{"id":95,"date":"2023-11-15T18:31:48","date_gmt":"2023-11-15T17:31:48","guid":{"rendered":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/?p=95"},"modified":"2023-11-15T18:40:04","modified_gmt":"2023-11-15T17:40:04","slug":"die-anarchistischen-buecher-sind-keine-werkzeuge-treffen-von-anarchistischen-bibliotheken-am-samstag-den-13-11-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/?p=95","title":{"rendered":"Die anarchistischen B\u00fccher sind keine Werkzeuge"},"content":{"rendered":"<p><em>Text von <a href=\"https:\/\/expandiendolarevuelta.noblogs.org\/files\/2021\/11\/Los-libros-anarquistas-lectura-online.pdf\">expandiendo la revuelta<\/a>, die \u00dcbersetzung ist von uns.<\/em><\/p>\n<p><strong>DIE ANARCHISTISCHEN B\u00dcCHER SIND KEINE WERKZEUGE<\/strong><\/p>\n<p><strong>TREFFEN VON ANARCHISTISCHEN BIBLIOTHEKEN AM SAMSTAG DEN 13.11.21.<\/strong><\/p>\n<p>B\u00fccher sind nicht n\u00fctzlich, sie sind keine Dienstleistungen, sie erf\u00fcllen keine Funktionen und schon gar nicht sind sie H\u00e4mmer oder Schraubenschl\u00fcssel zum \u00d6ffnen oder Schlie\u00dfen von Ideen. W\u00e4hrend es nicht viel braucht, um Literatur zu finden, die darauf abzielt, Regime durchzusetzen oder sie zu beseitigen, gibt es eine Vorstellung, die bei einigen Anarchistinnen und Anarchisten fest verwurzelt zu sein scheint: \u201eB\u00fccher sind Werkzeuge\u201c, sagen sie, und in der Tat mangelt es nicht an Dutzenden von Covern und Titeln, an denen dies deutlich wird, dass \u201eB\u00fccher an sich keinen Wert haben, aber wenn sich Ideen materialisieren\u201c, wiederholen sie und verbinden mit diesen Pr\u00e4missen die weit verbreitete Vorstellung, dass \u201ewir die Idee nicht von der Aktion trennen d\u00fcrfen\u201c.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Aber wovon reden wir, wenn wir an \u201eanarchistische B\u00fccher\u201c denken? Und was bedeutet es, Idee und Aktion zu vereinen? Denn offensichtlich k\u00f6nnen wir Ursula K. Le Guin, Mikhail Bakunin, die internationale Zeitschrift Kalinov Most oder ein auf einem Demonstrationszug gefundenes Pamphlet mit einem gezeichneten A, selbst wenn wir sie alle unter dem Label \u201eanarchistische Literatur\u201c zusammenfassen wollen, nicht reduzieren. Auf dieser Linie k\u00f6nnen wir \u00fcber die Intentionalit\u00e4t jedes Formats nachdenken, d.h. sowohl \u00fcber sein physisches Format als auch \u00fcber die Merkmale der Sprache, denn die Bindung eines Buches wie Kropotkins \u201eGegenseitige Hilfe\u201c ist nicht dasselbe wie der schnelle Druck von Flugbl\u00e4ttern vor einer Demonstration, die f\u00fcr eine bestimmte Zeit und einen bestimmten Ort bestimmt sind.<\/p>\n<p>Doch um endlich \u00fcber anarchistische Literatur nachzudenken, m\u00fcssen wir uns zun\u00e4chst von der Vorstellung befreien, dass sie eng mit der \u201eAktion\u201c verkn\u00fcpft sein sollte, denn sonst w\u00fcrden wir ihre Besonderheit, d. h. ihre Tiefe, ihren Weg, ihre Besonderheiten und ihre St\u00e4rken ausl\u00f6schen.<\/p>\n<p>Deshalb haben wir uns die doppelte Aufgabe gestellt, die Behauptung zu pr\u00e4zisieren, dass unserer Meinung nach anarchistische B\u00fccher keine Werkzeuge sein k\u00f6nnen, und dann dar\u00fcber nachzudenken, was sie sind oder sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Um mit dem ersten Punkt zu beginnen, finden wir in dieser Behauptung eine utilitaristische Logik der Buchstaben in Bezug auf die militante Logik, die wir mit einem kurzen Rundgang von der Russischen Revolution \u00fcber die Spanische Revolution bis hin zu den politisch-milit\u00e4rischen Parteien der 1970er Jahre verorten k\u00f6nnen. Das hei\u00dft, dass die Literatur ebenso wie die Malerei, das Kino oder das Theater \u201eim Dienste der Revolution\u201c (oder in den meisten F\u00e4llen der Partei) stehen muss.<\/p>\n<p>In diesem Sinne rief ein ber\u00fchmtes Plakat aus Spanien 1936 aus: \u201eAnarchistische B\u00fccher sind Waffen gegen den Faschismus\u201c, obwohl dies eigentlich Teil der Propaganda des CNT-Sektors war, der beschloss, mit Republikanern und Sozialisten zu paktieren, um eine \u201eantifaschistische Front\u201c zu bilden, die mit der Militarisierung der autonomen Arbeiter*innenmilizen und anti-anarchistischen Repressionen endete. Was wir zumindest in diesem Fall behaupten wollen, ist, dass die utilitaristische Vision der \u201eanarchistischen B\u00fccher\u201c von der Logik des Krieges angetrieben wird, aber nicht des sozialen Krieges, sondern der Logik der formalen Armeen, des formalen Krieges und der Notwendigkeiten, die dies angeblich mit sich bringt.<\/p>\n<p>Eine der Rechtfertigungen, die wir in diesen F\u00e4llen finden, ist der Appell an die Dringlichkeit und die greifbar lauernde Gefahr durch den Feind auf der anderen Seite der Grenze. W\u00e4re es in diesem Zusammenhang nicht logisch, dass anarchistische B\u00fccher der Propagandaarbeit und der Rekrutierung untergeordnet werden sollten? Auch wenn diese Frage aus unserer Gegenwart heraus unpassend erscheint, kann sie uns helfen, \u00fcber diese extremen Momente nachzudenken. Im Gegensatz zu diesem Ansatz k\u00f6nnen wir einen deutlichen Unterschied zwischen dem, was anarchistische Literatur und Propaganda w\u00e4hrend der Spanischen Revolution (1936-1937) und w\u00e4hrend des B\u00fcrgerkriegs (1937-1939) war, feststellen. Zur Zeit der Revolution k\u00f6nnen wir Ausdrucksformen sehen, die nicht auf propagandistische Logiken reduziert wurden, sondern die aus ihren eigenen Sph\u00e4ren heraus versuchten, revolution\u00e4re Freiheit zu denken, zu teilen und zu propagieren, ein deutliches Beispiel f\u00fcr diesen Aspekt war der \u201eSindicato de la Industria del Espect\u00e1culo Films\u201c (SIE FILMS), der zwischen 36 und 37 etwa 30 Filme produzierte, deren Inhalt sich nicht nur auf die dokumentarische Erz\u00e4hlung beschr\u00e4nkte, sondern die meisten Werke im Bereich der Fiktion angesiedelt waren, d.h. es ging nicht nur darum, Kunst f\u00fcr die Revolution zu denken, sondern darum, dass die Revolution ihren eigenen k\u00fcnstlerischen Ausdruck fand.<\/p>\n<p>Wenn wir die Debatte auf die letzten Jahrzehnte zur\u00fcckf\u00fchren, ist es alarmierend oder zumindest auffallend, dass die Diskurse, die versuchen, den literarischen Ausdruck auf ein Werkzeug zu reduzieren, d.h. in den Dienst des \u201eIdeals\u201c oder eines gr\u00f6\u00dferen Ziels zu stellen, was auch immer das sein mag, dass diese Schlussfolgerung ihre Rechtfertigung in der Hierarchisierung der \u201eAktion\u201c hat, die, wenn sie fr\u00fcher in den Bed\u00fcrfnissen der revolution\u00e4ren Partei verk\u00f6rpert war, heute in der \u00dcberbewertung der zerst\u00f6rerischen Aktion oder der anarchischen Offensive bekr\u00e4ftigt wird.<\/p>\n<p>Wir glauben zwar, dass diese Behauptung \u00e4u\u00dferst koh\u00e4rent und eine fast schon angeborene Reaktion auf unseren Alltag ist, der von der staatsb\u00fcrgerliche Befriedung der Sozialdemokratie, den unisono wiederholten Demonstrationen\/Prozessionen und den von verschiedenen Verlagen und Literaten vorgeschlagenen \u201ekritischen\u201c Debatten gepr\u00e4gt ist, die kaum mehr sind als dialektische Paraphernalien, die heraufbeschworen werden, um den Verkauf ihres n\u00e4chsten Buches zu positionieren oder die j\u00fcngste F\u00f6rderung des CONICET<a href=\"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/?p=60#sdfootnote9sym\"><sup>9<\/sup><\/a> zu rechtfertigen. Aber da wir in dieser Position waren und angesichts der ohrenbet\u00e4ubenden Wiederholung von leeren Phrasen der Demokratie immer wieder destruktive Aktionen bekr\u00e4ftigen, wissen wir auch, dass Aktionen ihre eigene Logik, ihre eigenen Formen und Bed\u00fcrfnisse haben, die oft nicht mit den M\u00f6glichkeiten von Worten \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n<p>Du kannst von einem Buch nicht verlangen, dass es sich in eine Aktion verwandelt, genauso wie die st\u00e4ndige Wiederholung der Worte \u201eFeuer\u201c und \u201eSchie\u00dfpulver\u201c in unseren Publikationen nicht bedeutet, dass sie tats\u00e4chlich greifbar werden k\u00f6nnen, und du k\u00f6nntest uns fragen, ob Buchstaben nicht als Agitation funktionieren k\u00f6nnen? Ja, das k\u00f6nnen sie, aber wenn sie sich vorher von dem leiten lassen, was sie \u201esein sollten\u201c, werden sie am Ende zu einer Karikatur ihrer selbst. Wenn die Literatur ihre Besonderheit verliert, haben wir es mit einem Sammelsurium von Gemeinpl\u00e4tzen und individuellen Bekr\u00e4ftigungen zu tun, die am Ende nicht \u00fcber sich hinauswachsen. An diesem Punkt verlangen wir von den W\u00f6rtern, etwas zu sein, was sie nicht sind, n\u00e4mlich funktional zu sein, in der Hoffnung, dass die Tatsache, dass wir S\u00e4tze wie \u201ebewaffne deine Affinit\u00e4tsgruppe\u201c schreiben, bei den Leser*innen wirklich eine Gegenseitigkeit hervorruft, w\u00e4hrend dies in Wirklichkeit die prim\u00e4re Aufgabe der direkten Kommunikation, der Schaffung von Begegnungsr\u00e4umen und der Vertiefung von Ideen sein sollte, und in jedem Fall k\u00f6nnte die literarische Reflexion \u00fcber die Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Gruppen nachdenken, \u00fcber die sozialen und politischen Merkmale, in die sie eingebunden sind, \u00fcber die Art und Weise, wie sie funktionieren k\u00f6nnten, usw. usw.<\/p>\n<p>Nach dieser kritischen und vergleichenden Sichtweise k\u00f6nnen wir in die Vergangenheit zur\u00fcckgehen und an die \u201eklassischen\u201c anarchistischen Zeitungen denken, die wir zwischen 1898 und 1930 in Buenos Aires geordert haben. Dort reichten die Genres und literarischen Themen von propagandistischen und pamphletartigen Artikeln \u00fcber Theaterst\u00fccke, Lieder, Ausz\u00fcge aus Erz\u00e4hlungen und Romanen bis hin zu Artikeln \u00fcber Philosophie, Geschichte oder Astronomie, um nur einige Beispiele zu nennen. Diese f\u00fcr die verschiedenen Tendenzen typischen Merkmale zeigen uns deutlich die ganzheitliche Vision des anarchistischen Projekts, bei dem die Arbeit der Agitation nur einen kleinen Teil ausmachte, und gleichzeitig zu sehen, dass diejenigen, die im Laufe der Zeit Bestand hatten, ihre Kraft in der Reflexion, in der literarischen Suche selbst fanden, unabh\u00e4ngig von dem Genre, in dem sie angesiedelt sind, und die jesuitische Wiederholung des Anarchismus vermeiden.<\/p>\n<p>Eine weitere Unterstellung, die wir h\u00e4ufig finden, wenn wir Kritiken h\u00f6ren, die von der falschen Dichotomie zwischen \u201eSchreiben\u201c und \u201eHandeln\u201c ausgehen, ist die Vorstellung, dass Literatur an sich eine Art petite bourgeoises Vergn\u00fcgen bedeutet, eine Logik, die eindeutig vom Marxismus-Leninismus und seiner ber\u00fchmten Kritik an der \u201eKinderkrankheit der Linken\u201c beeinflusst ist, in der es hei\u00dft: \u201eDer durch die Schrecken des Kapitalismus \u201ewild gewordene\u201c Kleinb\u00fcrger ist eine soziale Erscheinung, die ebenso wie der Anarchismus allen kapitalistischen L\u00e4ndern eigen ist. Die Unbest\u00e4ndigleit dieses Revolutionarismus, seine Unfruchtbarkeit, seine Eigenschaft, schnell in Unterw\u00fcrfigkeit, Apathie und Phantasterei umzuschlagen, ja sich von dieser oder jener b\u00fcrgerlichen Modestr\u00f6mung bis zur \u201eTollheit\u201c fortrei\u00dfen zu lassen \u2013 all das ist allgemein bekannt.\u201c. So sehen wir, wie leider die konservativen Ideen des ruchlosen Leninismus in anarchistische Konzepte einflie\u00dfen und die Tatsache unsichtbar machen, dass unser Freiheitsbegriff \u00fcber die klassistische und parteiische Vision des Bolschewismus hinausgeht und ihr direkt gegen\u00fcbersteht.<\/p>\n<p>Wenn der Anarchismus uns daran hindert, uns hinzusetzen, um die Bewegung der Sterne zu beobachten, \u00fcber unsere Sexualit\u00e4t zu schreiben, \u00fcber die Eigenschaften der Musik oder der menschlichen Natur nachzudenken, wenn er sich nicht der Zerst\u00f6rung und dem Wiederaufbau dieser Welt widmet und unsere eigenen Vorstellungen vom Dasein, von Literatur, Theater oder Kino erreicht, wird er nur zu einer Selbstbehauptung, die aus Angst vor dem, was hinter dem ideologischen Schema steckt, nicht aufh\u00f6rt, Nabelschau zu betreiben.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnten uns also fragen: Kann ein Buch anarchistisch sein? Selbst wenn es auf jeder Seite \u201eEs lebe die Anarchie\u201c wiederholt, was ist, wenn es von jemandem geschrieben wird, der nicht behauptet, Anarchist zu sein? Was macht ein Buch letztendlich anarchistisch?<\/p>\n<p>Was den ideologischen Charakter unserer Literatur historisch zusammenh\u00e4lt, ist viel mehr als eine bestimmte Zeile oder eine repr\u00e4sentative Art von Referentialit\u00e4t, n\u00e4mlich die redaktionelle, bibliothekarische und verbreitende Praxis der Gef\u00e4hrt*innen im Laufe der Geschichte. Wie sonst k\u00f6nnten wir Henry Thoreau oder Leon Tolstoi mit Alfredo Bonnano oder den Angry Brigade in einen Topf werfen? Das hei\u00dft, der Charakter, der unserer Literatur verliehen wurde und weiterhin verliehen wird, hat nicht nur mit den B\u00fcchern selbst zu tun, nicht einmal speziell mit der Absicht ihrer Autor*innen, sondern mit der propagandistischen Arbeit, der Rezeption und dem Wert, den die Gef\u00e4hrt*innen ihr im Nachhinein notwendigerweise verliehen haben.<\/p>\n<p>Diese wichtige Arbeit, die so viele in den letzten 150 Jahren geleistet haben, hat also ihre Besonderheiten, nicht nur in Bezug auf die Katalogisierung, sondern auch in Bezug auf die interessante Vielfalt an Fragen und Herausforderungen, die sie hervorrufen kann. In diesem Sinne haben wir uns zum Beispiel gefragt, ob ein Buch auf eine Ideologie reduziert werden kann, und w\u00e4hrend diese Antwort innerhalb doktrin\u00e4rer R\u00e4ume \u201eeinfacher\u201c sein mag, erh\u00e4lt sie in unseren Kreisen eine relevante Kategorie \u00fcber die m\u00f6gliche anarchistische Konzeption in der Gegenwart und die immer latente Spannung zwischen der revolution\u00e4ren Projektion und den ethischen Grundlagen des Anarchismus. Wenn wir zum Beispiel an anarchistische Literatur denken, k\u00f6nnen wir erstens die \u00e4u\u00dferen Merkmale betrachten, zum Beispiel die Verweigerung des geistigen Eigentums, der ISBN oder der Zusammenarbeit mit staatlichen oder multinationalen Verlagen, aber diese Merkmale sind in den Formen zusammengefasst, da viele Verlage in diese Kategorien fallen k\u00f6nnen und gleichzeitig nichts mit unseren Absichten zu tun haben, also m\u00fcssen wir zweitens an die anarchistische Literatur selbst denken, Und hier k\u00f6nnte die eigentliche Herausforderung liegen: Es gibt zwar einige Kategorien, die sich leicht \u201eklassifizieren\u201c lassen, wie im Kino der Dokumentarfilm, in der Literatur die vielen Publikationen, die sich als solche bezeichnen und die allgemeine Absicht haben, Anarchie zu propagieren, aber im Fall von Rafael Barret, Ursula K. L. Guin, Manuel Rojas oder so vielen Gef\u00e4hrt*innen, die Gedichte schreiben, die sich von anarchistischen Klischees befreien, ist es dann sinnvoll, sie unter einem ideologischen Gesichtspunkt zu betrachten?<\/p>\n<p>Vielleicht sind sowohl die Frage als auch ihre Antworten viel umfangreicher, vielleicht muss man sich mit den verschiedenen literarischen Gattungen auseinandersetzen, um zu verstehen, auf welche Weise Lyrik, Prosa, soziale oder wissenschaftliche Aufs\u00e4tze unter einem spezifisch ideologischen Etikett zusammengefasst oder umarmt werden k\u00f6nnen \u2013 eine Aufgabe, die diese kleine Skizze nicht erf\u00fcllen kann, aber sie versucht, uns einige dieser Anliegen n\u00e4her zu bringen.<\/p>\n<p>So kommen wir schlie\u00dflich zu der Frage: Kann Literatur f\u00fcr die Revolution \u201en\u00fctzlich\u201c sein? Auch wenn sie historisch gesehen auf diese Weise genutzt wurde, man erinnere sich an das Rote Buch von Mao bis hin zur Bibel, w\u00e4re es absurd zu denken, dass die Aktion des Schreibens und Lesens selbst f\u00fcr die Aktionen verantwortlich sein k\u00f6nnte, mit denen sie sp\u00e4ter gerechtfertigt wurden, denn das Schreiben ist ein rein reflexiver Akt, bei dem die Freiheit sowohl im Angesicht der Leere der leeren Seite erfahren wird, das uns von der Welt trennt, sie liegt in der M\u00f6glichkeit einer Beziehung zwischen unserer Existenz und der Materialit\u00e4t au\u00dferhalb von ihr, eine Beziehung, die umfassend, beschreibend oder irrational, klangvoll und sogar chaotisch sein kann.<\/p>\n<p>Wir sind uns einig, dass es keine revolution\u00e4re Aktion ohne revolution\u00e4re Theorie geben kann, aber wir bekr\u00e4ftigen auch, dass das eine nicht auf Kosten des anderen gehen kann. Es ist genauso naiv, von B\u00fcchern zu verlangen, dass sie zu Revolten aufrufen, wie es naiv ist, von einem Sprengsatz zu verlangen, dass er uns etwas \u00fcber Freiheit erz\u00e4hlt, wie poetisch wir ihn auch immer einbauen wollen.<\/p>\n<p><strong>WEDER LITERARISCHER ANARCHISMUS NOCH UTILITARISTISCHE LITERATUR F\u00dcR DIE ZERST\u00d6RUNG JEGLICHER AUTORIT\u00c4T.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/anarchistischebuechermesse.noblogs.org\/?p=60#sdfootnote9anc\">9<\/a>A.d.\u00dc.<em>, <\/em><em>Consejo Nacional de Investigaciones Cient\u00edficas y T\u00e9cnicas<\/em> ist die unabh\u00e4ngige Hauptinstanz in Argentinien f\u00fcr das F\u00f6rdern von Forschungen, f\u00fcr das Verleihen von Stipendien usw.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Text von expandiendo la revuelta, die \u00dcbersetzung ist von uns. DIE ANARCHISTISCHEN B\u00dcCHER SIND KEINE WERKZEUGE TREFFEN VON ANARCHISTISCHEN BIBLIOTHEKEN AM SAMSTAG DEN 13.11.21. 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