{"id":122,"date":"2023-11-15T19:25:16","date_gmt":"2023-11-15T18:25:16","guid":{"rendered":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/?p=122"},"modified":"2023-11-15T19:25:16","modified_gmt":"2023-11-15T18:25:16","slug":"gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/?p=122","title":{"rendered":"Gegen alle Kriege \u2026 au\u00dfer den \u201egerechten\u201c Kriegen?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gegen alle Kriege \u2026 au\u00dfer den \u201egerechten\u201c Kriegen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Von den Verheerungen des kleineren \u00dcbels und des Antiimperialismus im anarchistischen Milieu.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>November 2022 \/ waragainstwar@riseup.net<\/p>\n<p><em>Auch <a href=\"https:\/\/stuut.info\/Contre-toutes-les-guerres-sauf-les-guerres-justes-1131\">HIER<\/a> erh\u00e4ltlich <\/em><em>(A.d.\u00dc., auf franz\u00f6sischer Sprache)<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Wenn es um Kriege geht \u2013 und das zeigt sich derzeit im Zusammenhang mit der Ukraine -, besch\u00e4ftigen sich die herrschenden Analysen im Allgemeinen mit den geopolitischen Ursachen und Konsequenzen sowie den politischen und milit\u00e4rischen Strategien, je nach Fall mit mehr oder weniger Tiefgang oder Unterwerfung unter die offiziellen Narrative. Es wird \u00fcber Frieden und Krieg und die Beziehungen zwischen beiden diskutiert, die sogar einige Kommentatoren, die den M\u00e4chtigen ergeben sind, mit einer gewissen Subtilit\u00e4t wiedergeben, angefangen bei dem wiederbelebten \u201e<em>si vis pacem, para bellum\u201c<\/em> (\u201eWenn du den Frieden willst, bereite den Krieg vor\u201c) des antiken Roms \u00fcber die Auffassung des Krieges als \u201e<em>eine blo\u00dfe Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.\u201c<\/em>, wie General von Clausewitz es ausdr\u00fcckte.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Massen, einschlie\u00dflich der gebildeten und intellektuellen, wird weiterhin industriell bin\u00e4res <em>Storytelling<\/em> produziert, in dem das Gute gegen das B\u00f6se, der gerechte Krieg gegen den hinterh\u00e4ltigen und grausamen Feind und die gro\u00dfe Trag\u00f6die der menschlichen Zivilisationen dargestellt werden. Die Apokalypse des Johannes beschreibt, dass der Reiter, der die Gei\u00dfel des Krieges bringt, \u201e<em>die Macht erhalten hat, den Frieden von der Erde zu verbannen und zu bewirken, dass die Menschen einander t\u00f6ten; Und ihm wurde ein gro\u00dfes Schwert gegeben\u201c<\/em>. Diese Seiten wurden vor Jahrhunderten in einem sch\u00f6nen Einband den B\u00fcchern beigef\u00fcgt, die in \u201eAltes Testament\u201c umbenannt wurden und die <em>ad nauseam <\/em>(A.d.\u00dc., bis zum \u00dcberdruss) die milit\u00e4rischen Eroberungen und Massaker anpreisen, die mit der Hilfe Jahwes durchgef\u00fchrt wurden, um das glorreiche Schicksal seines auserw\u00e4hlten Volkes zu begleiten und S\u00fcnder und Gottlose zu bestrafen.<\/p>\n<p>Die geopolitische Dimension ist nat\u00fcrlich von Interesse, aber nur unter zwei Bedingungen: erstens muss sie in die Dynamik des Kapitals \u2013 in diesem Fall die Dynamik einer schweren Krise \u2013 eingeordnet werden, f\u00fcr die die Staaten nur die Anh\u00e4ngsel und bewaffneten Arme sind; zweitens darf man nicht aus den Augen verlieren, dass die Geschichte vor allem die Geschichte des Klassenkampfes bleibt. Der Kapitalismus, so totalit\u00e4r und allm\u00e4chtig er auch sein mag, wird nur so lange bestehen, wie wir weltweit bereit sind, ihn zu ertragen. Aus dieser Sicht ist der Krieg der H\u00f6hepunkt der Niederlage der Ausgebeuteten, die zu Kanonenfutter degradiert werden, um sich mit den Ausgebeuteten auf der anderen Seite f\u00fcr den Profit ihrer eigenen Ausbeuter zu zerfleischen. Jeder kapitalistische Krieg erfordert die Bildung von union sacr\u00e9es hinter einem bestimmten Staat oder einer bestimmten b\u00fcrgerlichen Fraktion, d. h. die Aufl\u00f6sung unserer Klasse im \u201eVolk\u201c, das hinter der Fahne vereint (und unterworfen) ist.<\/p>\n<p>\u201e<em>Krieg und Frieden waren schon immer zwei unterschiedliche Worte, die den Fortbestand der Ausbeutung und der Herrschaft verdecken. (\u2026) Die Anarchisten sind gegen den Krieg, gegen alle Kriege. Aber wir sind auch gegen den Frieden. Wir sind gegen den Frieden der M\u00e4rkte, gegen den Frieden der Autorit\u00e4t, gegen den Frieden der Abstumpfung und der Knechtschaft.\u201c<\/em><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote1sym\"><sup>1<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Der soziale Frieden ist also die Grundlage, die es dem Staat erm\u00f6glicht, in den Krieg zu ziehen, und die Mobilisierung soll ihn sogar noch festigen. Was die Entwicklung des Krieges und seiner Massaker betrifft, so bringen sie immer potenziell diese soziale Eintracht ins Spiel, die entweder auf mehr nationale Einheit und Kriegsfanatismus ausgerichtet ist oder Risse bekommt und durch Ungehorsam, Verbr\u00fcderung, Internationalismus der Klasse und revolution\u00e4ren Def\u00e4tismus gebrochen wird<a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote2sym\"><sup>2<\/sup><\/a>. Halten wir fest: ob diese subversiven Impulse nun auftreten oder nicht, je nach Zeit und Ort, nichts anderes wird sich dem Krieg wirklich entgegenstellen k\u00f6nnen. Anders ausgedr\u00fcckt: das einzige wirkliche Hindernis f\u00fcr kriegerische Massaker ist nicht die philosophische, sondern die aktive Verweigerung, die Wiederaufnahme des Kampfes, der soziale Krieg, der Krieg der Vaterlandslosen gegen ihre eigenen Staaten.<\/p>\n<p>Letztendlich ist es, wenn man irgendeine nationale Union akzeptiert, immer der Staat, die Warengesellschaft und ihre F\u00e4higkeit, Schaden anzurichten ( und Repression), die man verteidigt und st\u00e4rkt, und sei es im Namen eines kleineren \u00dcbels oder eines Ideals der Emanzipation gegen eine Bedrohung durch gr\u00f6\u00dfere Unterdr\u00fcckung. Dazu braucht es Regimenter, die bereit sind, von der Maloche in die Sch\u00fctzengr\u00e4ben zu ziehen, wenn das Horn bl\u00e4st, und die Nationalfarben m\u00fcssen in den Fenstern der Ausgebeuteten und der Ausbeuter wehen. Unter den Ausbeutern gen\u00fcgt es schlie\u00dflich, dass einige, die weniger prominente strategische Verantwortlichkeiten innehaben, handeln und sich organisieren, wohl wissend, dass das, was wirklich zu jeder Zeit und an jedem Ort der Welt auf dem Spiel steht, der soziale Krieg, das Risiko eines Aufstandes und, grundlegender, die Konfrontation zwischen der kapitalistischen Gesellschaft, aus der sie ihre Privilegien und ihre Macht beziehen, und der Perspektive ihres revolution\u00e4ren Sturzes ist.<\/p>\n<p>Es ist bekannt, dass die Darstellung von Ereignissen Gegenstand einer st\u00e4ndigen ideologischen Produktion ist, die der Reproduktion der bestehenden gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse dient. W\u00e4hrend man uns zur Jagd auf \u201eFake News\u201c einl\u00e4dt, ist es in Wirklichkeit jedes Ereignis, auf das wir aufmerksam gemacht werden (auf Kosten anderer, die heruntergespielt oder sogar verschwiegen werden), das ausgew\u00e4hlt, hierarchisiert und einem spezifischen Lexikon und einer spezifischen Erz\u00e4hlung unterworfen wird. Wenn der Staat reine Erfindungen braucht, werden sie nach demselben Verfahren produziert, und zwar auf der Grundlage von existierendem, verzerrtem und verf\u00e4lschtem sozialem Material. Diese Produktion von Erz\u00e4hlungen und Gegenerz\u00e4hlungen ist ein integraler Bestandteil der Kriegsmaschinerie gegen jede subversive Kritik, gegen jede M\u00f6glichkeit, einen w\u00fcnschenswerten Horizont jenseits der Mauer der Ware aufzuzeigen.<\/p>\n<p>Das gilt auch f\u00fcr die Fokussierung auf den Krieg in der Ukraine (der bereits 2014 begonnen hatte) angesichts der globalen kriegerischen und zerst\u00f6rerischen Katastrophe des Kapitalismus. Die westeurop\u00e4ischen Medien, die die zwanghaften \u201eCovid\u201c-Statistiken loslie\u00dfen, st\u00fcrzten sich sofort darauf mit vielen schrecklichen t\u00e4glichen Details \u00fcber die russische Invasion, was man weniger h\u00f6rt, wenn es um die ebenso ekelhaften Waffentaten \u201eunserer guten Staaten\u201c, \u201ebefreundeter\u201c Staaten (die, an die Waffen verkauft werden) oder Koalitionen unter westlicher \u00c4gide in der ganzen Welt geht. Wie in dem Text <em>\u201eK\u00e4mp<\/em><em>fe<\/em><em> nicht f\u00fcr \u201e<\/em><em>dein\u201c<\/em><em> Land\u201c<\/em> (Internationalist Perspective) zu Recht erw\u00e4hnt wird<a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote3sym\"><sup>3<\/sup><\/a>:<\/p>\n<p>\u201e<em>Ein seltsamer Begriff, \u201eKriegsverbrechen\u201c. Eigentlich ist er \u00fcberfl\u00fcssig, denn Krieg ist per Definition ein Verbrechen, das gr\u00f6\u00dfte aller Verbrechen. Was auch immer das Ziel ist, die Mittel sind immer Massenmord und Zerst\u00f6rung. Es gibt keinen Krieg ohne grausame Massaker. Der Begriff suggeriert, dass es zwei Arten der Kriegsf\u00fchrung gibt: eine zivilisierte und eine kriminelle.\u201c<\/em><\/p>\n<p>In diesem Rahmen des \u201eRechts\u201c und der ideologischen Unterscheidung zwischen zivilisierter und krimineller Kriegsf\u00fchrung ist eine Organisation wie <em>Amnesty International<\/em> t\u00e4tig. Nach verschiedenen Ver\u00f6ffentlichungen \u00fcber die \u201eKriegsverbrechen\u201c der russischen Armee in der Ukraine ver\u00f6ffentlichte <em>Amnesty<\/em> am 4. August einen Bericht mit dem Titel \u201e<em>Ukraine, Les tactiques de combats ukrainiennes mettent en danger la population civile\u201c<\/em> (A.d.\u00dc., Ukraine. Ukrainische Kampftaktiken gef\u00e4hrden die Zivilbev\u00f6lkerung), der auf verschiedenen Erhebungen und Zeugenaussagen aus der Praxis beruht. Hier die einleitenden Worte des Berichts:<\/p>\n<p>\u201e<em>Die ukrainischen Streitkr\u00e4fte gef\u00e4hrden die Zivilbev\u00f6lkerung, indem sie bei ihren Operationen zur Abwehr der russischen Invasion, die im Februar begann, St\u00fctzpunkte errichten und Waffensysteme in bewohnten Wohngebieten, einschlie\u00dflich Schulen und Krankenh\u00e4usern, einsetzen.<\/em><\/p>\n<p><em>Diese Kampftaktiken versto\u00dfen gegen das humanit\u00e4re V\u00f6lkerrecht und stellen eine ernsthafte Gefahr f\u00fcr die Zivilbev\u00f6lkerung dar, da sie zivile G\u00fcter in milit\u00e4rische Ziele verwandeln. Die daraus resultierenden russischen Luftangriffe in bewohnten Gebieten haben Zivilisten get\u00f6tet und zivile Infrastruktur zerst\u00f6rt.\u201c<\/em><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote4sym\"><sup>4<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Nach dieser Ver\u00f6ffentlichung wurde <em>Amnesty<\/em>, das eifrige Flaggschiff des internationalen Humanitarismus, in der westlichen Presse unter dem Vorwurf, Russland zu unterst\u00fctzen, mehrfach angegriffen. Die Ver\u00f6ffentlichung des Berichts wurde jedoch aufrechterhalten und mit einer Pressemitteilung eingeleitet, um auf diese Anschuldigungen zu reagieren, was auf das derzeitige Klima des Drucks und der Propaganda, nicht nur von Seiten Russlands, hinweist. In der Ukraine wurden ab Februar 2022 die wichtigsten Medien zu einer Einheit namens <em>United news<\/em> zusammengefasst, um die Nation mit einer Stimme sprechen zu lassen.<\/p>\n<p>In einem guten opportunistischen Schachzug verabschiedete<em> \u201e<\/em><em>die Werchowna Rada der Ukraine (Parlament) am 15. M\u00e4rz ein Gesetz, das beispiellose Einschr\u00e4nkungen in der Geschichte der unabh\u00e4ngigen Ukraine f\u00fcr Arbei<\/em><em>t<\/em><em>errechte und Gewerkschafts-, <\/em><em>Syndikats<\/em><em>aktivit\u00e4ten vorsieht. Dieses Gesetz soll die Arbeitsbeziehungen im Zusammenhang mit den von Russland in der Ukraine begonnenen Feindseligkeiten regeln. Die Regierung ist der Ansicht, dass dies eine notwendige Ma\u00dfnahme unter Kriegsbedingungen ist und dass die Gewerkschaften\/<\/em><em>Syndikate<\/em><em> gezwungen sind, diese Situation ohne Protest zu akzeptieren. Die Gewerkschaften\/<\/em><em>Syndikate<\/em><em> sagen, dass dies ein Vorwand f\u00fcr die Deregulierung ist, da bereits einige Monate vor Ausbruch des Krieges ein Gesetzentwurf vorgelegt worden war, der Einschr\u00e4nkungen der Arbeiterrechte vorsah\u2026 auf Anraten des britischen Au\u00dfenministeriums (Quelle: Serhiy Guz \/ OpenDemocracy, 18. M\u00e4rz 2022). Wir verstehen hier die Verbindung zwischen russischen oder ukrainischen Oligarchen, letztlich spielt es keine Rolle, und der britischen konservativen Regierung.\u201c<a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote5sym\"><sup>5<\/sup><\/a><\/em><\/p>\n<p>Auf der Seite des Politikers entschied der ukrainische Pr\u00e4sident Zelenski am 20. M\u00e4rz f\u00fcr den Zeitraum des aktuellen Kriegsrechts, elf politische Parteien zu verbieten, die als zu russlandnah eingestuft wurden, von denen drei im ukrainischen Parlament sitzen, was in Sachen \u201eliberale Demokratie, die gegen die russische Autokratie verteidigt werden muss\u201c ein wenig peinlich ist.<\/p>\n<p>Jeder Milit\u00e4roperation geht somit eine ideologische Neukonfiguration voraus und wird von ihr begleitet, wobei auf allen Seiten Zensur, Umschreibungen, Emphasen, Kehrtwendungen und ewige Recyclingmethoden angewandt werden. Die mediale Verst\u00e4rkung dieses Tumults tut ihr \u00dcbriges und tr\u00e4gt dazu bei, die wirklichen Br\u00fcche mit dem m\u00f6rderischen Lauf der Dinge, die immer in der Minderheit sind, zu verleugnen. Im Zeitalter der Trommeln kann ein einfacher konsequenter Pazifismus mutig sein, weil er unterdr\u00fcckt (A.d.\u00dc., im Sinne von Repression leiden) wird, aber er beh\u00e4lt alle Grenzen eines moralischen Einwands gegen den Griff zu den Waffen, gegen den Krieg und f\u00fcr den Frieden, f\u00fcr friedliche Staaten, f\u00fcr Staaten ohne Armee oder f\u00fcr Armeen (und Ordnungskr\u00e4fte) \u201eunter demokratischer Kontrolle\u201c. Der konsequente Antimilitarismus seinerseits will radikal auf keiner Seite stehen, au\u00dfer auf der der Revolution, und in keinem Krieg Partei ergreifen, au\u00dfer im sozialen Krieg, den der Staat immer und \u00fcberall gegen uns f\u00fchrt, \u201ein Kriegszeiten\u201c wie \u201ein Friedenszeiten\u201c, um diese sehr diskutable Unterscheidung wieder aufzugreifen. Dieser revolution\u00e4re Antimilitarismus ist internationalistisch in dem Sinne, dass er kein Vaterland hat und auch keinen Schutzpatron. Er ist nicht per se gegen den Einsatz von Waffen im Kampf, sondern gegen ihren milit\u00e4rischen Einsatz, gegen jede milit\u00e4rische Konzeption des Kampfes und des Aufstandes, gegen jede milit\u00e4rische, separate, spezialisierte Organisation.<\/p>\n<p>In der gegenw\u00e4rtigen Verwirrung ist es leichter, den Antimilitarismus als das zu kritisieren, was er ist, n\u00e4mlich eine Klassenposition, als ihn zu verf\u00e4lschen, ihn mit Pazifismus gleichzusetzen, mit einer Grundsatzpetition gegen den Einsatz von Waffen, und ihn als intellektuellen Luxus f\u00fcr Salonredner zu bezeichnen, die nicht mit der Realit\u00e4t des Krieges konfrontiert sind. Hier wird ein Postulat wiederverwendet, das alles andere als neutral ist: die Entscheidungen, die von Personen oder Gruppen in einer bestimmten Situation getroffen werden, sind wertvoller als der Standpunkt, den man zu ihnen einnehmen kann. Wie es der Zufall will, wird dieses Postulat nie verwendet, um eine konsequente und entschlossene Kampfbewegung gegen ihre Totengr\u00e4ber zu unterst\u00fctzen; es wird vielmehr systematisch gegen jede radikale Kritik verwendet, um die Praktiken der Kollaboration mit dem Staat und der Bourgeoisie zu verteidigen, indem eine Art absoluter freier Wille einer Arbeiterklasse fetischisiert wird, die \u201ein der Situation\u201c immer Recht haben w\u00fcrde, zumindest wenn es dem herrschenden Diskurs passt. Das ist in der Tat ein liberal-demokratisches Postulat in seiner ganzen Pracht, eine Spaltungswaffe, die Territorien absteckt, zwischen denen es darum geht, die genossenschaftliche\/gef\u00e4hrtenschaftliche, internationalistische Kritik am Zirkulieren zu hindern. Es ist auch ein Weg, die Proletarier an \u201eihre\u201c Unternehmen, \u201eihre\u201c nationale \u00d6konomie, die Geschichte \u201eihres\u201c Landes, \u201eihrer\u201c Nation, die Interessen \u201eihrer\u201c Bourgeoisie zu binden, statt an die historische Erfahrung ihrer Klasse, die keine Grenzen kennt.<\/p>\n<p>Beim Abschluss dieser Publikation entdeckten wir die franz\u00f6sische \u00dcbersetzung eines k\u00fcrzlich auf Tschechisch ver\u00f6ffentlichten Textes, \u201e<strong><em>Anarchistischer Antimilitarismus und Mythen \u00fcber den Krieg in der Ukraine\u201c<\/em><\/strong><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote6sym\"><sup>6<\/sup><\/a>, der sich selbst als \u201eder Versuch einer kritischen Reflexion \u00fcber die gegenw\u00e4rtigen militaristischen Tendenzen in der anarchistischen Bewegung\u201c bezeichnet und gleich zu Beginn erkl\u00e4rt, dass \u201e<em>e<\/em><em>s ist auff\u00e4llig, wie viele Menschen, die sich mit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine auf den Anarchismus berufen, sich die bourgeois-demokratische Propaganda zu eigen gemacht haben und die vom ukrainischen Staat koordinierte Kriegsmobilisierung unterst\u00fctzen.<\/em>\u201c Dieser Text, zu dessen Lekt\u00fcre wir nur ermutigen k\u00f6nnen, hebt 31 Mythen hervor, die von dieser Propaganda verbreitet werden, um sie aus revolution\u00e4rer Sicht zu analysieren und zu beantworten, indem er verschiedene Gruppen auf der ganzen Welt zitiert, die gegen den Krieg und gegen alle staatlichen Lager Stellung bezogen haben.<\/p>\n<p>Neben vielen anderen Themen werden die Verf\u00e4lschung des Antimilitarismus und das Postulat des Primats der Versenkung, die wir gerade kritisiert haben, in vier Punkten dargestellt:<\/p>\n<p><strong>\u201e<\/strong><strong>Mythos 23:<\/strong> <em>Antimilitarismus ist wichtig, aber er ist ein Problem, wenn er zum Dogma wird.<\/em><\/p>\n<p>(\u2026) Antimilitarismus ist kein abstraktes ideologisches Konstrukt, das von der Realit\u00e4t abgekoppelt ist. Im Gegenteil, er ist ein lebendiger Prozess, der aus dem Leben und den K\u00e4mpfen der Arbeiterklasse hervorgeht. Aus den Erfahrungen der Menschen aus Fleisch und Blut. Wenn wir \u00fcber Antimilitarismus sprechen, geht es um praxiserprobte Prinzipien und nicht um theoretische Abhandlungen, die von den Schreibtischen der Akademiker fallen. Wir halten uns nicht an ein Dogma. Im Gegenteil, wir konfrontieren unsere Positionen st\u00e4ndig mit der Realit\u00e4t, die uns immer wieder beweist, dass Antimilitarismus w\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs sinnvoll war, genauso wie im Fall des aktuellen Krieges in der Ukraine. (\u2026)<\/p>\n<p><strong>Mythos 24:<\/strong> <em>Die Weigerung, sich am Kampf auf der Seite des ukrainischen Kriegswiderstands zu beteiligen, ist Ausdruck der kulturellen Hybris der westlichen Linken.<\/em> (\u2026)<\/p>\n<p><strong>Mythos 25:<\/strong> <em>Es ist leicht, die Teilnahme am Krieg von Menschen abzulehnen, die ihre Meinung an einem sicheren Ort fernab des Krieges \u00e4u\u00dfern und nicht auf die Bombardierung ihrer St\u00e4dte reagieren m\u00fcssen.<\/em> (\u2026)<\/p>\n<p><strong>Mythos 26:<\/strong> <em>Menschen, die die Teilnahme am Krieg aus sicherer Entfernung kritisieren, sind unempathisch und herablassend, weil sie den Menschen vor Ort nicht zuh\u00f6ren.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Auf Seiten sozialdemokratischer Organisationen und Parteien in aller Welt ist es nicht verwunderlich, dass man zum Krieg dr\u00e4ngt und gleichzeitig vom Frieden spricht, wie es schon 1914 praktiziert wurde \u2013 nicht aus \u201eVerrat\u201c am Proletariat, sondern einfach aus Treue zum Kapitalismus. Heute von Frieden f\u00fcr die Ukraine zu sprechen, bedeutet, einen zumindest teilweisen Sieg der ukrainischen Armee \u00fcber die russische Armee zu bef\u00fcrworten, mit saftigen Waffenbestellungen (haupts\u00e4chlich f\u00fcr die US-R\u00fcstungsindustrie), wie das Programm mit dem s\u00fc\u00dfen Namen Europ\u00e4ische Friedensfazilit\u00e4t beweist (A.d.\u00dc., <em>Facilit\u00e9 europ\u00e9enne pour la Paix<\/em>).<\/p>\n<p>\u201e \u201e<em>Nach f\u00fcnf Monaten (russischer) Aggression ist es sehr wichtig, der Ukraine zu zeigen, dass wir sie immer noch unterst\u00fctzen\u201c, sagte die neue belgische Chefdiplomatin<\/em> (Hadja Lahbib), <em>w\u00e4hrend die 27 Mitgliedstaaten ihre grunds\u00e4tzliche Zustimmung zur Freigabe einer f\u00fcnften Tranche von 500 Millionen Euro aus der Europ\u00e4ischen Friedensfazilit\u00e4t<\/em> (A.d.\u00dc., <em>Facilit\u00e9 europ\u00e9enne pour la Paix<\/em>) <em>geben m\u00fcssen, um die Waffenk\u00e4ufe an die Ukraine zu finanzieren\u201c<\/em> (Le Soir, 18.07.22). Es ist anzumerken, dass die belgische Regierung seit Beginn des Krieges auf den Zug aufgesprungen war, um eine wiederholte Erh\u00f6hung des Verteidigungshaushalts zu beschlie\u00dfen, darunter 1 Milliarde Euro in der aktuellen Legislaturperiode.<\/p>\n<p>In einem Text mit dem Titel \u201e<em>Des canons par centaines. L\u2019effort de guerre fran\u00e7ais en p\u00e9riode de paix\u201c<\/em><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote7sym\"><sup>7<\/sup><\/a> analysiert die <em><a href=\"https:\/\/ggrothendieck.wordpress.com\/\">Groupe Grothendieck<\/a><\/em> am Beispiel Frankreichs den europ\u00e4ischen und internationalen Trend zur Erh\u00f6hung der Milit\u00e4rausgaben. Der franz\u00f6sische Gesetzentwurf, der von der DGA (<em>Direction g\u00e9n\u00e9rale de l\u2019armement<\/em>) diktiert wird, um zivile Produktionskapazit\u00e4ten f\u00fcr milit\u00e4rische Zwecke zu requirieren, ist wiederum dem <em>Defense priorities and Allocations System Program<\/em> (DPAS) der USA nachempfunden.<a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote8sym\"><sup>8<\/sup><\/a><\/p>\n<p>\u201e<em>Am 29. April 2021, als der Mehrjahreshaushalt 2021-2027 verabschiedet wurde, wurde der \u201eEurop\u00e4ische Verteidigungsfonds\u201c beschlossen, der der milit\u00e4risch-industriellen Industrie j\u00e4hrlich 8 Milliarden Euro zur Verf\u00fcgung stellen wird, die unter R\u00fcstungskonzernen, europ\u00e4ischen Sicherheits- und Verteidigungsagenturen, Lobbys, Beratungsgruppen und F&amp;E-Zentren verteilt werden sollen. Europa nimmt seine milit\u00e4rische Macht klar an und verabschiedet endlich eine echte industrielle Strategie f\u00fcr die Produktion von Waffen und digitalen Sicherheitswerkzeugen. W\u00e4hrend es in Bezug auf die Milit\u00e4rstrategie unter dem Stiefel der NATO steht, entwickelt es seinen eigenen milit\u00e4risch-industriellen Komplex, der es ihm erm\u00f6glicht, auf globaler Ebene zunehmend wettbewerbsf\u00e4hig zu sein.\u201c<\/em> Die Verabschiedung dieses EU-Haushalts im Jahr 2021 kommt \u201e<em>zu der von den 28 NATO-Mitgliedsstaaten auf dem Gipfeltreffen 2014 in Wales eingegangenen Verpflichtung hinzu, bis 2024 2 % ihres BIP auszugeben.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Inhaltlich betont die Group Grothendieck, dass \u201e<em>die Verwendung dieser kriegerischen Vorstellungswelt (\u201eKriegsanstrengung\u201c, \u201eKriegs\u00f6konomie\u201c, \u201eBedrohung\u201c, \u201eRequisition\u201c usw.), die man den ganzen Tag in den Medien h\u00f6rt, nicht harmlos ist und sich bereits als Technik der Bev\u00f6lkerungsverwaltung w\u00e4hrend der COVID-Krise (2020-2021) bew\u00e4hrt hat\u201c<\/em>.<\/p>\n<p>Dies deckt sich mit den Aussagen in \u201eUkraine-Korrespondenzen (Teil 1 \u2013 18.03.2022) \u201e<a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote9sym\"><sup>9<\/sup><\/a>:<\/p>\n<p>\u201eDie ukrainische Regierung und die Medien stellen die Invasion als ein \u201enat\u00fcrliches\u201c, mythisches Ereignis dar. Der Gesundheitsminister ging ohne Schwierigkeiten dazu \u00fcber, nicht mehr \u00fcber die Zahl der Corona-Infizierten und -Toten zu berichten, sondern \u00fcber die Zahl der ermordeten Kinder. Der Krieg und die Pandemie werden somit von der Normalit\u00e4t abgetrennt, ihre Ursachen und Folgen sollen mit dem Wesen des Staates und mit der Welt insgesamt nichts zu tun haben: Es sind halt unkontrollierbare Katastrophen. Der Massenmord an der ukrainischen Zivilbev\u00f6lkerung wird als unpolitisch beschrieben, er geht von einer unmenschlichen und ansteckenden Population russischer \u201eOrks\u201c aus. Der ukrainische Staat versucht nach dieser Darstellung einfach nur zu \u00fcberleben, und es ist Verrat, ihn nicht unter Einsatz des eigenen K\u00f6rpers zu verteidigen.\u201c<\/p>\n<p>In <em>Temps Critiques<\/em> hei\u00dft es dazu:<\/p>\n<p>\u201e<em>Von der Welt danach, die nicht mehr so ist wie die Welt davor, blieb letztlich nur die Aufrechterhaltung einer theoretischen Wiederholung des Energiewandels \u00fcbrig; denn weit davon entfernt, mit der Gesundheitskrise gestern und dem Krieg in der Ukraine heute zu \u201edisrupten\u201c<\/em> (A.d.\u00dc., bezogen auf Disruption, eine einschneidende (meist zerst\u00f6rerische) Ver\u00e4nderung), <em>steht dieser Wandel im Zentrum eines langfristigen Projekts der \u201enachhaltigen Entwicklung\u201c. Sie ist der Br\u00fcckenkopf des Projekts: \u201eEs muss sich alles \u00e4ndern, damit sich nichts \u00e4ndert\u201c, wie Lampedusa dans Le Gu\u00e9pard sagte.<\/em>\u201c<a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote10sym\"><sup>10<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die ideologische Schockwelle, die den Krieg in der Ukraine begleitet, und die Schwierigkeit, gegen den Strom eine konsequente Position aufrechtzuerhalten, hat auch Kreise erfasst, die sich auf radikale Kritik und insbesondere auf den Anarchismus berufen, wie wir oben mit dem Text \u201e<strong><em>Anarchistischer Antimilitarismus und Mythen \u00fcber den Krieg in der Ukraine\u201c<\/em><\/strong><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote11sym\"><sup>11<\/sup><\/a> erw\u00e4hnt haben. Bereits vor der russischen Invasion Ende Februar wurde auf der Website der nordamerikanischen Gruppe <em>Crimethinc<\/em> (deren Sammlung \u201e<em>Ukraine: Zwischen zwei Fronten\u201c<\/em> im M\u00e4rz ver\u00f6ffentlicht wurde) mehrheitlich die Tendenz unter verschiedenen Gruppen, die sich auf den Anarchismus berufen (in der Ukraine, Russland und anderswo), verbreitet, den Krieg in der Ukraine als einen \u201eAngriffskrieg\u201c Russlands zu betrachten, der es im Gegenzug rechtfertige, sich auf die eine oder andere Weise dem \u201eVerteidigungskrieg\u201c unter ukrainischer Flagge anzuschlie\u00dfen.<a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote12sym\"><sup>12<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die recht weit verbreitete Tatsache selbst, dass Russland in diesem Fall als imperialistischer angesehen wird, ist ein formales, oberfl\u00e4chliches und nicht umfassendes Verst\u00e4ndnis des Imperialismus. Imperialistisch ist das Kapital in seiner Gesamtheit und in all seinen Teilen, die sowohl miteinander konkurrieren als auch voneinander abh\u00e4ngig sind. Die internationale Rolle und die F\u00e4higkeit des Schadens des russischen Staates als Gendarm eines Teils der Welt (im nicht streng geopolitischen Sinne, sondern vor allem als F\u00e4higkeit, K\u00e4mpfe dort zu unterdr\u00fccken, wo Staaten versagen) entspricht zwar nicht der Rolle des ukrainischen Staates, aber aus revolution\u00e4rer Sicht kann dies nicht rechtfertigen, diesen zum Opfer des letzteren zu machen, geschweige denn zu einem potenziellen Verb\u00fcndeten, selbst wenn dieser strategisch und umst\u00e4ndehalber ist. Den Staat als Weggef\u00e4hrten zu akzeptieren, bedeutet unweigerlich, wie der Teufel zu fahren (A.d.\u00dc., auf franz\u00f6sisch \u201etombeau ouvert\u201c, also offener Grab).<\/p>\n<p>Die Unterscheidung zwischen einem \u201eangreifenden\u201c und einem \u201eangegriffenen\u201c Staat (Land, Nation, Volk usw.) ist die h\u00e4ufigste Pr\u00e4misse, die dazu f\u00fchrt, dass man seine Klassenposition aufgibt und sich einer nationalistischen Front anschlie\u00dft. Diese Unterscheidung wird mit gro\u00dfen Prinzipien (gegen den Krieg, gegen die Wahl eines imperialistischen Lagers gegen ein anderes \u2026) umh\u00fcllt, w\u00e4hrend man gleichzeitig die Gr\u00fcnde aufz\u00e4hlt, warum diese unantastbaren Prinzipien in diesem Fall nicht anwendbar sind. Andere antworten darauf ganz offen\u2026<\/p>\n<p>\u201e<em>Ihre Interessen, unsere Toten! Wir beziehen keine Position f\u00fcr einen der Konfliktstaaten, unabh\u00e4ngig davon, ob der eine nach der herrschenden b\u00fcrgerlichen politischen Moral als \u201eAggressor\u201c und der andere als \u201eAngegriffener\u201c kategorisiert wird oder umgekehrt. Ihre jeweiligen Interessen, die auf dem Spiel stehen, sind ausschlie\u00dflich ihre eigenen und stehen in v\u00f6lligem Gegensatz zu denen der ausgebeuteten Klasse, d.h. uns Proletariern.\u201c<a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote13sym\"><sup>13<\/sup><\/a><\/em><\/p>\n<p>Man muss nicht weit zur\u00fcckgehen, um eine \u00e4hnliche Kontroverse zu finden, wie dieser Text aus dem Jahr 2015 zeigt: <em>\u201eWir sind f\u00fcr die soziale Revolution, f\u00fcr die gewaltsame und tiefgreifende Umw\u00e4lzung der bestehenden sozialen Verh\u00e4ltnisse, welche auf der Ausbeutung und der Autorit\u00e4t basieren. <\/em><em>Aber diese Felsen des anarchistischen Ideals halten w\u00e4hrend St\u00fcrmen nicht immer so gut stand. Es ist nicht selten geschehen, Gef\u00e4hrten sagen zu h\u00f6ren, dass die NATO-Intervention in Libyen nicht das Gelegenste sei, was es anzuprangern gilt. Ebenso, wie es heute wenige anarchistische Stimmen gibt, die sich gegen die milit\u00e4rische Intervention der internationalen Koalition in Syrien erheben. Es geschieht auch nicht selten, dass man sehen kann, wie Anarchisten dem Prinzip des taktischen Opportunismus erliegen: \u201eder Feind meines Feindes ist mein Freund\u201c.\u201c<\/em><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote14sym\"><sup>14<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Wir finden uns heute in demselben Muster wieder, das von <em>Des anarchistes antimilitaristes<a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote15sym\"><sup>15<\/sup><\/a><\/em> aus Italien treffend beschrieben wird: \u201e<em>Einige sagen, dass es au\u00dfergew\u00f6hnliche Situationen gibt, die eine Abweichung von diesen Prinzipien erfordern. In Wirklichkeit sind es gerade die \u201eau\u00dfergew\u00f6hnlichen\u201c Situationen \u2013 jene, in denen es schwieriger ist, sich theoretisch und praktisch zu orientieren -, in denen die Prinzipien am n\u00f6tigsten sind. Die revolution\u00e4ren Prinzipien sind keine abstrakten Konstrukte, sondern ein historisches Destillat von Ideen, Werten und Methoden (\u2026)\u201c<\/em>, wir w\u00fcrden sogar eher sagen, ein Kondensat der Erfahrung vergangener K\u00e4mpfe, denn es gibt an sich keine revolution\u00e4ren <em>Ideen<\/em>, keine revolution\u00e4re <em>Theorie<\/em>, wenn nicht die Dekantierung der menschlichen Erfahrung der Konfrontation mit der Klassenherrschaft, der Enteignung, der Ausbeutung und dem Krieg. Die Gef\u00e4hrten fuhren fort: \u201e<em>Da es weithin bekannt ist, dass bestimmte Sirenen viel \u00fcberzeugender werden, wenn der Feind vor der T\u00fcr steht, w\u00e4re es merkw\u00fcrdig zu behaupten, dass man in einem Krieg seinen Antimilitarismus und Internationalismus beiseite legen sollte\u201c.<\/em><\/p>\n<p>Die russische Sektion der IAA (KRAS), die am 13. M\u00e4rz von der Moiras-Gruppe in Spanien interviewt wurde, ist in dieser Hinsicht sehr klar:<\/p>\n<p>\u201e<em>Die Teilnahme von Anarchistinnen und Anarchisten an diesem Krieg als Teil der bewaffneten Formationen, die in der Ukraine operieren, betrachten wir als einen Bruch mit der Idee und der Sache des Anarchismus. Diese Formationen\/Verb\u00e4nde sind nicht unabh\u00e4ngig, sie sind der ukrainischen Armee unterstellt und erf\u00fcllen die von den Beh\u00f6rden festgelegten Aufgaben. Sie stellen keine sozialen Programme und Forderungen auf. Die Hoffnungen, unter ihnen eine anarchistische Agitation durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen, sind zweifelhaft. In der Ukraine gibt es keine soziale Revolution, die es zu verteidigen gilt. Mit anderen Worten: Diejenigen, die sich selbst als Anarchistinnen und Anarchisten bezeichnen, werden einfach zur \u201eVerteidigung des Vaterlandes\u201c und des Staates entsandt, spielen die Rolle des Kanonenfutters f\u00fcr das Kapital und st\u00e4rken die nationalistischen und militaristischen Gef\u00fchle der Massen.\u201c<\/em><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote16sym\"><sup>16<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Um die Verwirrung noch zu vergr\u00f6\u00dfern, werden wir aufgefordert, f\u00fcr das \u201eukrainische Volk\u201c und sein \u201eRecht auf Selbstbestimmung\u201c Partei zu ergreifen. Das klingt verlockend, vereinend und allumfassend, aber wenn man vom \u201eVolk\u201c spricht, geht das wieder einmal auf Kosten eines subversiven Verst\u00e4ndnisses der Realit\u00e4t und des ihr zugrunde liegenden Klassenwiderspruchs. Wo sich das \u201eVolk\u201c tats\u00e4chlich materialisiert (sozialer Frieden, nationale Einheit, Krieg \u2026), ist es genau dort, wo wir besiegt wurden, das d\u00fcrfen wir nie vergessen. Wenn es paradoxerweise \u00fcblich ist, das Volk mit dem Kampf (oder den Widerstand gegen den Staat) in Verbindung zu bringen, so ist dies in Wirklichkeit wieder Teil der bewussten Verwirrung zwischen dem (Klassen-)Kampf und seinen Totengr\u00e4bern, die immer \u201eFreunde\u201c oder \u201eVertreter des Volkes\u201c und seiner \u201eInteressen\u201c sind, wobei alle sozialen Klassen geschickt durcheinander geworfen werden, um den Kampf in kritischen Momenten besser neutralisieren und uns unbewaffnet in den Scho\u00df und die Kerker des Staates zur\u00fcckbringen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zitieren wir noch einmal den Text \u201e<strong><em>Anarchistischer Antimilitarismus und Mythen \u00fcber den Krieg in der Ukraine\u201c<\/em><\/strong> in seiner Kritik des Mythos der Selbstbestimmung (Mythos 27):<\/p>\n<p>\u201e<em>Die Rede vom Recht auf Selbstbestimmung wird sehr oft zu einem Argument, um \u00fcber die Schrecken hinwegzusehen, die jemand gew\u00e4hlt hat. Manche sehen darin auch eine Rechtfertigung f\u00fcr die Unterst\u00fctzung reaktion\u00e4rer Tendenzen, die emanzipatorische Bewegungen behindern. Deshalb nehmen manche Anarchisten und Anarchistinnen Ansto\u00df daran, dass ein Staat die Souver\u00e4nit\u00e4t eines anderen Staates nicht respektiert, als ob es die Aufgabe von Anarchisten und Anarchistinnen sein sollte, f\u00fcr den Staat und seine Souver\u00e4nit\u00e4t zu k\u00e4mpfen. Dieselben Anarchisten und Anarchistinnen rufen auch zur Unterst\u00fctzung des Teils der ukrainischen Bev\u00f6lkerung auf, der sich entschieden hat, f\u00fcr die bourgeoise Demokratie zu k\u00e4mpfen und zu sterben. Sie haben sich daf\u00fcr entschieden, sagen sie, und wir m\u00fcssen sie dabei unterst\u00fctzen, damit wir nicht respektlos, paternalistisch und skrupellos sind. Kurz gesagt, dieser Teil der liberalen Demokraten, die sich aus irgendeinem Grund Anarchisten und Anarchistinnen nennen, sind bereit, selbst die dem Anarchismus feindlichsten Tendenzen zu unterst\u00fctzen, mit der Begr\u00fcndung, dass wir die Selbstbestimmung und die Meinungen der Menschen, die diese Tendenzen zum Ausdruck bringen, respektieren m\u00fcssen. (\u2026) Wir organisieren uns nicht, um die ganze Welt zu \u00fcberzeugen, dass wir wunderbar sind, sondern um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Dazu brauchen wir sicherlich Verbindungen zu anderen Menschen, aber nicht unbedingt zu allen und um jeden Preis. Wir erliegen nicht dem Quantit\u00e4tswahn, der besagt, je mehr Menschen du zusammenbringst, desto mehr Erfolg hast du. Vielmehr schauen wir auf den Inhalt und darauf, zu welchem Zweck die Menschen sich verbinden. Reaktion\u00e4re und konterrevolution\u00e4re Positionen werden von uns nicht unterst\u00fctzt, selbst wenn sie von der gro\u00dfen Mehrheit der Menschheit gew\u00e4hlt werden, denn wir sehen das nicht als einen Weg, unsere Emanzipation anzugehen.\u201c<\/em><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote17sym\"><sup>17<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die antimilitaristischen anarchistischen Gef\u00e4hrten aus Italien schlagen treffend in die gleiche Kerbe: \u201e<em>Wir k\u00f6nnen zu einigen grundlegenden Dingen nicht schweigen, obwohl wir wissen \u2013 ohne dass uns jemand daran erinnern muss \u2013 wie bequem es ist, weit weg von den Bomben zu reden. Aber gerade weil manche Debatten fast unm\u00f6glich werden, wenn der Krieg zu Hause ist, m\u00fcssen die Fragen dort klar gestellt werden, wo man sie noch stellen kann.<\/em> (\u2026) <em>Unser Gewicht als Internationalisten ist so gering, dass es eine Frechheit w\u00e4re, falsche Ideen auf die Waage zu legen. Mit dem ukrainischen Staat gegen die russische Invasion zusammenzuarbeiten und zu versuchen, sich innerhalb dieser Zusammenarbeit eine Handlungsautonomie zu verschaffen, ist unserer Meinung nach ein gro\u00dfer Fehler. Nicht nur, weil man damit zur Fortsetzung des Krieges beitr\u00e4gt, sondern weil man wohl oder \u00fcbel im Auftrag der NATO und des westlichen Kapitalismus k\u00e4mpft.\u201c<a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote18sym\"><sup>18<\/sup><\/a><\/em><\/p>\n<p>Die Bezeichnung \u201epopul\u00e4re Selbstbestimmung\u201c bleibt also in Bezug auf Inhalt und Projekt verwirrend, in diesem Fall, wenn sie herangezogen wird, um die breite, vielschichtige Bewegung der Solidarit\u00e4t und der Selbstorganisation des \u00dcberlebens zu bezeichnen, die sich in der Ukraine unter dem Eindruck der Schrecken des Krieges entwickelt hat. Diese Solidarit\u00e4t hat nat\u00fcrlich einen klassenspezifischen Ursprung, und sogar einen k\u00e4mpferischen, wenn es insbesondere darum geht, die Flucht von Deserteuren zu sch\u00fctzen. Es sind in der Tat bei weitem nicht die Bourgeois, die die Suppe ausl\u00f6ffeln, sie profitieren von der Situation und ihren Spekulationsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Die Verwirrung ist nicht weniger offensichtlich, wenn man all diese Aktionen zum Beweis daf\u00fcr macht, dass \u201edas ukrainische Volk\u201c von nun an zu einem gro\u00dfen Teil au\u00dferhalb der Regierungskontrolle leben und sich organisieren w\u00fcrde. Wenn es nicht gerade zu einer aufst\u00e4ndischen Situation kommt, was nicht der Fall ist, versagt der Staat immer dort, wo es ihm passt, solange es keine Gefahr f\u00fcr ihn und die soziale Ordnung darstellt und solange er nicht die Kontrolle \u00fcber die Bev\u00f6lkerung verliert. Diese Rede l\u00e4sst zudem die Vorrechte au\u00dfer Acht, die der ukrainische Staat weiterhin in den Bereichen Landesverteidigung, Angriffe auf die Lebensbedingungen, Rekrutierung und Unterdr\u00fcckung aus\u00fcbt.<\/p>\n<p>Wie die Gef\u00e4hrten aus Tschechien in ihrem Text \u201e<strong><em>Anarchistischer Antimilitarismus und Mythen \u00fcber den Krieg in der Ukraine\u201c<\/em><\/strong> (<strong>Mythos<\/strong> 12) in Erinnerung rufen:<\/p>\n<p>\u201e<em>Wenn der Staat wirklich destabilisiert w\u00e4re, w\u00fcrde nichts die Menschen daran hindern, autonome Initiativen zu ergreifen. Stattdessen versucht der Staat, die Aktivit\u00e4ten im Land zentral zu kontrollieren und Ausdrucksformen der Autonomie zu unterdr\u00fccken. Das Gerede von der Destabilisierung des ukrainischen Staates spiegelt eher einen Wunsch als die Realit\u00e4t wider. Die Bewaffnung der ukrainischen Bev\u00f6lkerung unterliegt der Kontrolle des Staates, der damit sicherstellt, dass die Waffen nicht gegen ihn selbst eingesetzt werden. Das bringt uns wieder darauf zur\u00fcck, warum der Abwehrkampf der ukrainischen Truppen als Verteidigung und St\u00e4rkung der Rolle des Staates und nicht als blo\u00dfer Schutz der bombardierten Bev\u00f6lkerung gesehen werden muss.\u201c<\/em><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote19sym\"><sup>19<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die Verschiebung, die darin besteht, alle Solidarit\u00e4tsaktionen als insgesamt Teil des \u201eWiderstands des ukrainischen Volkes\u201c zu betrachten, und zwar \u201erelativ autonom\u201c gegen\u00fcber dem Staat, bringt wie zuf\u00e4llig Wasser auf die M\u00fchlen des \u201eVerteidigungskriegs\u201c, da dieser nun \u201evolksnah\u201c und nicht mehr rein milit\u00e4risch und staatlich ist. Widerstand gegen wen? Gegen was? Wieder ist die Verwirrung gro\u00df und die Instrumentalisierung der Fakten einseitig ausgerichtet, um Unentschlossene und potenzielle Fahnenfl\u00fcchtige wieder unter die Fahne zu bringen. Was in der Tat medial und politisch gef\u00f6rdert und aufgewertet wird, unter all den komplexen und widerspr\u00fcchlichen Vorg\u00e4ngen, die sich derzeit in der ukrainischen Bev\u00f6lkerung abspielen, ist keineswegs eine Aktion gegen den laufenden Krieg, sondern genau genommen Formen sozialer Kriegshandlungen in dem entsprechend abgesteckten Bereich, in dem der \u201epopul\u00e4re Widerstand\u201c mit dem ukrainischen Staat das einzige Ziel des Augenblicks teilt: den russischen Feind.<\/p>\n<p>Auch in diesem Punkt zeigen die tschechischen Gef\u00e4hrten eine gro\u00dfe Scharfsinnigkeit (Mythos 6):<\/p>\n<p>\u201e<em>Der ukrainische Staat sorgt daf\u00fcr, dass die Streitkr\u00e4fte unter dem zentralen Kommando seiner Beh\u00f6rden und seiner Armee stehen, dem sich selbst jene \u201eAnarchisten und Anarchistinnen\u201c unterwerfen, die kopf\u00fcber in militaristische Tendenzen verfallen sind. Es ist davon auszugehen, dass der ukrainische Staat selbst dann, wenn die russische Armee milit\u00e4risch besiegt wird, versuchen wird, die Bev\u00f6lkerung zu entwaffnen, die sich jetzt unter dem wachsamen Auge der staatlichen Beh\u00f6rden bewaffnet. Wenn ein Staat in der Vergangenheit Anarchisten und Anarchistinnen erlaubt hat, sich in gr\u00f6\u00dferem Umfang zu bewaffnen, hat er sp\u00e4ter alles getan, um sie zu entwaffnen. Anarchisten und Anarchistinnen haben mehr als einmal die Rolle von n\u00fctzlichen Idioten gespielt, die zun\u00e4chst f\u00fcr die Interessen des Staates und der Bourgeoisie k\u00e4mpften, die sie f\u00e4lschlicherweise als die Interessen der Arbeiterklasse definierten, um dann, nachdem sie ihre K\u00e4mpfe ausgefochten hatten, in Gef\u00e4ngnissen und Folterkammern, vor den Gerichten und auf den Hinrichtungspl\u00e4tzen eben jener Institutionen zu landen, die sie mit Waffen versorgt hatten.\u201c<\/em><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote20sym\"><sup>20<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Ein Wort nun zu der Position, die wir als <em>eklektische Unterst\u00fctzung<\/em> bezeichnen wollen. Sie geht von dem oben erw\u00e4hnten Prinzip aus, dass wir nicht \u00fcber die vor Ort getroffenen Entscheidungen zu urteilen haben, und besteht darin, Gruppen und Personen zu unterst\u00fctzen, die aufgrund fr\u00fcherer Affinit\u00e4ten oder aus Prinzip ausgew\u00e4hlt wurden, und zwar unabh\u00e4ngig von diesen Entscheidungen, ob es sich um Desertion, Engagement unter der ukrainischen Flagge, Netzwerke zur Unterst\u00fctzung von Bombenopfern, Vertriebenen und\/oder Exilkandidaten usw. handelt. Es ist anzunehmen, dass diese Unterst\u00fctzung Grenzen h\u00e4tte, wenn auch unausgesprochen und daher unklar. Diese Position muss auf jeden Fall Widerspr\u00fcche aushalten, und das nicht zu knapp, insbesondere zwischen Desertion und der Armee, die sie verfolgt, zwischen der Unterst\u00fctzung von Zivilisten und der Armee, die sie skrupellos aussetzt, zwischen dem wachsenden Elend auf globaler Ebene und der allgemeinen Erh\u00f6hung der Milit\u00e4rbudgets, nat\u00fcrlich \u201eum Angriffskriege zu beenden\u201c. Wenn man schlie\u00dflich an die Demonstrationen von M\u00fcttern in Khust in Transkarpatien Ende April 2022 denkt, die sich gegen die Entsendung von Jugendlichen an die Front und gegen die Korruption, die bourgeoise Familien davor bewahrt<a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote21sym\"><sup>21<\/sup><\/a>, richten, dann f\u00fchrt eine eklektische Unterst\u00fctzung dazu, dass man mit dem Arsch auf beiden Seiten der Barrikade steht.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich wird auch das Argument des antifaschistischen Kampfes zuhauf verwendet, in diesem Fall von beiden imperialistischen Lagern, sowohl von Putin als auch in der pro-ukrainischen Argumentation, mit proklamierten \u201eFaschisten\u201c und \u201eAntifaschisten\u201c auf beiden Seiten der Front. Es ist anzumerken, dass die Integration des Asow-Regiments in die ukrainische Armee (im Rahmen der \u00dcbernahme nach der Maidan-Bewegung von 2014) einige Gef\u00e4hrten zu einer gewissen taktischen Flexibilit\u00e4t zwingt.<a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote22sym\"><sup>22<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die Frage ist wie immer, sich nicht damit zu begn\u00fcgen, das Bestehende und sein finsteres Marktkalk\u00fcl anzuprangern, sondern sich mit den Perspektiven zu besch\u00e4ftigen, um daraus auszubrechen, durch die Vordert\u00fcr, es zu unterwandern, darin zu agieren, um sich davon zu emanzipieren, letztendlich radikal und endg\u00fcltig. Dass verschiedene Bestrebungen, sich der russischen Milit\u00e4rinvasion zu widersetzen, entstehen, ist eine Sache, die Aufmerksamkeit verdient, aber man muss auch sehen, wie und mit welchem Ziel. Selbst die Entstehung eines Maquis au\u00dferhalb der ukrainischen Armee, der sich sowohl gegen die russische Armee als auch gegen die unvermeidlichen Versuche einer nationalistischen Militarisierung richtet, w\u00fcrde die Frage nach seinen Zielen aufwerfen, wie bei jedem bewaffneten Widerstand. Der Text von Tristan L\u00e9oni \u201e<em>Lebewohl zum Leben, Lebewohl zur Liebe\u2026Ukraine, Krieg und Selbstorganisation\u201c<\/em><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote23sym\"><sup>23<\/sup><\/a> versucht unter anderem, diese Frage zu kl\u00e4ren. Die Frage, ob es m\u00f6glich ist, eine Form des Widerstands gegen den Krieg, den Staat und jede Form der nationalen Befreiung zu f\u00fchren, bleibt brennend, nicht nur, weil es unmittelbar um Leben geht, sondern auch wegen der weiteren Entwicklung und ihrer Auswirkungen auf den Kampf im Allgemeinen. Sich dar\u00fcber Geschichten zu erz\u00e4hlen, ist das Schlimmste, was man im Namen des Kampfes gegen den Krieg und im Namen der Revolution tun kann.<\/p>\n<p>Es geht um die M\u00f6glichkeit, gegen das zu handeln, was uns zerst\u00f6rt, eine entscheidende, direkt internationalistische Frage, die mehr denn je geteilt werden muss. Die Gefahr in Bezug auf die Ukraine und weit dar\u00fcber hinaus besteht darin, dass diese Diskussion selbst von Anfang an negiert und sabotiert wird, dass der Verzicht auf Prinzipien sich im Namen eines angeblichen Realit\u00e4tsprinzips durchsetzt.<\/p>\n<p>Wie der Text \u201e<em>Gegen den Frieden, Gegen den Krieg\u201c<\/em> (2015) in Erinnerung ruft:<\/p>\n<p>\u201e<em>Gegen\u00fcber dem Krieg und dem Massaker an Aufst\u00e4ndischen kann der anarchistische Vorschlag nur jener der internationalistischen Aktion sein. Diese ist zuallern\u00e4chst eine Weigerung, sich hinter das eine oder andere Lager zu stellen, das als \u00abweniger schlimm\u00bb gilt, oder den militaristischen Interventionen von grossen M\u00e4chten gegen oder f\u00fcr dieses oder jenes Lager zu applaudieren. In diesem Kontext besteht die internationalistische Aktion grundlegend darin, den Aufstand und die soziale Revolution gegen die Reaktion zu verteidigen. Sie verl\u00e4uft entlang von zwei grundlegenden Achsen, diejenige, die revolution\u00e4ren und antiautorit\u00e4ren Tendenzen innerhalb des Aufstands selbst zu unterst\u00fctzen, und diejenige des Angriffs gegen das repressive und milit\u00e4rische Bestreben hier.<\/em>\u201c<a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote24sym\"><sup>24<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die <em>antimilitaristischen anarchistischen<\/em> Gef\u00e4hrten aus Italien ziehen ihrerseits diese Bilanz der aktuellen Situation: \u201e<em>Eine konsequente internationalistische Entscheidung in der Ukraine impliziert heute zweifellos unpopul\u00e4re Positionen: Denunzierung der Verantwortung des \u201eeigenen\u201c Staates und des westlichen Lagers, Forderung nach Frieden unter allen Bedingungen (d.h. auf Kosten der Regierung und der ukrainischen Armee), Opposition gegen das Kriegsrecht und die Zwangsrekrutierung, Unterst\u00fctzung all derer, die fliehen wollen, Einsatz von Mitteln des Kampfes und der Selbstverteidigung gegen\u00fcber der Besatzungsarmee, die sich der Logik des Krieges und der Fronten entziehen, die sp\u00e4ter als Form der Befehlsverweigerung und des Widerstands gegen die Schaffung einer m\u00f6glichen Marionettenregierung seitens des Kreml \u00fcbernommen werden k\u00f6nnen, Befriedigung der Bed\u00fcrfnisse, die mit dem \u00dcberleben verbunden sind, durch die Enteignung derjenigen, die sich durch die Liquidierung der Reicht\u00fcmer an das westliche Kapital bereichert haben. In wenigen Worten: Frieden mit dem Feind der Nation, um den Krieg gegen den Klassenfeind zu vertiefen<\/em> (\u2026). <em>Mit welchen Kr\u00e4ften soll ein solcher Def\u00e4tismus umgesetzt werden? Wir wissen es nicht.<\/em> (\u2026) <em>Heute k\u00f6nnen wir nur sagen, was wir nicht sind, was wir nicht wollen.\u201c<\/em><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote25sym\"><sup>25<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Diese Verwendung des Begriffs \u201eFrieden\u201c und seine Forderung nach einem sofortigen Ende des innerimperialistischen Krieges ist hier weder \u201epazifistisch\u201c noch \u201epro-russisch\u201c, sondern w\u00fcrde eine weitere Diskussion erfordern, wie 1917 in Deutschland und Russland und 1918 mit der revolution\u00e4ren Opposition gegen die Unterzeichnung des Friedensvertrags von Brest-Litowsk durch die Bolschewiki mit Deutschland. Die revolution\u00e4re Herausforderung wird nie per se der Frieden oder die R\u00fcckkehr zu einer Situation \u201evor dem Krieg\u201c sein, sondern die Umwandlung des imperialistischen Krieges in einen Klassenkrieg gegen die Ausbeuter. Ebenso ist die Frage des revolution\u00e4ren Def\u00e4tismus nur aus einer internationalistischen Perspektive sinnvoll: Das Bed\u00fcrfnis des Kapitals, st\u00e4ndig in <em>Kriegen<\/em> zu sein, und seine F\u00e4higkeit, diese zu f\u00fchren, werden auf globaler Ebene entschieden und nicht nur auf dem hier behandelten Kriegsschauplatz.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich sei noch der Text \u201e<em>Perspectives internationalistes en temps de guerre\u201c<\/em> (A.d.\u00dc., Internationalistische Perspektiven in Zeiten des Krieges) aus der Zeitschrift <em>Mauvais sang \u2013 journal b\u00e2tard pour la r\u00e9volution<\/em> (Nr. 2, April 2022)<a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote26sym\"><sup>26<\/sup><\/a> zitiert:<\/p>\n<p>\u201e<em>Lasst uns unsere Perspektiven, unsere Praktiken und unsere Ideen in Umlauf bringen. Lasst uns \u00fcbersetzen, schreiben, austauschen, in den K\u00e4mpfen, f\u00fcr die K\u00e4mpfe, mit der Zerst\u00f6rung aller Grenzen, aller Nation-Staaten und aller Phantasmagorien von Vereinten V\u00f6lkern als Horizont. Es ist an der Zeit, die Revolutionsgeschichte neu zu hinterfragen: Im Gegensatz zu den nationalen Revolutionen des 19. Jahrhunderts wurde die Notwendigkeit des Internationalismus angesichts der Grenzen der nationalen Unabh\u00e4ngigkeitskriege schon lange beobachtet. Dennoch stehen wir wieder einmal vor der Aufgabe, gegen bestimmte aktive Ideologien zur Verteidigung der nationalen Souver\u00e4nit\u00e4t unter dem Vorwand des Antiimperialismus zu k\u00e4mpfen. Angesichts des 21. Jahrhunderts und eines m\u00f6rderischen Krieges sollten wir uns daran erinnern, dass unsere radikal antistaatlichen Perspektiven weder tot noch vergessen sind und mehr Bedeutung haben als je zuvor!\u201c<\/em><\/p>\n<p>Wie die folgenden Texte aus aktuellem Anlass zeigen, ist das Thema der Autonomie gegen\u00fcber dem Staat ein wiederkehrendes Thema und Gegenstand von Verdrehungen und Kontroversen. Auch historische Parallelen werden immer wieder gezogen: die revolution\u00e4ren Positionen zur gro\u00dfen Weltschlacht von 1914-1918, die Kritik am sogenannten Manifest der 16 (das mitten im Krieg ver\u00f6ffentlicht wurde), die revolution\u00e4re Erfahrung der Machnowschtschina in der Ukraine 1918-1921 und die anschlie\u00dfenden internationalen Diskussionen w\u00e4hrend der Zeit im Exil \u00fcber den revolution\u00e4ren Krieg, den revolution\u00e4ren Def\u00e4tismus, die aufst\u00e4ndischen Bewegungen und die Organisation des Kampfes.<\/p>\n<p>Das Spanien von 1936 wird ebenfalls herangezogen, und zwar zwangsl\u00e4ufig nicht immer zum richtigen Zweck, wenn die Abkehr vom libert\u00e4ren Kommunismus, die mit der (Regierungs-)Kollaboration der CNT-F\u00fchrung durchgef\u00fchrt wurde, zugunsten der antifaschistischen und republikanischen Wende (noch ein taktisches \u201ekleineres \u00dcbel\u201c) oder der fatalen Militarisierung der Milizen verschwiegen oder verharmlost wird, an die die aktuelle \u201eanarchistische\u201c Rekrutierung unter ukrainischer Flagge ankn\u00fcpft, auch wenn sie nur eine Handvoll Militanter in der Masse der mobilisierten Truppen betrifft und der aktuelle Kontext vom revolution\u00e4ren Standpunkt aus nicht vergleichbar ist. Historische Parallelen sind zwar nie ein mechanisches Argument, aber wenn wir uns diese H\u00f6hepunkte der Konfrontation zwischen Revolution und Konterrevolution und die Kontroversen, die sie unter Revolution\u00e4ren ausgel\u00f6st haben, wieder aneignen, kann uns das nur dabei helfen, den gegenw\u00e4rtigen Moment zu beleuchten, um besser und sch\u00e4rfer bewaffnet zu sein.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Ausz\u00fcge aus Texten \u00fcber anarchistische und radikale Positionen zum Krieg (und zum Krieg in der Ukraine).<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Antwort der internationalen anarchistischen Gruppe in London auf das Manifest der Sechzehn (April 1916)<a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote27sym\"><sup>27<\/sup><\/a><\/strong><\/p>\n<p>\u201eHier sind sie, die einen Imperialismus anprangern, den sie jetzt nur bei ihren Gegnern entdecken. Als w\u00e4ren sie in den Geheimnissen der Ministerien, der Kanzleien und der Generalst\u00e4be, jonglieren sie mit Entsch\u00e4digungszahlen, sch\u00e4tzen die milit\u00e4rischen Kr\u00e4fte ab und erstellen ebenfalls, diese ehemaligen Verehrer der Idee des Vaterlandes, die Weltkarte auf der Grundlage des <em>V\u00f6lkerrechts<\/em> und des <em>Nationalit\u00e4tenprinzips<\/em> neu. Da sie es f\u00fcr gef\u00e4hrlich hielten, von Frieden zu sprechen, bis der preu\u00dfische Militarismus zerschlagen war, zogen sie es vor, der Gefahr ins Auge zu blicken, weg von den Kugeln. Wenn wir die Ideen, die in ihrer Erkl\u00e4rung zum Ausdruck kommen, zusammenfassend betrachten, stellen wir fest, dass es keinen Unterschied zwischen der darin vertretenen These und dem \u00fcblichen Thema der autorit\u00e4ren Parteien gibt, die in jeder kriegf\u00fchrenden Nation in der <em>Union sacr\u00e9e<\/em> zusammengeschlossen sind. Auch sie, diese reuigen Anarchisten, sind in die <em>Union sacr\u00e9e<\/em> eingetreten, um die ber\u00fchmten <em>erworbenen Freiheiten<\/em> zu verteidigen, und ihnen f\u00e4llt nichts Besseres ein, um diese angebliche Freiheit der V\u00f6lker, f\u00fcr die sie sich einsetzen, zu sch\u00fctzen, als den Einzelnen zu zwingen, zum M\u00f6rder zu werden und sich im Auftrag und zum Nutzen des Staates ermorden zu lassen. In Wirklichkeit ist diese Erkl\u00e4rung nicht das Werk von Anarchisten.<\/p>\n<p>(\u2026) Als Produzenten des gesellschaftlichen\/sozialen Reichtums, als manuelle und intellektuelle Proletarier, als Menschen mit einer befreiten Mentalit\u00e4t sind wir de facto und aus eigenem Willen heimatlos. \u00dcbrigens ist Vaterland nur der poetische Name des Staates. Da wir nichts zu verteidigen haben, nicht einmal die <em>erworbenen Freiheiten<\/em>, die uns der Staat nicht geben kann, lehnen wir die scheinheilige Unterscheidung zwischen Angriffs- und Verteidigungskriegen ab. Wir kennen nur Kriege, die zwischen Regierungen und Kapitalisten gef\u00fchrt werden, auf Kosten des Lebens, des Schmerzes und des Elends ihrer Untertanen. Der gegenw\u00e4rtige Krieg ist ein schlagendes Beispiel daf\u00fcr\u201c.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Errico Malatestas Antwort auf das Manifest der Sechzehn<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie popul\u00e4re Revolution ausgenommen, gibt es keinen anderen Weg, der Bedrohung durch eine disziplinierte Armee zu widerstehen, als zu versuchen, eine st\u00e4rkere und diszipliniertere Armee zu haben, so dass die entschiedensten Antimilitaristen, wenn sie nicht Anarchisten sind und die Zerst\u00f6rung des Staates f\u00fcrchten, unweigerlich dazu verleitet werden, gl\u00fchende Militaristen zu werden.<\/p>\n<p>In der Tat haben sie in der problematischen Hoffnung, den preu\u00dfischen Militarismus zu zerst\u00f6ren, alle Traditionen der Freiheit aufgegeben; sie haben England und Frankreich preu\u00dfisiert; sie haben sich dem Zarismus unterworfen; sie haben das Prestige des wackeligen Throns in Italien wiederhergestellt.<\/p>\n<p>K\u00f6nnen Anarchisten diesen Zustand auch nur einen Augenblick lang akzeptieren, ohne jedes Recht aufzugeben, sich Anarchisten zu nennen? F\u00fcr mich ist sogar die gewaltsam erlittene und zur Revolte f\u00fchrende Fremdherrschaft besser als die freiwillig und fast dankbar angenommene innere Unterdr\u00fcckung, in dem Glauben, dass wir dadurch vor gr\u00f6\u00dferem \u00dcbel bewahrt werden. Es ist v\u00f6llig sinnlos zu sagen, dass es sich um au\u00dfergew\u00f6hnliche Umst\u00e4nde handelt und dass wir, nachdem wir zum Sieg der Entente in \u201ediesem Krieg\u201c beigetragen haben, jeder in sein eigenes Lager zur\u00fcckkehren und f\u00fcr seine eigenen Ideale k\u00e4mpfen werden.<\/p>\n<p>Wenn es heute notwendig ist, in Harmonie mit der Regierung und den Kapitalisten zu arbeiten, um uns selbst gegen die \u201edeutsche Bedrohung\u201c zu verteidigen, dann wird dies auch nach, sowie w\u00e4hrend des Krieges notwendig sein.<\/p>\n<p>(\u2026) Die Linie der Anarchisten ist durch die Logik ihrer Bestrebungen klar vorgezeichnet. Der Krieg h\u00e4tte durch die Revolution verhindert werden m\u00fcssen, oder zumindest dadurch, dass man den Regierungen die Angst vor der Revolution einfl\u00f6\u00dft. Es fehlte die n\u00f6tige Kraft oder K\u00fchnheit. Der Frieden sollte durch die Revolution oder zumindest durch die Androhung einer solchen erzwungen werden. Bisher fehlt die Kraft oder der Wille dazu. Nun, es gibt nur ein Heilmittel; es in Zukunft besser machen. Mehr denn je m\u00fcssen wir Kompromisse vermeiden, die Kluft zwischen Kapitalisten und Lohnsklaven, zwischen Regierenden und Regierten vertiefen; die Enteignung des individuellen Eigentums und die Zerst\u00f6rung der Staaten als die einzigen Mittel predigen, um die Br\u00fcderlichkeit unter den V\u00f6lkern und Gerechtigkeit und Freiheit f\u00fcr alle zu garantieren; und wir m\u00fcssen uns darauf vorbereiten, diese Dinge zu vollbringen.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit scheint es mir kriminell zu sein, irgendetwas zu tun, das darauf abzielt, den Krieg zu verl\u00e4ngern, dieses Massaker an Menschen, das den kollektiven Reichtum zerst\u00f6rt und jede Wiederaufnahme des Kampfes f\u00fcr die Emanzipation l\u00e4hmt.<\/p>\n<p>(\u2026) Heute, wie immer, soll dies unser Motto sein: <em>Nieder mit den Kapitalisten und den Regierungen, allen Kapitalisten und allen Regierungen<\/em>.<\/p>\n<p>Es leben die V\u00f6lker, alle V\u00f6lker\u201c.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Italien: Sabotieren wir den Krieg, indem wir die Internationale entfesseln<a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote28sym\"><sup>28<\/sup><\/a><\/strong><\/p>\n<p>\u201eAls Internationalisten, die dazu verdammt oder privilegiert sind \u2013 je nach Sichtweise \u2013 in diesen Breitengraden zu leben, stellt sich uns die Aufgabe, die nationale Einheit und das t\u00f6dliche Klima des sozialen Friedens, das sie schafft, mit allen Mitteln zu sabotieren, zu entgleisen und zu zerst\u00f6ren. Dies ist die f\u00fcr uns unverzichtbare Verabredung in den kommenden Monaten. Mit anderen Worten, die nationale Einheit bereitet den inneren Frieden zwischen den Klassen und den \u00e4u\u00dferen Krieg zwischen den Nationen vor. Unser Internationalismus hat immer das Gegenteil gefordert: kein Krieg zwischen Nationen und kein Frieden zwischen Klassen. Mit Galleani wiederholen wir, dass wir gegen Krieg und gegen Frieden, aber f\u00fcr die soziale Revolution sind.<\/p>\n<p>Der Internationalismus ist jedoch nach wie vor nur ein Gef\u00fchl. Doch korrigiert durch den Grundsatz, dass meine Regierung mein Hauptfeind ist, enth\u00e4lt der Internationalismus wie jedes Gef\u00fchl auch etwas Unbeschreibliches. Der mutige Schritt, den wir tun sollten, besteht darin, vom Internationalismus zur Internationale \u00fcberzugehen. Das hei\u00dft, eine informelle, aber reale historische Verschw\u00f6rung von Revolution\u00e4ren in der ganzen Welt zu begr\u00fcnden und konkret zu propagieren. Eine \u201eOrganisation\u201c, so sehr uns dieser Begriff auch \u00e4ngstigt und die Augen der Repression auf sich zieht. Aber was sind die Alternativen? Hunger, Krieg und Tod. Die Organisation des assoziierten menschlichen Lebens auf der Grundlage von Hierarchie und Profit hat nun gezeigt, dass sie die von ihr erzeugte Komplexit\u00e4t nicht beherrschen kann und uns alle in die Katastrophe treibt \u2013 gesundheitlich, \u00f6kologisch und milit\u00e4risch. Nur eine Weltrevolution kann uns retten. Lasst uns an die Arbeit gehen.\u201c<\/p>\n<p>Aus Bezmotivny, anno II, numero 4, 21. Februar 2022.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Der Krieg beginnt hier<a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote29sym\"><sup>29<\/sup><\/a><\/strong><\/p>\n<p>\u201eAls vor einem Jahrhundert das Gemetzel des Ersten Weltkriegs Millionen von Menschenleben forderte und fast die gesamte untergegangene Arbeiter- und Revolutionsbewegung in ihre kriegerische Logik hineinzog, die eigentlich h\u00e4tte argumentieren m\u00fcssen, dass die Proletarier aufgrund \u00e4hnlicher Ausbeutungsbedingungen unabh\u00e4ngig von ihrem Herkunftsland demselben Lager angeh\u00f6ren, erinnerten sich einige internationalistische Anarchisten daran: \u201e<em>Die Aufgabe der Anarchisten ist es, in der gegenw\u00e4rtigen Trag\u00f6die, an welchem Ort und in welcher Situation sie sich auch befinden m\u00f6gen, weiterhin zu verk\u00fcnden, dass es nur einen Befreiungskrieg gibt: den, der in jedem Land von den Unterdr\u00fcckten gegen die Unterdr\u00fccker, von den Ausgebeuteten gegen die Ausbeuter gef\u00fchrt wird. Unsere Aufgabe ist es, die Sklaven dazu zu bringen, sich gegen ihre Herren aufzulehnen. Die anarchistische Aktion und Propaganda muss unerm\u00fcdlich und beharrlich darauf abzielen, die verschiedenen Staaten zu schw\u00e4chen und zu zerschlagen, den Geist der Revolte zu kultivieren und die Unzufriedenheit in der Bev\u00f6lkerung und Armeen zu sch\u00fcren<\/em>\u201c.<\/p>\n<p>(\u2026) Geopolitische Analysen und raffinierte Berechnungen n\u00fctzen nichts, um den Krieg abzulehnen: Dies kann nur geschehen, indem man die innere Front, die sich Tag f\u00fcr Tag bildet, aufbricht, die nationale Einheit untergr\u00e4bt, sich der Militarisierung der Gesellschaft und einer Sprache widersetzt, die nicht aus der heutigen Zeit stammt (\u201eKrieg gegen den Terrorismus\u201c, \u201eKrieg gegen das Virus\u201c . \u2026), indem wir laut sagen, dass wir die kriegerische Einstellung weder der EU- und NATO-Mitgliedsl\u00e4nder, noch Putins Russlands teilen und offen zum Def\u00e4tismus aufrufen: Es geht darum, den Krieg zwischen den Staaten in einen Krieg <em>gegen die<\/em> <em>Staaten<\/em> zu verwandeln.<\/p>\n<p>(\u2026) die Produktion von R\u00fcstungsg\u00fctern und Kriegsmaschinerie, von Verteidigungs- und Sicherheitssystemen, von \u00dcberwachungs- und Kontrollsystemen, die zur F\u00fchrung von Kriegen eingesetzt werden, dieselben sind, die <em>hier<\/em> den Arm der Unterdr\u00fcckung aufrichten.<\/p>\n<p>Frieden wird ein leeres Wort bleiben, solange wir nicht alle Staaten und ihre Grenzen zerst\u00f6rt haben, solange die Interessen derer, die sich an Ausbeutung und Krieg bereichern, derer, die sie gewollt haben, derer, die siestudieren, derer, die sie f\u00f6rdern, derer, die sie finanzieren, derer, die sie vorbereiten, mit anderen Worten all derer, die von nah und fern mit ihnen kollaborieren.. Unabh\u00e4ngig von der jeweiligen Nationalit\u00e4t sind sie es, die wir als unsere Feinde anerkennen, denn sie werden immer Feinde der Freiheit sein.\u201c<\/p>\n<p>Aus Anarchie! Nr. 23, M\u00e4rz 2022<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Gegen die Kriege des Kapitalismus, lautet unsere Antwort sozialer Krieg<a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote30sym\"><sup>30<\/sup><\/a><\/strong><\/p>\n<p>\u201eGegen die NATO, gegen die EU, gegen die Ukraine, gegen Russland, f\u00fcr die Vernichtung des Staates-Kapitals<\/p>\n<p>Die ukrainische herrschende Klasse ist sich seiner selbst so sicher, dass sie sogar Waffen unter der Bev\u00f6lkerung austeilt, ohne dass sie sich Sorgen machen muss, dass diese gegen sie gerichtet werden, wenn auch die Arbeiter und Arbeiterinnen dort (sowie hier) alle Gr\u00fcnde daf\u00fcr haben. Die Frage ist nicht nur, dass das Proletariat sich bewaffnet, sondern was dieses mit den Waffen tut. (\u2026) Nichts scheint verf\u00fchrerischer als der Ruf nach den Fahnen zur Verteidigung der Nation, was zuletzt immer die Verteidigung der Bourgeoisie eines gewissen Territoriums ist.<\/p>\n<p>(\u2026) Jetzt scheint nichts dringlicher als der Frieden zu sein, dass die milit\u00e4rischen Handlungen ein Ende nehmen, denn, was auch richtig ist, die Menschen leiden unter dem Massaker eines jeden Krieges. Doch man darf nicht vergessen, dass der Frieden nichts anderes ist als der Frieden der Herrschaft des Kapitals und dies ist ein Krieg gegen die Menschheit, die tagt\u00e4glich um ihr \u00dcberleben zu k\u00e4mpfen hat, auch wenn diese die M\u00f6glichkeit der Lohnabh\u00e4ngigkeit hat.<\/p>\n<p>(\u2026) Was uns wieder beunruhigt, aber dennoch nicht \u00fcberrascht, ist, dass sogenannte Anarchisten und Anarchistinnen sich in diesem Konflikt innerhalb zwei gegen\u00fcberstehenden bourgeoisen Fraktionen einreihen. Unter dem Deckmantel der Demokratie, der nationalen Souver\u00e4nit\u00e4t, Schulter an Schulter mit Nazis und ukrainischen Nationalisten auf der Seite der ukrainischen Nation und der NATO und den imperialistischen Interessen, deren Partner und Assoziierte und auf der anderen Seite unter dem Deckmantel des Antifaschismus, der nationalen Souver\u00e4nit\u00e4t, Schulter an Schulter mit russischen Nationalisten auf der Seite der russischen Nation, dessen Partner und Assoziierte und dessen imperialistischen Interessen.<\/p>\n<p>Dies konnte, ob wahr oder nicht, aufgeblasen oder \u00fcbertrieben, aus verschiedenen Artikel herausgelesen werden, die entweder von <em>Crimethinc<\/em> oder auf anderen anarchistischen Nachrichtenportalen ver\u00f6ffentlicht oder erschienen sind. Dort ist die Rede einer Art von <em>Union Sacr\u00e9e,<\/em> bei der alle gemeinsam gegen den russischen Aggressor k\u00e4mpfen, das einheimische Kapital wird gegen ein ausl\u00e4ndisches verteidigt. Ohne Scheu wird \u00fcber die Notwendigkeit geredet, dass es vorzuziehen sei, in einer ukrainischen Nation anstatt in einer unter russischer Herrschaft, ob direkt oder indirekt, zu leben. Was anscheinend dazu gef\u00fchrt hatte und hat, dass man dazu aufgerufen hat, sich der Armee oder unterschiedlicher nationalistischer und faschistischer Milizen anzuschlie\u00dfen hat und angeschlossen hatte. Wie k\u00f6nnen Anarchisten und Anarchistinnen dar\u00fcber reden das eigene Land zu verteidigen, da wir weder Land noch Vaterland haben?<\/p>\n<p>Wenn auch nicht mit derselben Tragweite erinnert uns dies zu sehr an das <em>Manifest der Sechzehn<\/em>, ein Manifest, welches eigentlich von f\u00fcnfzehn Anarchisten und Anarchistinnen ver\u00f6ffentlicht wurde, die sich 1916, mitten im Ersten Weltkrieg, f\u00fcr den Krieg gegen das Deutsche Kaiserreich positionierten. Der bekannteste der Unterzeichnenden war der aus Russland stammende Piotr Kropotkin. Die offene Unterst\u00fctzung der Alliierten und der Entente seitens einiger weniger f\u00fchrte zu einem Tumult innerhalb der anarchistischen Bewegungen, der sich nur zehn Jahre sp\u00e4ter in der Debatte um den Plattformismus wiederholen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Wie gesagt, die internationale anarchistische Bewegung lehnte dieses <em>Manifest<\/em> ab. Es sei erw\u00e4hnt, dass damit ungef\u00e4hr die absolute Mehrheit der Bewegung die Kritik vertrat und dieses <em>Manifest<\/em> eines Verrats an den anarchistischen Prinzipien beschuldigte. Dass es sich eben nicht um einen Krieg zwischen dem deutschen Imperialismus und der internationalen Arbeiter- und Arbeiterinnenbewegung handelte, sondern dass es sich um einen Krieg zwischen kapitalistischen Staaten handeln w\u00fcrde, welcher auf den Schulter der Arbeiter- und Arbeiterinnenklasse getragen wurde. Unter den Kritikern des <em>Manifests<\/em> fanden sich Malatesta, Goldman, Bergman, Faure, Fabbri, M\u00fchsam, Rocker und viele andere bekanntere.<\/p>\n<p>(\u2026) seit der Corona-Pandemie hat sich die Verteidigung des Staates, als Garant f\u00fcr Gesundheit und Wohlergehen, breit gemacht und nicht nur innerhalb der Linken des Kapitals, sondern auch in anarchistischen Kreisen, die sich damit innerhalb der Linken des Kapitals eingereiht haben.<\/p>\n<p>(\u2026) Dass es kein Sinn ergibt, sich in diesem kapitalistischen Krieg auf irgendeiner Seite der Kriegsparteien zu positionieren. Wir sind nicht das Kanonenfutter, weder f\u00fcr die NATO, die EU, Russland oder wen auch immer, egal wie fortschrittlich und menschenfreundlich sich diese oder jene Fraktion des Kapitals pr\u00e4sentiert. Unser Ziel ist es, die Menschheit vom Joch der Lohnsklaverei und dem Staat zu befreien und wir m\u00fcssen diesen und nur diesen Weg beschreiten. Dass alle Anstrengungen der anarchistischen Bewegung es sein m\u00fcssen, einen Aufstand voranzutreiben, der in einer sozialen Revolution m\u00fcndet. Sozialer Krieg und Klassenkrieg \u00fcberall und ohne Rast. Dass unsere Anstrengungen gegen den kapitalistischen Krieg immer f\u00fcr den Krieg gegen die herrschende Klasse sein muss, dass nur die ausgebeuteten Massen diesem und jedem Gemetzel ein Ende setzen k\u00f6nnen, dass wir mit unseren vermeintlichen Gegnern \u2013 verschleiert durch die Maskerade des Nationalismus \u2013 mehr teilen, da wir alle unter derselben Herrschaft des Kapitals ausgebeutet werden.<\/p>\n<p><strong>Nieder mit dem kapitalistischen Krieg und dem kapitalistischen Frieden!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Aufstand, Revolte, soziale Revolution!<\/strong><\/p>\n<p><strong>F\u00fcr die klassen- und staatenlose freie Gemeinschaft!<\/strong><\/p>\n<p><strong>F\u00fcr die Anarchie!<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>K\u00e4mpfe nicht f\u00fcr \u201edein\u201c Land<\/strong><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote31sym\"><sup>31<\/sup><\/a><\/p>\n<p>\u201eMan denke nur an den Jemen, wo die saudischen Streitkr\u00e4fte die Zivilbev\u00f6lkerung viel schlimmer bombardiert und ausgehungert haben, als es die russische Armee bisher in der Ukraine getan hat. Die saudische Luftwaffe h\u00e4tte ohne britische und amerikanische milit\u00e4risch-technische Unterst\u00fctzung und Waffenlieferungen kaum eine Woche durchgehalten. Ist das auch \u201eein Krieg f\u00fcr die Demokratie\u201c? Diese Gr\u00e4ueltat findet au\u00dferhalb des Medieninteresses statt. Geht weiter, es gibt nichts zu sehen. Hier gibt es keine Kriegsverbrechen.<\/p>\n<p>(\u2026) Wir leben in einem System, das brutal mit den Bed\u00fcrfnissen der Menschheit kollidiert. Ein System, das sich im Krieg mit dem Planeten, im Krieg mit dem Leben selbst befindet. Sich zu wehren, das kapitalistische System zu besiegen, ist der einzige Krieg, der Sinn ergibt.<\/p>\n<p>(\u2026) Die Erweiterung der NATO bedeutete eine enorme Markterweiterung f\u00fcr die amerikanische (und andere westliche) R\u00fcstungsindustrie, denn neue Mitglieder m\u00fcssen ihre Waffenarsenale an die NATO-Standards anpassen.<\/p>\n<p>(\u2026) Diese Armee stellte die \u201eOrdnung\u201c im Inneren (Tschetschenien), in den Grenzstaaten (Georgien, Kasachstan) und au\u00dferhalb (Syrien) blutig wieder her. Doch 2015 lag die Industrieproduktion immer noch unter dem Niveau von 1990.<\/p>\n<p>(\u2026) Die beste Nachricht, die wir \u00fcber den Krieg geh\u00f6rt haben, ist, dass einige russische Soldaten ihre eigene Ausr\u00fcstung sabotieren und desertieren. Wie viele, ist unklar. Wir k\u00f6nnen nur hoffen, dass die Desertion massiv wird. Auf beiden Seiten. Dass sich russische und ukrainische Soldaten verbr\u00fcdern und ihre Waffen gegen ihre Anf\u00fchrer richten, die sie in den Tod geschickt haben. Dass russische und ukrainische Arbeiter gegen den Krieg streiken. Friedensdemonstrationen allein k\u00f6nnen den Krieg nicht beenden, wenn die Bev\u00f6lkerung den Krieg mit all seinen Folgen weiter ertr\u00e4gt. Das wird nur m\u00f6glich, wenn sich die gro\u00dfe Masse, die Arbeiterklasse, gegen den Krieg wendet. Der Erste Weltkrieg wurde durch die Revolte der Arbeiterklasse gegen den Krieg gestoppt, zuerst 1917 in Russland und ein Jahr sp\u00e4ter in Deutschland. Aber das ist schon lange her. Heute gibt es in Russland keine Atmosph\u00e4re der Massenrebellion, aber die katastrophalen Folgen des Krieges k\u00f6nnten einen schlafenden Riesen erwecken.<\/p>\n<p>(\u2026) Die Sozialausgaben wurden von den aufeinanderfolgenden ukrainischen Regierungen von 20 % des Haushalts im Jahr 2014 auf heute 13 % gek\u00fcrzt. Die gro\u00dfe Mehrheit der ukrainischen Bev\u00f6lkerung war bereits arm und wird nach dem Krieg noch viel \u00e4rmer sein. Ihre Interessen und die der herrschenden Klasse sind nicht die gleichen. Genau wie in Russland. In der Ukraine t\u00f6ten sich russische und ukrainische Soldaten gegenseitig f\u00fcr Interessen, die antagonistisch zu ihren eigenen sind.<\/p>\n<p>(\u2026) Seit der \u201eGro\u00dfen Rezession\u201c von 2008 befindet sich die weltweite \u00d6konomie in einer tiefen Krise. Die weltweite Rentabilit\u00e4t ist auf einen historischen Tiefststand gesunken. Der Zusammenbruch konnte nur durch eine gigantische Geldsch\u00f6pfung und massive Anleihen aus der Zukunft vermieden werden.<\/p>\n<p>(\u2026) nichts hilft gegen die Krise des Systems, das auf Wachstum, auf Wertakkumulation angewiesen, aber zunehmend unf\u00e4hig ist, diese zu leisten.<\/p>\n<p>(\u2026) Die \u00d6konomie ist so global wie nie zuvor. Die Interessen sind miteinander verflochten. Man kann seinen Feind nicht \u00f6konomisch bestrafen, ohne sich ins eigene Fleisch zu schneiden.<\/p>\n<p>(\u2026) Der Krieg und die Sanktionen werden die kommende Rezession, die ohnehin unvermeidlich war, beschleunigen und vertiefen. Jetzt kann der Krieg daf\u00fcr verantwortlich gemacht werden. Biden wird sie \u201ePutins Rezession\u201c nennen. Putin wird den \u00f6konomischen Krieg des Westens gegen Russland verantwortlich machen.<\/p>\n<p>(\u2026) Aber es gibt einen dritten, entscheidenden Unterschied zu den Vorkriegszeiten der Vergangenheit. Es geht um das Bewusstsein. Was jede herrschende Klasse braucht, um die eigene Bev\u00f6lkerung einem totalen Kriegseinsatz zu unterwerfen, ist die Zerst\u00f6rung des Klassenbewusstseins, die Atomisierung der Individuen und ihre Einigung in der falschen Gemeinschaft der Nation. Putin ist noch nicht so weit. Er hat das russische Volk nicht in der Tasche wie Hitler das deutsche. Es stimmt, dass trotz der zahlreichen Proteste in Russland gegen den Krieg der Widerstand dagegen vorerst begrenzt blieb. Aber patriotische Unterst\u00fctzungsbekundungen f\u00fcr Putin waren nirgends zu sehen, abgesehen von einer Massenversammlung, zu deren Teilnahme viele von staatlicher Seite gedr\u00e4ngt wurden. Putin kann, abgesehen von seinen milit\u00e4rischen F\u00e4higkeiten, den Krieg nicht wie Hitler eskalieren, weil seine ideologische Kontrolle zu schwach ist. Andererseits muss er gerade deshalb eskalieren: Ohne einen Sieg riskiert er, vom Sockel zu fallen wie die argentinische Junta nach der Niederlage auf den Falklandinseln.<\/p>\n<p>Auch in den meisten anderen L\u00e4ndern mit einer Tradition des sozialen Kampfes ist die ideologische Kontrolle zu schwach, um die Bev\u00f6lkerung in einen gro\u00df angelegten Krieg zu ziehen. Aber es wird daran gearbeitet. Wir werden geformt. Wir lernen, Soldaten wieder als Helden zu verehren, wir lernen, Siege auf dem Schlachtfeld wieder zu bejubeln, wir lernen zu akzeptieren, dass wir f\u00fcr die Kriegsanstrengungen Opfer bringen m\u00fcssen. Und obwohl es f\u00fcr keines unserer Probleme \u2013 \u00f6konomische Krise, Klimakatastrophe, Pandemien, Verarmung usw. \u2013 nationale L\u00f6sungen gibt, lernen wir, dass es nichts Sch\u00f6neres gibt, als f\u00fcr Grenzen zu k\u00e4mpfen, f\u00fcr das Vaterland zu sterben.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Krieg \u2013 der Nerv des Geldes<\/strong><\/p>\n<p><em>Von Kasimir \u2013 Sendung Distro-Lapinoth\u00e8que auf Radio Air Libre (Br\u00fcssel) vom 31. M\u00e4rz 2022 \u2013 Ausz\u00fcge:<\/em><\/p>\n<p>\u201eDer Krieg ist kein Makel, kein Exzess, keine kapitalistische Monstrosit\u00e4t, sondern das eigentliche Gewebe dieser Produktionsweise, verflochten mit dem Kettenfaden, der uns mit ihr verbindet, zu jeder Zeit und an jedem Punkt der Erde. In diesem Sinne ist der Krieg vor allem die Verl\u00e4ngerung \u2026 des Krieges. Grenzen sind filternde Sperren, die auf einem Kontinuum aus voneinander abh\u00e4ngiger globaler Produktion, globalem Markt und planetaren Waren- und Wertstr\u00f6men gezogen werden. Es ist nicht so sehr das Geld, das der Nerv des Krieges ist, sondern der Krieg, der der Nerv des Geldes und erst recht des Kapitals ist.<\/p>\n<p>(\u2026) Dieses riesige Domino-Spiel, diese sch\u00f6ne Welt der Transaktionen und Spekulationen wird immer den Schlamm und das Blut der Schlachtfelder brauchen, um die Positionen des konkurrierenden Kapitals zu sichern, hinter dem T\u00e4uschungsspiel der Nationalflaggen und ihrer Kakophonie der Trauerm\u00e4rsche. Doch ihr einziger Feind sind potenziell wir, als soziale Klasse, die von der kapitalistischen Katastrophe nie etwas zu gewinnen hatte, nicht einmal in ihren aufgelesenen Kr\u00fcmeln und ihrem giftigen Rieseln.<\/p>\n<p>(\u2026) Die Gesundheit einer Armee kann immer durch das Aufkommen von sozialem Widerspruch in ihrem Inneren und einer Schw\u00e4chung der nationalen Einheit, die sie von hinten st\u00fctzt, bedroht werden (eine Frage, die f\u00fcr den Staat akuter wird, wenn der Konflikt ins Stocken ger\u00e4t und die Zahl der Toten steigt), aber auch durch das, was in dem Land, in das sie sich wagt, sozial geschieht, was wiederum mit dem verbunden ist, was im Rest der Welt geschieht, da unsere Klasse kein Vaterland hat, wie man sich erinnern sollte. Das unterscheidet den Internationalismus der Klasse vom Pazifismus, der sich im Namen eines abstrakten Prinzips auf keine Seite schlagen will. In einer \u00fcberfallenen Zone geht es also um eine entscheidende Frage: wenn eine Dynamik der Selbstverteidigung in Gang gesetzt wird, nach welcher Logik, Methode und Perspektive? Welche Autonomie kann sie entwickeln und vor allem aufrechterhalten, sozial und operativ, angesichts der immer noch m\u00e4chtigen staatlichen Dynamik der Militarisierung, des Aufgehens in der nationalen Verteidigung, der nationalen Einheit, der nationalen Befreiung, dem \u201eVolkskrieg\u201c\u2026 mit anderen Worten in der St\u00e4rkung unserer eigenen Unterdr\u00fccker von gestern und morgen? W\u00e4hrend der Staat in der Ukraine zum \u201eWiderstand\u201c aufruft, f\u00e4hrt er fort, mobilisierbare m\u00e4nnliche Erwachsene aufzusp\u00fcren und sie zu bewaffnen, ohne die Kontrolle \u00fcber sie zu verlieren. Hinter dem heiligen \u201eVolk in Waffen\u201c lauert f\u00fcr den Staat immer das Gespenst der Klasse, die entwaffnet werden muss.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Wenn die Bev\u00f6lkerung sich gegen den Krieg auflehnt: In Russland und der Ukraine werden Rekrutierungszentren angegriffen\u2026<\/strong><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote32sym\"><sup>32<\/sup><\/a><\/p>\n<p>\u201eUkraine. Die wichtigste Methode des Widerstands gegen den Krieg seitens der ukrainischen Bev\u00f6lkerung ist die Weigerung, sich an ihm zu beteiligen. Viele m\u00e4nnliche ukrainische Staatsb\u00fcrger, die zuvor das Land verlassen hatten, um zu arbeiten, haben es nicht eilig zur\u00fcckzukehren, da sie die Mobilisierung f\u00fcrchten.<\/p>\n<p>Im April wurde der Gesetzentwurf Nr. 7265 in das ukrainische Parlament (Rada) eingebracht. Er sieht vor, dass im Falle der Einf\u00fchrung des Kriegsrechts \u2013 auf dem gesamten Gebiet der Ukraine oder einem Teil davon \u2013 Personen, die w\u00e4hrend der Mobilisierung laut Gesetz der Wehrpflicht unterliegen, innerhalb von 15 Tagen in die Ukraine zur\u00fcckkehren m\u00fcssen. Bei Nichteinhaltung dieses Gesetzes soll eine strafrechtliche Verantwortung eingef\u00fchrt werden, die bis zu 10 Jahre Gef\u00e4ngnis bedeuten kann. Die Ma\u00dfnahme k\u00f6nnte Millionen von Menschen betreffen.<\/p>\n<p>(\u2026) Unterdessen brach in der Stadt Khust in Transkarpatien (im \u00e4u\u00dfersten Westen des Landes, weit entfernt von der Frontlinie) ein regelrechter Anti-Kriegs-Aufstand aus, der von Frauen organisiert wurde, die gegen die Mobilisierung ihrer Ehem\u00e4nner und S\u00f6hne protestierten.<\/p>\n<p>Am 29. April versammelten sich etwa 50 Frauen zu einer Demonstration vor dem Rekrutierungszentrum der Stadt Khust und verlangten zu erfahren, warum ihre M\u00e4nner, die f\u00fcr die Territorialverteidigung mobilisiert worden waren, ohne Erkl\u00e4rung in das Kriegsgebiet geschickt wurden.<\/p>\n<p>Die friedliche Versammlung verwandelte sich schnell in eine Demonstration vor dem B\u00fcro f\u00fcr milit\u00e4rische Registrierung und Rekrutierung, als der Leiter des Zentrums, Milit\u00e4rkommissar Zubatow, sich weigerte, zu den Menschen zu gehen und die Entscheidung zu erkl\u00e4ren. Als Reaktion darauf begannen die Teilnehmer, Steine gegen die Fenster zu werfen und in das Geb\u00e4ude einzubrechen.<\/p>\n<p>(\u2026) Dar\u00fcber hinaus wurde der Leiter des B\u00fcros f\u00fcr milit\u00e4rische Registrierung und Einberufung, Zubatow, der Korruption beschuldigt, weil er einigen Menschen ohne offensichtliche Begr\u00fcndung eine Bescheinigung \u00fcber ihre milit\u00e4rische Untauglichkeit ausgestellt hatte, obwohl er am 14. M\u00e4rz 2022 die allgemeine Mobilmachung aller m\u00e4nnlichen Arbeiter erkl\u00e4rt hatte, unabh\u00e4ngig davon, ob sie behindert, Eltern von drei Kindern oder v\u00f6llig ohne milit\u00e4rische Erfahrung waren.<\/p>\n<p>Den Demonstrantinnen missf\u00e4llt die Tatsache, dass, w\u00e4hrend ihre Angeh\u00f6rigen gezwungen sind zu k\u00e4mpfen, und das sogar ohne angemessene Ausr\u00fcstung, die Reichen und ihre Kinder weiterhin im Luxus leben und das Leben genie\u00dfen.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Fragmente f\u00fcr einen aufst\u00e4ndischen Kampf gegen den Militarismus und die Welt, die ihn ben\u00f6tigt<\/strong><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote33sym\"><sup>33<\/sup><\/a><\/p>\n<p><strong>Falsche Verb\u00fcndete im Kampf gegen den Militarismus<\/strong><\/p>\n<p><em>Man muss nicht auf das Manifest der Sechzehn zur\u00fcckgreifen \u2013 in welchem bekannte Anarchisten dazu aufriefen, sich dem Lager Frankreichs wegen seiner revolution\u00e4ren Tradition anzuschlie\u00dfen und gegen den kaiserlichen Absolutismus Deutschlands zu k\u00e4mpfen \u2013 um angesichts des Krieges Beispiele f\u00fcr den kompletten Verlust der Orientierung und des Gesp\u00fcrs f\u00fcr die involvierten Interessen seitens der Anarchisten zu finden. Der Gro\u00dfteil des heutigen \u201eantifaschistischen\u201c Diskurses reproduziert im Miniaturformat die gleichen Fehler und spiegelt die Ideen des in den 70er Jahren weit verbreiteten \u201eAntiimperialismus\u201c wieder: Demokraten vs. Faschisten hier, Staaten der Dritten Welt gegen Staaten des Westens dort. In j\u00fcngster Zeit akzeptieren die Unterst\u00fctzer des Kampfes gegen \u201eden Faschismus\u201c der Dschihadisten in Syrien sogar die Streitkr\u00e4fte der US-Luftwaffe im eigenen Lager. Eine Position die bereits w\u00e4hrend jenes Krieges pr\u00e4sent war, welcher zum Zerfall des ehemaligen Jugoslawien in den 90er Jahren f\u00fchrte. In gleichem Ma\u00dfe verteidigen viele mit ger\u00fcmpfter Nase die internationalen Interventionen, um die Grausamkeiten einzud\u00e4mmen, die w\u00e4hrend der \u201eB\u00fcrgerkriege\u201c in vielen afrikanischen L\u00e4ndern begangen wurden (bevorzugt die Interventionen der Blauhelme, welche weniger Ablehnung provoziert als die der franz\u00f6sischen Fremdenlegion oder die einer Koalition der NATO). Heutzutage hat es fast den Anschein, dass die westlichen Armeen eher freiwillige Rekruten einsetzen, anstatt einer Massenrekrutierung, um ihre Drecksarbeit durchzuf\u00fchren. Sprich, der einzige Faktor der uns davor verschont zu sehen, wie Libert\u00e4re sich in die Armeen einreihen, um die \u201eB\u00f6sen\u201c zu bek\u00e4mpfen, die noch st\u00e4rker konter-revolution\u00e4r sind, als die Anh\u00e4nger der kommerziellen Demokratie.<\/em><\/p>\n<p>Aus <em>Die Reihen Durchbrechen. Gegen den Krieg, Gegen den Frieden, f\u00fcr die soziale Revolution.<\/em><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote34sym\"><sup>34<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Man sollte meinen, das er\u00fcbrige sich zu bemerken, dass ein Staat niemals ein Verb\u00fcndeter im Kampf gegen den Militarismus sein k\u00f6nne. Und doch scheinen vergangene und j\u00fcngere Parteinahmen von Antimilitarist*innen dringend einer solchen Klarstellung zu bed\u00fcrfen. Und wenn ich in diesem Kontext Staat sage, so meine ich auch jede militaristische Bestrebung mit der Absicht, einen Staat zu gr\u00fcnden oder anderweitig staatliche Aufgaben zu \u00fcbernehmen. Was aus einer antimilitaristischen Perspektive, so wie ich sie verstehe, mindestens unlogisch erscheint, l\u00e4sst sich mit einer anarchistischen Perspektive dagegen \u00fcberhaupt nicht vereinbaren. Was sich bereits fr\u00fcher in Solidarit\u00e4tsbewegungen mit dem bolschewistischen Regime, der Fatah und Hamas oder in der Kuba-Solidarit\u00e4tsbewegung beobachten lie\u00df, findet seinen Ausdruck dieser Tage beispielsweise bei jenen, die buchst\u00e4blich die Fahnen von YPG und YPJ schwenken. Sch\u00f6ne Anarchist*innen und Antimilitarist*innen sind das, die da die Banner milit\u00e4rischer Verb\u00e4nde spazieren tragen, die Verhaftungen durchf\u00fchren, Gef\u00e4ngnisse und Lager betreiben und von ihren S\u00f6ldner*innen die militaristische Disziplin des T\u00f6tens auf Befehl einfordern.<\/p>\n<p>Aber es ist weniger interessant, die Tatsache, dass dies so ist, festzuhalten, sondern weitaus spannender ist doch die Frage des Warum? Wie kommt es, dass unverhohlen militaristische und autorit\u00e4re Organisationen schlie\u00dflich von ihren eigentlichen Gegner*innen verteidigt werden als \u201egeringeres \u00dcbel\u201c \u2013 was noch die ehrlichste Betrachtungsweise ist \u2013 oder gar als \u201eNotwendigkeit\u201c im Krieg gegen den imperialistischen Militarismus. Dass der Antimilitarismus hier als eine Mobilisierungsstrategie f\u00fcr den Militarismus dient, mag wie eine grausame Ironie erscheinen, ich unterstelle jedoch, dass hier vielmehr jene Rekuperationen des Antimilitarismus sichtbar werden, die die Abwesenheit von Krieg, die Ordnung des sozialen Friedens und die repressive Kontrolle \u00fcber jegliche diese Ordnung st\u00f6renden Tendenzen zum Ziel eines jeden Antimilitarimus umzudeuten versuchen. Dies mag vielleicht auch das Ziel eines humanistischen, kommunistischen oder demokratischen Antimilitarismus sein, als Ziel eines anarchistischen Antimilitarismus scheint es mir jedoch v\u00f6llig unzureichend. Spannend finde ich am aktuellen Beispiel der Rojava-Solidarit\u00e4t, die auch unter Anarchist*innen, wenn sie nicht gar unkritisch \u00fcbernommen wird, so doch weitestgehend unkommentiert bleibt, wie eine bestimmte Art und Weise der Argumentation reproduziert wird, die umgekehrt bei einer staatlichen, kapitalistischen oder nationalistischen Legitimation von und Propaganda f\u00fcr Militarismus zu Recht kritisiert wird. Es ist das Narrativ einer nationalen Verteidigung \u2013 auch wenn dieses nationale Motiv vielleicht verschleiert werden mag und sich teilweise hinter identit\u00e4tspolitisch ansprechenderen Begriffen wie \u201eFrauenrevolution\u201c (jaja, das Ziel 40% der Posten mit Frauen besetzen zu wollen und die gezielte Pr\u00e4sentation weiblicher Milit\u00e4rs durch die Propaganda scheint da heute bereits zu gen\u00fcgen) oder \u201e\u00f6kologischer Revolution\u201c verbirgt \u2013 gegen einen im Anmarsch befindlichen Feind.<\/p>\n<p>(\u2026 ) Wie k\u00f6nnte eine aufst\u00e4ndische Perspektive aussehen, die nicht nur den Militarismus des t\u00fcrkischen Regimes, den der NATO und den des IS angreift, sondern die sich eben auch gegen den Militarismus von YPG und YPJ und ihrer sozialdemokratischen bis leninistischen Parteien, der PYD und der PKK, sowie \u00fcberhaupt gegen jede Herrschaft, auch gegen die dessen, was <em>Demokratischer Konf\u00f6rderalismus<\/em> genannt wird und sowieso nur in den Augen eines Trotzkisten, der sich kurzerhand zum Anarchisten erkl\u00e4rt hat, als anarchistisch im Sinne des Begriffs gelten kann, richtet?\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Putins Fluch (Mirasol, M\u00e4rz-April 2022)<a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote35sym\"><sup>35<\/sup><\/a><\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie russische Offensive gegen die Ukraine w\u00e4re also aus der Sicht dieses Staates eine Polizeioperation, die darauf abzielt, das zu beenden, was in den Augen der russischen Machthaber einer \u201eMaidan-Klammer\u201c gleicht, die ihrerseits im Gefolge der orangenen Revolution von 2004 steht.<\/p>\n<p>Diese Sequenz von Strafverfolgungsma\u00dfnahmen ist die logische Folge der Niederschlagung des belarussischen Aufstands im Jahr 2020, auf die der russische Staat mit einem Beinahe-Anschluss des Landes reagierte, und der Niederschlagung des Aufstands in Kasachstan im Januar 2022, die auch die erste Intervention der Organisation des Vertrags \u00fcber kollektive Sicherheit (OVKS) war, einer Allianz, der mehrere L\u00e4nder der ehemaligen UdSSR angeh\u00f6ren \u2013 aber nicht die Ukraine. Und von nun an geht es darum, diese Situation zu reparieren.<\/p>\n<p>(\u2026) \u201eF\u00fcr die neue ukrainische F\u00fchrung war dieser Krieg zwar schwierig, aber auch eine unverhoffte Gelegenheit, ihre Position zu festigen. Die Energie, die auf dem Maidan entstanden war, wurde schnell in die freiwillige Unterst\u00fctzung der ukrainischen Armee geleitet. Diese schwache und halb ruinierte Armee war offensichtlich nicht in der Lage, es mit der russischen Armee aufzunehmen. So entstanden die Freiwilligenbataillone, die einige Elemente der Selbstverteidigungskr\u00e4fte des Maidan aufnahmen. Die \u201eRevolution der W\u00fcrde\u201c zu verteidigen bedeutete nun nicht mehr, auf den Barrikaden in Kiew zu stehen, sondern an der Front. Und pl\u00f6tzlich erlosch die Bewegung v\u00f6llig: Man protestiert nicht, w\u00e4hrend sich das Land im Krieg befindet\u201c<a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote36sym\"><sup>36<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Wie dieser Text beschreibt, trug dieser Aufstand eine viel gr\u00f6\u00dfere Perspektive in sich \u2026 und wurde besiegt. Die Tendenzen, die eine \u00dcberwindung des nationalistischen und pro-demokratischen bourgeoisen Charakters des Aufstands mit sich brachten, wurden beraubt und besiegt.<\/p>\n<p>(\u2026) Der ukrainische Staat wird manchmal als das kleinere \u00dcbel dargestellt. Diese Art der Argumentation ist nicht unsere. Staaten, wie auch klassen\u00fcbergreifende nationalistische Koalitionen, verraten am Ende immer die revolution\u00e4ren Elemente und massakrieren sie oft, wie die Bilanz der antikolonialen Befreiungsk\u00e4mpfe zeigt. Dennoch scheint die Zuflucht zu einer pauschalen Verurteilung aller Widerstandsversuche eine prinzipielle Position ohne konkrete Umsetzung zu sein\u2026<\/p>\n<p>Um ehrlich zu sein, \u00fcberzeugt uns derzeit keine Position. Wir sehen die Repression der Pl\u00fcnderungen, die Bem\u00fchungen zur Verteidigung des Privateigentums auf Kosten der Interessen und Bed\u00fcrfnisse der Bev\u00f6lkerung. Wir lehnen daher sowohl jede Theoretisierung einer auch nur kritischen Unterst\u00fctzung des ukrainischen Staates ab \u2026 als auch die prinzipielle Verurteilung von Gef\u00e4hrten, die zu den Waffen greifen. Wir k\u00f6nnen nur feststellen, dass der Horizont im Moment versperrt ist und von einer breiteren Perspektive und insbesondere von der Situation in Russland abh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>(\u2026) Wir k\u00f6nnen nur feststellen, dass in dieser kapitalistischen Katastrophe, wie es die Regel ist, die Staaten und ihre Unterst\u00fctzer immer in erster Linie den Fortbestand des Kapitals verteidigen und die Bev\u00f6lkerung als Schachfiguren benutzen werden, selbst auf die Gefahr hin, sie in den Auseinandersetzungen zu opfern, um Druck auszu\u00fcben, f\u00fcr das Image etc. Daher k\u00f6nnten nur Selbstorganisation und revolution\u00e4rer Kampf einen Ausweg aus dieser Trag\u00f6die darstellen\u2026<\/p>\n<p>(\u2026) Wie die drei Aufst\u00e4nde in Belarus, Kasachstan und der Ukraine (mit all ihren Besonderheiten) gezeigt haben \u2013 und wir k\u00f6nnen hier Kirgisistan, Syrien, Iran, Irak, Libanon\u2026 usw. hinzuf\u00fcgen \u2013 ist eine revolution\u00e4re Ausweitung in dieser Region der Welt nur unter der Bedingung m\u00f6glich, dass der russische Staat neutralisiert wird. Die Explosion dieses Schlosses h\u00e4tte immense, weltweite Konsequenzen. Wer wei\u00df, wie weit eine solche revolution\u00e4re Ansteckung gehen k\u00f6nnte.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p>\u201e<strong>Es gibt Leute, die f\u00fcr den Frieden sprechen, ich spreche f\u00fcr den Krieg. F\u00fcr diesen Krieg, der die Menschen nicht an die Grenzen wirft, sondern sie gegen den Unterdr\u00fccker aller Tage, aller L\u00e4nder aufstellt.\u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong>Albert Libertad (1876-1908)<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote1anc\">1<\/a>\u00ab<em>Contre la guerre Contre la paix \u2013 El\u00e9ments de lutte insurrectionnelle contre le militarisme et la r\u00e9pression<\/em>\u00bb (2015): <a href=\"https:\/\/cestdejatoutdesuite.noblogs.org\/files\/2015\/04\/contrelaguerre_lapaix.pdf\">https:\/\/cestdejatoutdesuite.noblogs.org\/files\/2015\/04\/contrelaguerre_lapaix.pdf<\/a> \u2013 <em>Gegen den Krieg, Gegen den Frieden Elemente f\u00fcr einen aufst\u00e4ndischen Kampf gegen den Militarismus und die Repression<\/em> (2015): <a href=\"https:\/\/anarchistischebibliothek.org\/library\/gegen-den-krieg-gegen-den-frieden\">https:\/\/anarchistischebibliothek.org\/library\/gegen-den-krieg-gegen-den-frieden<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote2anc\">2<\/a>Siehe dazu: Louis Mercier Vega, \u201e<em>La Chevauch\u00e9e anonyme: une attitude internationiste devant la guerre (1939-1942)\u201c<\/em>, und Pierre Lanneret, \u201e<em>Les Internationalistes du \u201etroisi\u00e8me camp\u201c pendant la Seconde Guerre mondiale\u201c<\/em> (Acratie, 1995), als PDF verf\u00fcgbar unter <a href=\"https:\/\/archivesautonomies.org\/\">https:\/\/archivesautonomies.org<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote3anc\">3<\/a><em>Auf englisch<\/em><em>: <\/em><a href=\"https:\/\/internationalistperspective.org\/dont-fight-for-your-country\/\">https:\/\/internationalistperspective.org\/dont-fight-for-your-country\/<\/a> <em>Auf franz\u00f6sisch<\/em><em> (<\/em><em>Kontroversen<\/em><em>): <\/em><a href=\"https:\/\/internationalistperspective.org\/ne-vous-battez-pas-pour-votre-pays\/\">https:\/\/internationalistperspective.org\/ne-vous-battez-pas-pour-votre-pays\/<\/a> \u2013 <em>Auf deutsch<\/em>: <a href=\"https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/05\/24\/kampfe-nicht-fur-dein-land\/\">https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/05\/24\/kampfe-nicht-fur-dein-land\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote4anc\">4<\/a><a href=\"https:\/\/www.amnesty.org\/fr\/latest\/news\/2022\/08\/ukraine-ukrainian-fighting-tactics-endanger-civilians\/\">https:\/\/www.amnesty.org\/fr\/latest\/news\/2022\/08\/ukraine-ukrainian-fighting-tactics-endanger-civilians\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote5anc\">5<\/a>\u00ab<em>Guerre du capital et antiennes anti-imp\u00e9rialistes: l\u2019Ukraine<\/em>\u00bb, <em>Temps critiques<\/em>, 21 mars 2022: <a href=\"http:\/\/tempscritiques.free.fr\/spip.php?article520\">tempscritiques.free.fr\/spip.php?article520<\/a>. Zitierte Quelle: <a href=\"https:\/\/www.opendemocracy.net\/en\/odr\/ukraine-suspends-labour-law-war-russia\/\">https:\/\/www.opendemocracy.net\/en\/odr\/ukraine-suspends-labour-law-war-russia\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote6anc\">6<\/a>Originaltext auf tschechisch: <a href=\"https:\/\/antimilitarismus.noblogs.org\/post\/2022\/09\/14\/anarchisticky-antimilitarismus-a-myty-o-valce-na-ukrajine\/\">https:\/\/antimilitarismus.noblogs.org\/post\/2022\/09\/14\/anarchisticky-antimilitarismus-a-myty-o-valce-na-ukrajine\/<\/a>, franz\u00f6sische \u00dcbersetzung: <a href=\"https:\/\/www.autistici.org\/tridnivalka\/antimilitarismus-antimilitarisme-anarchiste-et-mythes-sur-la-guerre-en-ukraine\/\">https:\/\/www.autistici.org\/tridnivalka\/antimilitarismus-antimilitarisme-anarchiste-et-mythes-sur-la-guerre-en-ukraine\/<\/a> PDF Version: <a href=\"https:\/\/www.autistici.org\/tridnivalka\/wp-content\/uploads\/antimilitarismus-fr.pdf\">https:\/\/www.autistici.org\/tridnivalka\/wp-content\/uploads\/antimilitarismus-fr.pdf<\/a>, deutsche \u00dcbersetzung: <a href=\"https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/\">https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote7anc\">7<\/a><a href=\"https:\/\/lundi.am\/Des-canons-par-centaines\">https:\/\/lundi.am\/Des-canons-par-centaines<\/a>, siehe Anmerkung in Fu\u00dfnote 36.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote8anc\">8<\/a>Zu diesem Thema siehe auch \u201e<em>Economie de guerre\u201c<\/em>, in <em>Avis de temp\u00eate<\/em><em>s<\/em>. <em>Bulletin anarchiste pour la guerre sociale<\/em>, n\u00b054 : https:\/\/avisdetempetes.noblogs.org, abgedruckt in der Zeitschrift <em>Guerre \u00e0 la Guerre<\/em>, Nr. 2 (beide im Juni 2022).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote9anc\">9<\/a><a href=\"https:\/\/tousdehors.net\/Lettres-d-Ukraine\/\">https:\/\/tousdehors.net\/Lettres-d-Ukraine\/<\/a>, diese <em>Briefe aus der Ukraine<\/em> wie auch einige andere hier zitierte Texte finden sich auch in einem Dossier \u201e<em>Guerre en Ukraine<\/em>\u201c in der Nummer 3 von ASAP R\u00e9volution (Sommer 2022) in gro\u00dfem A2-Format mit 20 Seiten, herausgegeben in Rennes: asaprevolution.net. Auf deutsch: <a href=\"https:\/\/communaut.org\/de\/ukraine-korrespondenzen-teil-i-und-ii\">https:\/\/communaut.org\/de\/ukraine-korrespondenzen-teil-i-und-ii<\/a>, <a href=\"https:\/\/communaut.org\/de\/ukraine-korrespondenzen-teil-iii\">https:\/\/communaut.org\/de\/ukraine-korrespondenzen-teil-iii<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote10anc\">10<\/a>\u00ab<em>Guerre du capital et antiennes anti-imp\u00e9rialistes: l\u2019Ukraine<\/em>\u00bb, 21 M\u00e4rz 2022: <a href=\"http:\/\/tempscritiques.free.fr\/spip.php?article520\">tempscritiques.free.fr\/spip.php?article520<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote11anc\">11<\/a><a href=\"https:\/\/www.autistici.org\/tridnivalka\/antimilitarismus-antimilitarisme-anarchiste-et-mythes-sur-la-guerre-en-ukraine\/\">https:\/\/www.autistici.org\/tridnivalka\/antimilitarismus-antimilitarisme-anarchiste-et-mythes-sur-la-guerre-en-ukraine\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote12anc\">12<\/a>In Bezug auf \u201eanarchistische\u201c Unterst\u00fctzung f\u00fcr den \u201eVerteidigungskrieg\u201c in der Ukraine sei hier der emblematische Fall der Gruppe RevDia genannt: <a href=\"https:\/\/revdia.org\/2022\/03\/13\/navishho-anarhisti-jdut-na-vijnu\/\">https:\/\/revdia.org\/2022\/03\/13\/navishho-anarhisti-jdut-na-vijnu\/<\/a>, ins Englische \u00fcbersetzt von Riot Turtle: <a href=\"https:\/\/enoughisenough14.org\/2022\/03\/13\/why-do-anarchists-go-to-war-ukraine\/\">https:\/\/enoughisenough14.org\/2022\/03\/13\/why-do-anarchists-go-to-war-ukraine\/<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote13anc\">13<\/a>\u201e<em>Manifeste internationaliste contre la guerre et la paix capitaliste en Ukraine\u2026 \u201e<\/em>, <em>Klassenkrieg<\/em>, verf\u00fcgbar (ebenso wie ihr gesamtes Dossier \u201e<em>Logiques de guerre\u201c<\/em> mit unver\u00f6ffentlichten \u00dcbersetzungen aus verschiedenen Sprachen), auf ihrem Blog: <a href=\"https:\/\/autistici.org\/tridnivalka\/\">https:\/\/autistici.org\/tridnivalka\/<\/a>. Auf deutsch: <a href=\"https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/08\/11\/internationalistisches-manifest-gegen-den-kapitalistischen-krieg-und-frieden-in-der-ukraine\/\">https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/08\/11\/internationalistisches-manifest-gegen-den-kapitalistischen-krieg-und-frieden-in-der-ukraine\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote14anc\">14<\/a>\u201e<em>Contre la guerre Contre la paix\u201c<\/em>, erh\u00e4ltlich hier: <a href=\"https:\/\/cestdejatoutdesuite.noblogs.org\/files\/2015\/04\/contrelaguerre_lapaix.pdf\">https:\/\/cestdejatoutdesuite.noblogs.org\/files\/2015\/04\/contrelaguerre_lapaix.pdf<\/a>, auf deutsch: <a href=\"https:\/\/anarchistischebibliothek.org\/library\/gegen-den-krieg-gegen-den-frieden\">https:\/\/anarchistischebibliothek.org\/library\/gegen-den-krieg-gegen-den-frieden<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote15anc\">15<\/a>\u201e<em>Des id\u00e9es pour la r\u00e9cr\u00e9ation<\/em>?\u201c, M\u00e4rz 2022, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von der anarchistischen Website ilrovescio.info, in der Zeitschrift <em>Guerre \u00e0 la Guerre<\/em> Nr. 2, Juni 2022 (bisher nicht als PDF verf\u00fcgbar, Inhaltsverzeichnis auf <a href=\"https:\/\/sansnom.noblogs.org\/archives\/13780\">https:\/\/sansnom.noblogs.org\/archives\/13780<\/a>, Kontakt: <a href=\"mailto:lapaixlaguerre@riseup.net\">lapaixlaguerre@riseup.net<\/a>).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote16anc\">16<\/a>https:\/\/grupomoiras.noblogs.org\/post\/2022\/03\/13\/kras-ait-acerca-de-la-guerra-en-ucrania\/ Franz\u00f6sische \u00dcbersetzung (von mehreren): https:\/\/nowar.solidarite.online\/blog\/interview-des-anarcho-syndicalistes-russes-pas-de-guerre-sauf-la-guerre-de-classe. Auf deutsch: https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/04\/25\/kras-iaa-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote17anc\">17<\/a><a href=\"https:\/\/www.autistici.org\/tridnivalka\/antimilitarismus-antimilitarisme-anarchiste-et-mythes-sur-la-guerre-en-ukraine\/\">https:\/\/www.autistici.org\/tridnivalka\/antimilitarismus-antimilitarisme-anarchiste-et-mythes-sur-la-guerre-en-ukraine\/<\/a>, auf deutsch: <a href=\"https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/\">https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote18anc\">18<\/a>\u201e<em>Des id\u00e9es pour la r\u00e9cr\u00e9ation<\/em>?\u201c, M\u00e4rz 2022, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von der anarchistischen Website ilrovescio.info, in der Zeitschrift <em>Guerre \u00e0 la Guerre<\/em> Nr. 2, Juni 2022 (bisher nicht als PDF verf\u00fcgbar, Inhaltsverzeichnis auf <a href=\"https:\/\/sansnom.noblogs.org\/archives\/13780\">https:\/\/sansnom.noblogs.org\/archives\/13780<\/a>, Kontakt: <a href=\"mailto:lapaixlaguerre@riseup.net\">lapaixlaguerre@riseup.net<\/a>).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote19anc\">19<\/a><a href=\"https:\/\/www.autistici.org\/tridnivalka\/antimilitarismus-antimilitarisme-anarchiste-et-mythes-sur-la-guerre-en-ukraine\/\">https:\/\/www.autistici.org\/tridnivalka\/antimilitarismus-antimilitarisme-anarchiste-et-mythes-sur-la-guerre-en-ukraine\/<\/a>, auf deutsch: <a href=\"https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/\">https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote20anc\">20<\/a><a href=\"https:\/\/www.autistici.org\/tridnivalka\/antimilitarismus-antimilitarisme-anarchiste-et-mythes-sur-la-guerre-en-ukraine\/\">https:\/\/www.autistici.org\/tridnivalka\/antimilitarismus-antimilitarisme-anarchiste-et-mythes-sur-la-guerre-en-ukraine\/<\/a>, auf deutsch: <a href=\"https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/\">https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/10\/12\/tschechien-anarchistischer-antimilitarismus-und-mythen-uber-den-krieg-in-der-ukraine\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote21anc\">21<\/a>\u201e<em>Quand la population se rebelle contre la guerre : en Russie et en Ukraine, des centres de recrutement sont attaqu\u00e9s<\/em>\u201c, siehe weiter unten und hier abrufbar: <a href=\"https:\/\/www.autistici.org\/tridnivalka\/logiques-de-guerre\/\">https:\/\/www.autistici.org\/tridnivalka\/logiques-de-guerre\/<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote22anc\">22<\/a>Siehe dazu den Artikel \u201e<em>Gilets jaunes et extr\u00eame droite : les le\u00e7ons de Ma\u00efdan<\/em>\u201c auf <a href=\"https:\/\/lundi.am\/Ma%C3%AFdan-1667\">https:\/\/lundi.am\/Ma\u00efdan-1667<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote23anc\">23<\/a><a href=\"https:\/\/ddt21.noblogs.org\/?page_id=3423\">https:\/\/ddt21.noblogs.org\/?page_id=3423<\/a>, auf deutsch: <a href=\"https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/05\/26\/frankreich-lebewohl-zum-leben-lebewohl-zur-liebe-ukraine-krieg-und-selbstorganisation\/\">https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/05\/26\/frankreich-lebewohl-zum-leben-lebewohl-zur-liebe-ukraine-krieg-und-selbstorganisation\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote24anc\">24<\/a>\u201e<em>Contre la guerre Contre la paix\u201c<\/em>, erh\u00e4ltlich hier: <a href=\"https:\/\/cestdejatoutdesuite.noblogs.org\/files\/2015\/04\/contrelaguerre_lapaix.pdf\">https:\/\/cestdejatoutdesuite.noblogs.org\/files\/2015\/04\/contrelaguerre_lapaix.pdf<\/a>, auf deutsch: <a href=\"https:\/\/anarchistischebibliothek.org\/library\/gegen-den-krieg-gegen-den-frieden\">https:\/\/anarchistischebibliothek.org\/library\/gegen-den-krieg-gegen-den-frieden<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote25anc\">25<\/a>\u201e<em>Des id\u00e9es pour la r\u00e9cr\u00e9ation<\/em>?\u201c, M\u00e4rz 2022, aus dem Italienischen \u00fcbersetzt von der anarchistischen Website ilrovescio.info, in der Zeitschrift <em>Guerre \u00e0 la Guerre<\/em> Nr. 2, Juni 2022 (bisher nicht als PDF verf\u00fcgbar, Inhaltsverzeichnis auf <a href=\"https:\/\/sansnom.noblogs.org\/archives\/13780\">https:\/\/sansnom.noblogs.org\/archives\/13780<\/a>, Kontakt: <a href=\"mailto:lapaixlaguerre@riseup.net\">lapaixlaguerre@riseup.net<\/a>).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote26anc\">26<\/a><a href=\"https:\/\/mauvaissang.noblogs.org\/files\/2022\/04\/Mauvais-Sang-N2.pdf\">https:\/\/mauvaissang.noblogs.org\/files\/2022\/04\/Mauvais-Sang-N2.pdf<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote27anc\">27<\/a>Die Brosch\u00fcre \u201e<em>Les anarchistes contre la guerre \u2013 1914-2022<\/em>\u201c ist hier erh\u00e4ltlich: https:\/\/quatre.zone\/2022\/04\/01\/les-anarchistes-contre-la-guerre\/ Anzumerken ist, dass die darin enthaltene historische Darstellung aus der Feder von Maurice Laisant aus dem Jahr 1964 f\u00fcr <em>Le Monde Libertaire<\/em> (dessen Mitbegr\u00fcnder er war) ziemlich pomp\u00f6s ist.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote28anc\">28<\/a>In franz\u00f6sischer Sprache auf <a href=\"https:\/\/attaque.noblogs.org\/post\/2022\/03\/02\/italie-sabotons-la-guerre-en-declenchantlinternationale\/\">https:\/\/attaque.noblogs.org\/post\/2022\/03\/02\/italie-sabotons-la-guerre-en-declenchantlinternationale\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote29anc\">29<\/a>Auszug aus der Zeitschrift <em>Guerre \u00e0 la guerre \u2013 perspectives anarchistes et internationalistes<\/em> (M\u00e4rz 2022), hier als PDF verf\u00fcgbar:<a href=\"https:\/\/sansnom.noblogs.org\/archives\/11155\/\">https:\/\/sansnom.noblogs.org\/archives\/11155\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote30anc\">30<\/a>Quelle in deutscher Sprache: <a href=\"https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/03\/02\/gegen-die-kriege-des-kapitalismus-lautet-unsere-antwort-sozialer-krieg\/\">https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/03\/02\/gegen-die-kriege-des-kapitalismus-lautet-unsere-antwort-sozialer-krieg\/<\/a> Franz\u00f6sische \u00dcbersetzung: <a href=\"https:\/\/www.autistici.org\/tridnivalka\/logiques-de-guerre\/\">https:\/\/www.autistici.org\/tridnivalka\/logiques-de-guerre\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote31anc\">31<\/a><em>Auf englisch<\/em><em>: <\/em><a href=\"https:\/\/internationalistperspective.org\/dont-fight-for-your-country\/\">https:\/\/internationalistperspective.org\/dont-fight-for-your-country\/<\/a> <em>Auf franz\u00f6sisch<\/em><em> (<\/em><em>Kontroversen<\/em><em>): <\/em><a href=\"https:\/\/internationalistperspective.org\/ne-vous-battez-pas-pour-votre-pays\/\">https:\/\/internationalistperspective.org\/ne-vous-battez-pas-pour-votre-pays\/<\/a> \u2013 <em>Auf deutsch<\/em>: <a href=\"https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/05\/24\/kampfe-nicht-fur-dein-land\/\">https:\/\/panopticon.blackblogs.org\/2022\/05\/24\/kampfe-nicht-fur-dein-land\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote32anc\">32<\/a>Quelle auf Russisch: https:\/\/www.aitrus.info\/node\/5963\/ Franz\u00f6sische \u00dcbersetzung: <a href=\"https:\/\/www.autistici.org\/tridnivalka\/logiques-de-guerre\/\">https:\/\/www.autistici.org\/tridnivalka\/logiques-de-guerre\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote33anc\">33<\/a>Auf Deutsch erschienen auf Zundlumpen, Nr. 83, Mai 2021 und in Guerre \u00e0 la guerre Nr. 1 (M\u00e4rz 2022), abrufbar unter <a href=\"https:\/\/sansnom.noblogs.org\/archives\/11155\">https:\/\/sansnom.noblogs.org\/archives\/11155<\/a>, auf deutsch: <a href=\"https:\/\/zuendlappen.noblogs.org\/post\/2022\/01\/07\/fragmente-fuer-einen-aufstaendischen-kampf-gegen-den-militarismus-und-die-welt-die-ihn-benoetigt\/\">https:\/\/zuendlappen.noblogs.org\/post\/2022\/01\/07\/fragmente-fuer-einen-aufstaendischen-kampf-gegen-den-militarismus-und-die-welt-die-ihn-benoetigt\/<\/a>. Der Text erinnert an eine andere, die 2015 zur Zeit der Gedenkfeiern zu 1914-1918 und des Krieges in Syrien ver\u00f6ffentlicht wurde: \u201e<em>Contre la guerre Contre la paix. El\u00e9ments de lutte insurrectionnelle contre le militarisme et la r\u00e9pression<\/em>\u201e, hier abrufbar: <a href=\"https:\/\/cestdejatoutdesuite.noblogs.org\/files\/2015\/04\/contrelaguerre_lapaix.pdf\">https:\/\/cestdejatoutdesuite.noblogs.org\/files\/2015\/04\/contrelaguerre_lapaix.pdf<\/a>., auf deutsch: <a href=\"https:\/\/anarchistischebibliothek.org\/library\/gegen-den-krieg-gegen-den-frieden\">https:\/\/anarchistischebibliothek.org\/library\/gegen-den-krieg-gegen-den-frieden<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote34anc\">34<\/a>Quellenangabe zu diesem Buch unter <a href=\"https:\/\/hourriya.noblogs.org\/post\/2018\/10\/10\/n5-rompre-les-rangs-contre-la-guerre-contre-la-paix-pour-la-revolution-sociale\/\">https:\/\/hourriya.noblogs.org\/post\/2018\/10\/10\/n5-rompre-les-rangs-contre-la-guerre-contre-la-paix-pour-la-revolution-sociale\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote35anc\">35<\/a>Verf\u00fcgbar unter camaraderevolution.org\/index.php\/2022\/04\/07\/la-malediction-de-poutine\/<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/panopticon.noblogs.org\/post\/2023\/03\/01\/gegen-alle-kriege-ausser-den-gerechten-kriegen\/#sdfootnote36anc\">36<\/a>Auszug aus \u201e<em>Gilets jaunes et extr\u00eame droite: les le\u00e7ons de Ma\u00efdan\u201c<\/em>, abrufbar unter <a href=\"https:\/\/lundi.am\/Ma%C3%AFdan-1667\">https:\/\/lundi.am\/Ma\u00efdan-1667<\/a>, ohne jedoch dem Intellektualismus und der Ideologie des \u201eappelistischen\u201c Typs von <em>Lundi matin<\/em> zuzustimmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gegen alle Kriege \u2026 au\u00dfer den \u201egerechten\u201c Kriegen? Von den Verheerungen des kleineren \u00dcbels und des Antiimperialismus im anarchistischen Milieu. November 2022 \/ waragainstwar@riseup.net Auch HIER erh\u00e4ltlich (A.d.\u00dc., auf franz\u00f6sischer Sprache)<\/p>\n","protected":false},"author":19357,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-122","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-general"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/122","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/19357"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=122"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/122\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":123,"href":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/122\/revisions\/123"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=122"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=122"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=122"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}