrevolution 2019 nicht offensiv sein k\u00f6nnen, d.h. als echte Alternative wirken und die proletarische Weltrevolution durchf\u00fchren k\u00f6nnen, sondern defensiv sein k\u00f6nnen. Defensiv, um was zu verteidigen? Nicht abstrakte Prinzipien, sondern das Leben von Hunderttausenden von Proletariern in den kriegf\u00fchrenden Regionen. Leben, die von den Proletariern selbst verteidigt werden m\u00fcssen, ohne Vermittler oder Vertreter.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\"><b>[Proletarios Revolucionarios] \u00dcber revolution\u00e4ren Def\u00e4tismus und proletarischen Internationalismus im laufenden Krieg zwischen Russland, der Ukraine und der NATO<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 28: <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Die Gegner der Unterst\u00fctzung f\u00fcr die ukrainischen Streitkr\u00e4fte sind in Wirklichkeit Propagandisten f\u00fcr das Putin-Regime.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Wenn wir die Dinge mit einem n\u00fcchternen und nicht mit einem von Kriegspropaganda belasteten Auge betrachten, k\u00f6nnen wir eine wichtige Tatsache erkennen: Kriegs- und Pro-Regime-Propaganda gibt es sowohl auf der russischen als auch auf der ukrainischen Seite. Aber wir entscheiden uns nicht f\u00fcr die eine Kriegspropaganda im Gegensatz zur anderen. Wir weigern uns, ihr zuzuh\u00f6ren und sie zu verbreiten, egal, von welcher Seite sie kommt.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Der Mechanismus der Kriegspropaganda ist die Selektivit\u00e4t der Informationen. Bestimmte Teile des farbenfrohen Ganzen werden herausgegriffen und zu unglaublichen Ausma\u00dfen aufgeblasen. Andere Teile wiederum werden besch\u00f6nigt, unsichtbar gemacht, zum Schweigen gebracht, l\u00e4cherlich gemacht und verharmlost. Wer ein Beispiel f\u00fcr eine solche Propaganda sucht, braucht sich nur die Berichte anzuschauen, die in einigen anarchistischen Medien immer wieder \u00fcber den Stolz des ukrainischen Milit\u00e4rs kursieren. Dabei werden weder die zahlreichen Deserteure und Kriegsgegner-, <\/span><span lang=\"de-DE\">innen<\/span><span lang=\"de-DE\"> in der ukrainischen Region noch die unn\u00f6tigen Gr\u00e4ueltaten der ukrainischen Armee erw\u00e4hnt. Wir lehnen diese Art von Kriegspropaganda ab, genauso wie die der Unterst\u00fctzer des Putin-Regimes. Anti-Kriegs-Agitation ist keine Pro-Regime-Propaganda.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Paradoxerweise wissen die meisten Menschen auch heute noch nicht, was Krieg eigentlich ist, d.h. was er bedeutet, welche Ursachen er hat und welche Folgen er wirklich hat. Die Menschen denken oft, dass sie es \u201awissen\u2018, weil sie es im Fernsehen gesehen oder dar\u00fcber gelesen haben; andererseits ist es klar, dass wir das gesehen und gelesen haben, was sie uns sehen und lesen lassen wollen, und dass die Bombardierung mit Informationen nicht zum wirklichen Verst\u00e4ndnis beitr\u00e4gt, sondern zur Verwirrung dar\u00fcber, was der Zweck ist.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><a href=\"https:\/\/www.edizionianarchismo.net\/library\/riccardo-d-este-la-guerra-e-il-suo-rovescio\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><b> <\/b><span lang=\"de-DE\"><b>(A.d.\u00dc., auf Italienisch)<\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><b>: Krieg und seine Kehrseite \u2013 Alfredo Maria Bonanno<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>In den vielen Interviews mit Ukrainern in westlichen Medien h\u00f6rt man nie jemanden, der Opposition oder gar Zweifel am Krieg \u00e4u\u00dfert, obwohl wir aus den sozialen Medien und unseren eigenen Quellen wissen, dass es sie gibt. Aber den Medien zufolge sind alle dort bereit, f\u00fcr die Nation zu sterben. Dennoch hielt es Zelensky f\u00fcr notwendig, ein Ausreiseverbot f\u00fcr alle M\u00e4nner zwischen 18 und 60 Jahren zu erlassen. Jeder muss als Kanonenfutter f\u00fcr das Vaterland zur Verf\u00fcgung stehen.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u2013 <\/b><\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/06\/29\/nebojuj-za-svou-zemi\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: K\u00e4mpfe nicht f\u00fcr \u201edein\u201c Land<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 29: <\/b><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>In diesem Krieg muss die Demokratie gewinnen, damit der Faschismus\/die Diktatur nicht gewinnt.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Es steht au\u00dfer Frage, dass der Faschismus\/die Diktatur das Problem ist. Es ist nur so, dass das schlimmste Produkt des Faschismus der Antifaschismus ist. Immer wenn der Faschismus verfolgt wird, als w\u00e4re er das schlimmste aller \u00dcbel, wird der Weg f\u00fcr andere Staatsformen \u2013 wie demokratische \u2013 geebnet und ihre Verbrechen werden unterst\u00fctzt. Antifaschistische Einheit ist nichts anderes als klassen\u00fcbergreifende Kollaboration, bei der sich die Proletarier mit der Bourgeoisie zusammentun, die trotz des \u201etempor\u00e4ren B\u00fcndnisses\u201c nicht z\u00f6gert, hart gegen alle antikapitalistischen und staatsfeindlichen Manifestationen vorzugehen. Antifaschistische Mobilisierungen werden oft mit der Notwendigkeit begr\u00fcndet, dem Totalitarismus entgegenzutreten, aber sie tun dies auf eine Art und Weise, die die autorit\u00e4ren Merkmale der parlamentarischen Demokratie verst\u00e4rkt. Wie <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Gilles Dauv\u00e9 <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">feststellte, \u201eendet der Antifaschismus immer damit, dass er den Totalitarismus st\u00e4rkt; sein Kampf f\u00fcr einen \u201edemokratischen\u201c Staat endet damit, dass er den Staat st\u00e4rkt.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Die parlamentarische Demokratie mag weniger intensiv staatliche Gewalt aus\u00fcben als ein faschistisches Regime, aber das ist kein Grund, f\u00fcr die Demokratie zu k\u00e4mpfen und zu sterben. Diejenigen, die behaupten, dass die Arbeiterklasse in einer liberalen Demokratie mehr und besser organisiert ist, sind so sehr in ihren Fantasien gefangen, dass sie den Bezug zur Realit\u00e4t verloren haben. Tats\u00e4chlich neigt die k\u00e4mpferische Arbeiterbewegung in der Demokratie oft dazu, zu erlahmen; sie wird allm\u00e4hlich von den Strukturen des Staates aufgesogen, der gleichzeitig nicht z\u00f6gert, jede radikale Tendenz zu unterdr\u00fccken. Es kann bezweifelt werden, dass die errungene demokratische Form des Staates bedeutet, dass autorit\u00e4re Tendenzen aus dem Staatsapparat verschwinden. Sie werden bleiben und sich immer dann manifestieren, wenn die Arbeiterklasse ihren Kopf erhebt und beginnt, als organisierte autonome Kraft k\u00e4mpferisch zu handeln. Mit anderen Worten: Die liberale Demokratie wird niemals die Antithese oder Negation der Diktatur sein; sie wird immer eine der Organisationsformen der totalisierenden kapitalistischen Ordnung sein. In der Tat sind diktatorische und demokratische Kr\u00e4fte in jedem Staat gleichzeitig vorhanden und schlie\u00dfen sich nicht gegenseitig aus. Ihr relatives Verh\u00e4ltnis zueinander h\u00e4ngt von der (Un-)Kampff\u00e4higkeit der Arbeiterklasse und der (Un-)F\u00e4higkeit der Bourgeoisie ab, die Herrschaft ihrer Klasse \u00fcber die Gesellschaft zu sichern.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Der Staat wird nur dann fallen, wenn wir sowohl seine diktatorischen als auch seine demokratischen Tendenzen gleichzeitig untergraben. Wenn wir uns ausschlie\u00dflich auf die Unterdr\u00fcckung eines Teils konzentrieren, wird er fr\u00fcher oder sp\u00e4ter mit Hilfe des anderen Teils wiederhergestellt werden. Vergessen wir nicht, dass der demokratische Staat die M\u00f6glichkeit beh\u00e4lt, autorit\u00e4re Ma\u00dfnahmen einzuf\u00fchren, so wie der faschistische Staat das Proletariat manchmal durch demokratische Kooptation befriedet. Das Dilemma von Faschismus oder Demokratie ist falsch. In Wirklichkeit wissen internationalistische Revolution\u00e4re, dass es nur zwei M\u00f6glichkeiten gibt: den Kapitalismus oder seine revolution\u00e4re \u00dcberwindung.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Die Faszination des \u201ebewaffneten Kampfes\u201c wendet sich schnell gegen die Proletarierinnen und Proletarier, sobald sie ihre Schl\u00e4ge ausschlie\u00dflich gegen eine bestimmte Form des Staates richten und nicht gegen den Staat selbst.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"http:\/\/ulozto.cz\/xDfft287\/fasismus-a-antifasismus-gilles-dauve-final-pdf\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: Faschismus und Antifaschismus \u2013 Gilles Dauv\u00e9<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Wenn die Niederlage im Krieg f\u00fcr Russland einige politische Ver\u00e4nderungen bedeutet (zumindest einen Palastputsch und eine m\u00f6gliche Aufspaltung in Teile oder einen teilweisen Verlust der Souver\u00e4nit\u00e4t), sieht die Zukunft der Ukraine in jedem Fall sehr traurig aus. Nicht umsonst wurde Zelensky lange vor dem Krieg oft mit dem jungen Putin verglichen, und als Ergebnis des Sieges k\u00f6nnten wir ein Regime bekommen, das nicht weniger diktatorisch ist als das russische. Ein sehr bezeichnendes Beispiel kam diesen Monat, als er erkl\u00e4rte, dass die Grenzen bis zum Ende des Kriegsrechts nicht f\u00fcr Menschen ge\u00f6ffnet werden (\u2026)\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/09\/13\/rozhovor-s-ukrajinskou-anarchistickou-skupinou-assembly\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\">:<\/span><span lang=\"de-DE\"><b> Interview mit der ukrainischen anarchistischen Gruppe Assembly<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Kurz gesagt, sowohl der eine als auch der andere kapitalistisch-imperialistische Block, der sich derzeit im Krieg befindet, ma\u00dft sich an, \u201eder Retter der Demokratie\u201c zu sein und beschuldigt den Gegner, ein \u201efaschistisches Monster\u201c zu sein. Damit rechtfertigt er seine Kriegstreiberei und schw\u00e4rmt von der Wiederholung der \u201eglorreichen\u201c Zeiten des Zweiten Weltkriegs. Genug, um zu erkennen, dass \u201eDemokratie gegen Faschismus\u201c ein falscher Antagonismus oder vielmehr ein innerbourgeoiser und innerimperialistischer Krieg ist, in dem die Proletarier nichts als Kanonenfutter sind. (\u2026) Historisch gesehen hat die Bourgeoisie, als sie feststellte, dass die Demokratie nicht mehr funktionierte, um den Vormarsch des Proletariats zu bek\u00e4mpfen, zum Faschismus gegriffen\u2026 und umgekehrt. Auch wenn sie sich in Form und Intensit\u00e4t der Gewalt, die der Staat der Reichen und M\u00e4chtigen gegen die Ausgebeuteten und Unterdr\u00fcckten aus\u00fcbt, unterscheiden, sind sie logischerweise im Kern dasselbe, oder, um es bildlich auszudr\u00fccken, Demokratie und Faschismus sind zwei Tentakel desselben Kraken: die soziale Diktatur des Kapitals \u00fcber die proletarisierte Menschheit in der ganzen Welt. Deshalb sind Demokratie und Faschismus keine Gegens\u00e4tze, sondern erg\u00e4nzen sich, so wie <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>die Linke und die Rechte<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>. (\u2026) Die Linke des Kapitals wendet sich gegen den Faschismus und nicht gegen die Demokratie, weil sie letztere verteidigt, sie ist Demokratin; oder besser gesagt, weil sie sozialdemokratisch oder reformistisch ist, auch wenn sie sich \u201emarxistisch\u201c (verschiedene\/unterschiedliche Leninisten) oder \u201eanarchistisch\u201c (liberale Anarchisten) nennt. \u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\"><b>[Proletarios Revolucionarios] \u00dcber revolution\u00e4ren Def\u00e4tismus und proletarischen Internationalismus im laufenden Krieg zwischen Russland, der Ukraine und der NATO<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Andere Interpretationen verfolgen andere Ans\u00e4tze und bewerten den russischen Imperialismus als eine Gefahr f\u00fcr ganz Europa und dar\u00fcber hinaus. Einige Elemente der libert\u00e4ren Orientierung schlie\u00dfen sich diesen Interpretationen an. Ohne die Bedrohung durch den russischen Autoritarismus und Militarismus in Frage zu stellen, glauben wir, dass nicht die milit\u00e4rische Niederlage Russlands in der Ukraine eine autorit\u00e4re Wende in Westeuropa verhindern wird. Die autorit\u00e4ren gesellschaftlichen Prozesse, die in Russland und den OTSC-L\u00e4ndern eindeutig vorherrschen, sind in der Europ\u00e4ischen Union schon seit Jahren am Werk, und der Krieg beschleunigt sie nun weiter. Au\u00dferdem basiert die \u201eDemokratie\u201c auf der Bedingung des eigenen Privilegs. Eine Sichtweise, die die Europ\u00e4ische Union als Leuchtturm der Demokratie darstellt und Russland, China und ihre Satelliten als Erben des Totalitarismus in Verbindung mit einem grausamen Kapitalismus abstempelt, ist das Herzst\u00fcck westlichen Denkens, das nicht zu uns geh\u00f6rt.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/08\/15\/fai-novy-anarchisticky-manifest-proti-valce\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: die FAI \u2013 Federazione Anarchica Italiana<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 30:<\/b><\/span> <span lang=\"de-DE\"><i>Die Aussage \u201eKein Krieg au\u00dfer Klassenkrieg\u201c ist eine abstrakte und unpraktische Parole. Sie ist f\u00fcr die bombardierte Bev\u00f6lkerung nutzlos.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Die Menschen in der Ukraine, die angegriffen werden, m\u00fcssen sich sofort mit der Situation auseinandersetzen. Aber sie werden von denjenigen in die Irre gef\u00fchrt, die behaupten, die L\u00f6sung bestehe darin, sich in der Territorial<\/span><span lang=\"de-DE\">en V<\/span><span lang=\"de-DE\">erteidigung zu verschanzen, d. h. genau dort, wo die Bomben fallen. Diejenigen, die behaupten, dass sie im B\u00fcndnis mit der ukrainischen Armee ihr Leben an die Front setzen sollen, sind Manipulierer, und ihre L\u00f6sung scheint sehr unpraktisch zu sein. Derselbe Staat, der die M\u00e4nner in den Krieg treibt, hindert sie daran, das Land zu verlassen und sich vor den Bombenangriffen au\u00dferhalb der Ukraine zu verstecken. Derselbe ukrainische Staat weist auf die Aggression der russischen Armee hin, aber seine Gesten zeigen die Bereitschaft, den Krieg zu eskalieren, selbst auf Kosten unz\u00e4hliger weiterer Opfer. Denn wenn ein Staat um seine Existenz besorgt ist, ist er bereit, die Existenz derer, die er regiert, zu opfern. In einer solchen Situation ist das Bem\u00fchen, einen innerimperialistischen Krieg in einen Klassenkrieg umzuwandeln, keine abstrakte Ideologie, sondern eine Frage von Leben und Tod. Und das ist nicht nur eine Frage des \u00dcberlebens der ukrainischen Bev\u00f6lkerung, sondern der gesamten Menschheit. Die M\u00f6glichkeit eines dritten Weltkriegs ist ebenso wenig ausgeschlossen wie der Einsatz eines extrem zerst\u00f6rerischen Atomwaffenarsenals.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Der Punkt ist, dass es keinen Kapitalismus ohne Krieg gibt, erst recht nicht in Krisenzeiten, die einmal mehr den gewaltt\u00e4tigen und katastrophalen Charakter dieses Systems entlarven. Und dass im Rahmen der gegenw\u00e4rtigen kapitalistischen Krise ein Dritter Weltkrieg m\u00f6glich ist. Das w\u00e4re \u00fcbrigens kein klassischer Krieg, sondern eine neue Art von Krieg: \u201ehybrid\u201c, fragmentiert, gestaffelt und, was am schlimmsten ist, nuklear und verheerend. Hinzu kommt die anhaltende globale \u00f6kologische Krise. Dadurch wird unsere Art ernsthaft vom Aussterben bedroht.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><i>Aus diesen schwerwiegenden Gr\u00fcnden w\u00e4ren die Parolen, die den imperialistischen Krieg in einen Klassenkrieg und Kommunismus oder in die Ausl\u00f6schung umwandeln, nicht mehr abstrakt, sondern konkret und dringend, um das Leben der proletarisierten Menschheit, die den Planeten Erde bewohnt, zu verteidigen und zu regenerieren.<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\"><b>[Proletarios Revolucionarios] \u00dcber revolution\u00e4ren Def\u00e4tismus und proletarischen Internationalismus im laufenden Krieg zwischen Russland, der Ukraine und der NATO<\/b><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Mythos 31:<\/b><\/span> <span lang=\"de-DE\"><i>Die antimilitaristische Initiative muss darauf abzielen, den Militarismus des russischen Milit\u00e4rs zu besiegen.<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Diese Position ist in ihrem Kern legitim, aber das Problem ist, dass sie nur ein Teil einer komplexeren Wahrheit ist. Der andere Teil ist, dass die antimilitaristische Initiative ebenso darauf abzielen sollte, den Def\u00e4tismus <\/span><span lang=\"de-DE\">in <\/span><span lang=\"de-DE\">der ukrainischen Armee und jeder anderen staatlichen Armee zu <\/span><span lang=\"de-DE\">verbreiten<\/span><span lang=\"de-DE\">. Antimilitarismus ist eine Position, die auf der Opposition gegen alle staatlichen Armeen und ihre Kriege basiert. Diese Opposition bedeutet, dass Antimilitaristen nicht w\u00e4hlen, auf welcher Seite sie in Kriegen zwischen Staaten stehen. Mit anderen Worten: Sie k\u00e4mpfen nicht gegen den Militarismus des einen Staates, indem sie den Militarismus eines anderen Staates unterst\u00fctzen. Aber genau das passiert, wenn einige Leute gegen den Militarismus der russischen Armee k\u00e4mpfen wollen, indem sie den Militarismus der ukrainischen Armee unterst\u00fctzen. Sie k\u00f6nnen das in populistische Phrasen \u00fcber die Unterst\u00fctzung der \u201eSelbstverteidigung des Volkes\u201c verpacken, aber in Wirklichkeit unterst\u00fctzen sie den Militarismus, denn die Einheiten, die in der Ukraine k\u00e4mpfen, sind Teil der Strukturen der ukrainischen Armee und stehen unter dem Kommando der staatlichen Beh\u00f6rden. Es kann keine Rede davon sein, dass sie autonom sind und schon gar nicht, dass sie den Militarismus unterwandern. Sie sind militaristisch und das l\u00e4sst sich nicht dadurch \u00e4ndern, dass die Soldaten sich schwarz-rote Logos auf ihre Uniformen stecken und Erkl\u00e4rungen voller staatsfeindlicher Phrasen herausgeben.<\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\">Die antimilitaristische Position beruht \u2013 von streng pazifistischen Ausnahmen abgesehen \u2013 nicht auf der Weigerung, sich der Kriegsaggression zu widersetzen. Sie bevorzugt lediglich eine andere, nicht-militarisierte Form, diese Verteidigung zu organisieren. Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> zum Beispiel verf\u00fcgen \u00fcber einen reichen Erfahrungsschatz im bewaffneten Kampf au\u00dferhalb der staatlichen und milit\u00e4rischen Strukturen. Dieser Kampf ist in der Regel militant, aber nicht militarisiert. Wann immer einige Anarchisten <\/span><span lang=\"de-DE\">und Anarchistinnen<\/span><span lang=\"de-DE\"> beschlossen, ihre Truppen und Milizen der Logik der Armee unterzuordnen, tappten sie in eine Falle, die sp\u00e4ter ihre Niederlage bedeutete. Ein trauriges Beispiel daf\u00fcr ist die Militarisierung einiger <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>CNT-FAI <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">Milizen w\u00e4hrend der Revolution in Spanien in den Jahren 1936-1939. Die damalige Zeit war genauso widerspr\u00fcchlich wie heute. Deshalb gab es schon damals neben den Bef\u00fcrwortern der Militarisierung auch konsequente Antimilitaristen, die kein Problem damit hatten, zu den Waffen zu greifen, sich aber weigerten, sich mit der einen oder anderen Fraktion der herrschenden Klasse zu verb\u00fcnden und sich nicht der milit\u00e4rischen Logik zu unterwerfen.<\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Jeder hasst den Krieg. Vor allem die Menschen, die andere Menschen zum Sterben auf das Schlachtfeld schicken. Sie behaupten, dass sie ihn verabscheuen, aber leider werden sie von der anderen Seite dazu gezwungen. Die andere Seite, die in unsere traditionellen Jagdgebiete eindringt. Die andere Seite, die in eine \u201esouver\u00e4ne\u201c Nation eindringt. Wir haben keine andere Wahl! Wir m\u00fcssen uns verteidigen\u2026 Zu welchem \u201ewir\u201c geh\u00f6rst du? Die unerbittliche Propaganda auf beiden Seiten zwingt jeden, sich f\u00fcr eine Seite zu entscheiden, ein aktiver Teilnehmer oder ein Cheerleader (A.d.\u00dc., Bef\u00fcrworter) des Krieges zu werden. (\u2026) Der Begriff <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>(A.d.\u00dc., Kriegsverbrecher)<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i> suggeriert, dass es zwei Arten der Kriegsf\u00fchrung gibt: eine zivilisierte und eine kriminelle. Wenn es jemals einen Unterschied zwischen den beiden gab, dann wurde er durch die Fortschritte in der Milit\u00e4rtechnologie verwischt. (\u2026) Je mehr zerst\u00f6rerische Kraft jede Seite einsetzt, desto gr\u00f6\u00dfer sind die \u201eKollateralsch\u00e4den\u201c f\u00fcr die Zivilbev\u00f6lkerung. Je mehr der Krieg in der Ukraine eskaliert, desto mehr Leben von einfachen Ukrainern wird zerst\u00f6rt, desto mehr wird das Land zu einer Ruine. \u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 <\/span><a href=\"https:\/\/kronika.noblogs.org\/post\/2022\/06\/29\/nebojuj-za-svou-zemi\/\"><span lang=\"de-DE\">Quelle<\/span><\/a><span lang=\"de-DE\"><b>: K\u00e4mpfe nicht f\u00fcr \u201edein\u201c Land<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>In den letzten Jahren haben einige Gruppen und Einzelpersonen Parallelismen zwischen der sozialen Revolution im spanischen Staat von 1936 bis 1939 und der sogenannten \u201eRojava Revolution\u201c gezogen. Dies findet nun auch in der Beteiligung sogenannter<\/i><\/span> <span lang=\"de-DE\"><i>Anarchisten und Anarchistinnen im Krieg zwischen der Russischen F\u00f6deration und dem ukrainischen Staat statt. Wir haben unsererseits diesen Parallelismus niemals verwendet, denn er ergibt historisch und auf den Anarchismus bezogen gar keinen Sinn. Dieser Parallelismus wird gezogen um eine Teilnahme von Anarchistinnen und Anarchisten, sei es auf individueller oder auf kollektiver Ebene, an den Kriegen des Kapitalismus, um eine Fraktion des Kapitals zu verteidigen, zu rechtfertigen. Schon w\u00e4hrend der sozialen Revolution ab 1936 gab es viele Stimmen im revolution\u00e4ren Lager die sich gegen die Militarisierung der Revolution, sowie auch gegen die Bildung einer Volksarmee erhoben. Egal wie sehr man die Geschichte verf\u00e4lscht und sie nach den eigenen Bed\u00fcrfnissen biegt, es bleibt eine F\u00e4lschung, die Massen k\u00e4mpften damals in Spanien nicht f\u00fcr die Demokratie, die Republik, alles Instrumente der Herrschaft des Kapitals, sondern f\u00fcr die Abschaffung dieser.<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"fr-BE\" align=\"center\"><strong><span lang=\"de-DE\">Milizion\u00e4re, ja! Aber Soldaten, niemals! \u2013 Spanische anarchistische Milizen (1936)<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote13sym\" name=\"sdfootnote13anc\"><sup>13<\/sup><\/a><\/span><\/strong><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>F\u00fcr uns ist das Milit\u00e4r ein integraler Bestandteil des Faschismus. Die Armee ist das charakteristische Instrument des Autoritarismus. Die Armee zu unterdr\u00fccken, bedeutet, die M\u00f6glichkeit der Unterdr\u00fcckung zu unterdr\u00fccken, die diese Armee dem Volk bietet \u2026<\/i><\/span><\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><i>Wir verk\u00fcnden so oft wie m\u00f6glich und trotz allem, dass wir Antimilitaristen sind. Wir wollen keine Nationale Armee. Wir wollen nicht, dass die popul\u00e4ren Milizen, die den Willen des Volkes verk\u00f6rpern, verschwinden. Nur sie k\u00f6nnen die Freiheit des spanischen Volkes verteidigen.<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"><i>\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 Quelle<\/span><span lang=\"de-DE\"><b>: Ausz\u00fcge aus der franz\u00f6sischen Publikation \u201eCatalogne Libertaire 1936-1937\u201c<\/b><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span lang=\"de-DE\"><i>Wir verabscheuen beide Seiten dieses Krieges: Anstatt in diesem Krieg Partei zu ergreifen, sind wir gegen alle staatlichen Armeen und ihre Kriege \u2013 wir verabscheuen nicht nur ihre Massaker, sondern auch ihren blinden Gehorsam, ihren Nationalismus, den Gestank der Kasernen, die Disziplin und die Hierarchien. Gegen jede Form des Militarismus und des Staates zu sein, bedeutet jedoch nicht, dass wir gegen den Griff zu den Waffen sind. (\u2026) Wir wollen dem Krieg zwischen zwei Staaten unseren Antimilitarismus entgegensetzen: eine Antikriegsbewegung, die sich nicht auf die Solidarit\u00e4t mit der Nation oder dem Staat beruft, sondern auf die Ablehnung jedes staatlichen Krieges. Unabh\u00e4ngig davon, in welchem Staat wir leben, k\u00f6nnen wir die Propaganda, die Logistik und die Logik des Krieges w\u00fctend machen, st\u00f6ren und sabotieren: indem wir Sand ins Getriebe der nationalen und europ\u00e4ischen Mobilisierung streuen, indem wir jede Kader- und Rekrutierungsmentalit\u00e4t l\u00e4cherlich machen und verachten, indem wir die heimische Aufr\u00fcstung und Mobilisierung angreifen, indem wir milit\u00e4rische Versorgungslinien sabotieren und die R\u00fcstungsindustrie blockieren.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span lang=\"de-DE\">\u2013 Quelle<\/span><span lang=\"de-DE\"><b>: Gegen Krieg und milit\u00e4rische Mobilisierung: Vorbemerkungen zum Einmarsch in die Ukraine<\/b><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<div id=\"sdfootnote1\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote1anc\" name=\"sdfootnote1sym\">1<\/a>A.d.\u00dc., auf tscheschich<i> lid\u00ed<\/i>, was, wie wir herausfinden konnten, <i>Volk, Personen <\/i>und <i>Menschen<\/i> bedeutet. Kann daher alles gleicherma\u00dfen bedeuten.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote2\">\n<p class=\"sdfootnote\" lang=\"de-DE\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote2anc\" name=\"sdfootnote2sym\">2<\/a>A.d.\u00dc., <i>Black Flag<\/i> ist eine \u201eanarchistische\u201c Gruppe aus der Ukraine.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote3\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote3anc\" name=\"sdfootnote3sym\">3<\/a>A.d.\u00dc., hier auf Deutsch, <a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/06\/anarchismus-nationalismus-krieg-und-frieden\/\"><i>Anarchismus, Nationalismus, Krieg und Frieden<\/i><\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote4\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote4anc\" name=\"sdfootnote4sym\">4<\/a>A.d.\u00dc., gemeint ist die gleichnamige anarchistische Gruppe aus der Ukraine.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote5\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote5anc\" name=\"sdfootnote5sym\">5<\/a>A.d.\u00dc., auf Deutsch hier zu lesen, <a href=\"https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/03\/10\/iran-kein-krieg-ausser-dem-klassenkrieg-erklaerungen-der-arbeiter-von-haft-tappeh\/\"><i>(Iran) Kein Krieg au\u00dfer dem Klassenkrieg: Erkl\u00e4rungen der Arbeiter von Haft Tappeh<\/i><\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote6\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote6anc\" name=\"sdfootnote6sym\">6<\/a>A.d.\u00dc., der komplette Text ist auf Deutsch hier zu lesen, <a href=\"https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/07\/21\/kritischer-kommentar-zur-politischen-ausrichtung-des-textes-von-kolektivne-proti-kapitalu-mouvement-communiste\/\"><i>Kritischer Kommentar zur politischen Ausrichtung des Textes von Kolektivn\u011b proti Kapit\u00e1lu \u2013 Mouvement Communiste<\/i><\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote7\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote7anc\" name=\"sdfootnote7sym\">7<\/a>A.d.\u00dc., auf Deutsch hier zu lesen, <a href=\"https:\/\/anarchistischebibliothek.org\/library\/in-offener-feindschaft\"><i>In offener Feindschaft<\/i><\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote8\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote8anc\" name=\"sdfootnote8sym\">8<\/a>A.d.\u00dc., auf Deutsch hier zu lesen, <a href=\"https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/03\/26\/peru-ueber-den-revolutionaeren-defaetismus-und-den-proletarischen-internationalismus-im-aktuellen-russland-ukraine-nato-krieg\/\"><i>\u00dcber den revolution\u00e4ren Def\u00e4tismus und den proletarischen Internationalismus im aktuellen Russland-Ukraine\/NATO-Krieg<\/i><\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote9\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote9anc\" name=\"sdfootnote9sym\">9<\/a>A.d.\u00dc., auf Deutsch hier zu lesen, <a href=\"https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/08\/11\/internationalistisches-manifest-gegen-den-kapitalistischen-krieg-und-frieden-in-der-ukraine\/\"><i>Internationalistisches Manifest gegen den kapitalistischen Krieg und Frieden in der Ukraine\u2026<\/i><\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote10\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote10anc\" name=\"sdfootnote10sym\">10<\/a>A.d.\u00dc., auf Deutsch hier zu lesen, <a href=\"https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/05\/24\/kaempfe-nicht-fuer-dein-land\/\"><i>K\u00c4MPFE NICHT F\u00dcR \u201eDEIN\u201c LAND!<\/i><\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote11\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote11anc\" name=\"sdfootnote11sym\">11<\/a>A.d.\u00dc., wir geben gerne zu, dass wir selbst keine Ahnung haben was dieser Titel bedeutet.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote12\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote12anc\" name=\"sdfootnote12sym\">12<\/a>A.d.\u00dc., hier der Text auf English, <i><a href=\"https:\/\/www.afed.cz\/text\/7724\/people-must-come-first\">People must come first<\/a>.<\/i> Es gibt auch eine \u00dcbersetzung ins Deutsche, wir werden f\u00fcr diese Seite aber hier keine Werbung machen, es ist leicht zu finden.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote13\">\n<p class=\"sdfootnote\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/#sdfootnote13anc\" name=\"sdfootnote13sym\">13<\/a>A.d.\u00dc., auf Deutsch hier zu lesen, <a href=\"https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/08\/21\/milizionaere-ja-aber-soldaten-niemals-spanische-anarchistische-milizen-1936\/\"><i>Milizion\u00e4re, ja! Aber Soldaten, niemals! \u2013 Spanische anarchistische Milizen (1936)<\/i><\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWir Anarchisten und Anarchistinnen, wo auch immer wir leben und welche Sprache wir auch immer sprechen, sind solidarisch mit ausgebeuteten Menschen, wo auch immer sie sind, und mit denen, die unter den schrecklichen Bedingungen des Krieges leben. Wir halten es f\u00fcr unsere Pflicht, zivile Stimmen zu unterst\u00fctzen und mit ihnen solidarisch zu sein, aber nicht &hellip; <a href=\"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/?p=120\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Anarchistischer Antimilitarismus und Mythen \u00fcber den Krieg in der Ukraine<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":19357,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-120","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-general"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/120","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/19357"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=120"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/120\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":121,"href":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/120\/revisions\/121"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=120"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=120"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=120"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}